Museumstag findet diesmal virtuell statt

Not macht erfinderisch. Diese Devise gilt auch in Zeiten, in denen Corona Kulturveranstaltern einen Strich durch die Rechnung macht. Auch im Oberhessischen Museum hat man kreative Wege gefunden, das Angebot digital einsehbar zu machen. Ab 19. Mai können auch zwei der drei Häuser wieder für Besucher öffnen.

Zwar dürfen Museen wieder öffnen, doch Veranstaltungen bleiben weiter untersagt. Das stellt auch das Oberhessische Museum vor eine besondere Herausforderung. Denn dort wollte man eigentlich an diesem Sonntag, 17. Mai, den Internationalen Museumstag feiern. Der wird nun kurzerhand in den virtuellen Raum verlegt und erstmals ausschließlich digital stattfinden. Unter #MuseenEntdecken! werden an diesem Sonntag bei Facebook und Instagram per Video verschiedene Objekte der Sammlung vorgestellt (10, 11, 12 und 15 Uhr) und es gibt Einblicke hinter die Kulissen des Museums. Bei einem 360°-Rundgang kann man zudem die Sonderausstellung "Feuer und Flamme für diese Stadt" vom Sofa aus besuchen, die Kuratorinnen Julia Schopferer und Linn Mertgen geben ab 13 Uhr Einblicke in den Vorbereitungsprozess der Schau und stehen ab 13.30 Uhr bei Facebook im Live-Chat für Fragen zur Verfügung.

Am Internationalen Museumstag gibt es auch noch die Chance auf einen Gewinn. Wer mag, kann sich ein Gemälde aus der Galerie (einzusehen auf der Homepage des Museums, erreichbar über www.giessen.de) heraussuchen und dieses mit Gegenständen, die man zu Hause hat, nachstellen. Unter dem Hashtag #oberhessischesmuseum kann man das so entstandene Foto auf Instagram teilen. Unter allen Teilnehmenden verlost das Museum Überraschungspakete. Weitere Informationen zu der Challenge und zum Zeitplan des Museumstages findet man im Programm des Oberhessischen Museums unter der Veranstaltung "Digitaler Internationaler Museumstag 2020" über www.giessen.de.

Ab Dienstag, 19. Mai, kann das Oberhessische Museum wieder das Wallenfels’sche und das Leib’sche Haus für Besucher öffnen (dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr). Dafür gelten aber aufgrund der Corona-Krise besondere Abstands- und Hygienemaßnahmen: Der Eingang befindet sich ausschließlich im Wallenfels’schen Haus und der Ausgang im Leib’schen Haus, wodurch ein Rundgang mit einer "Einbahnstraße" entsteht. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden und Gruppen, die das Museum besuchen, dürfen maximal fünf Personen umfassen.

Bibliothek, Museen, Kunsthalle öffnen

Das Alte Schloss bleibt allerdings weiterhin geschlossen. Hier stehen ab Juni größere Renovierungsarbeiten an, etwa der Einbau eines neuen Aufzugs im Treppenhaus. Die Sonderausstellung wird bis Ende Oktober verlängert.

Ab Dienstag, 19. Mai, können auch andere Gießener Kultureinrichtungen wieder Besucher empfangen - allerdings unter Corona-Bedingungen und mit teils geänderten Öffnungszeiten. Um sicherzustellen, dass die Besucher von Stadtbibliothek und Kunsthalle ohne Wartezeiten am Haupteingang des Rathauses Zugang zu den Einrichtungen bekommen, wird ein separater Eingang für Kunsthalle und Stadtbibliothek ausgeschildert. Die Kunsthalle verlängert die Schau von Hélène Delpart bis 31. Juli und hat dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Den Nutzern der Stadtbibliothek steht diese nun wieder für die Ausleihe zur Verfügung (Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 sowie Mittwoch und Freitag von 10 bis 14 Uhr). Es dürfen sich maximal 35 Personen in den Räumen aufhalten. Aufenthalte sollten sich auf 20 Minuten beschränken. Es wird Familien angeraten, möglichst nur mit einer Person die Bibliothek zu besuchen und die Literaturauswahl über stadtbibliothek.giessen.de schon online vorzubereiten. Die Lesebereiche stehen nicht zur Verfügung.

Das KiZ wird erst mit der nächsten Ausstellung am 25. Juni wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, das Mathematikum ab 21. Mai.

Quelle: Gießener Allgemeine

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