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Der Leiter der Rechtsmedizin Professor Karl-Friedrich Boerne würde im echten Leben 6.660 Euro brutto im Monat verdienen.

Gehaltscheck

Tatort-Kommissare: Welcher Ermittler verdient wohl am meisten - was glauben Sie?

Der Tatort ist seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Serien im deutschen Fernsehen. Nun interessiert uns, wie viel die Kommissare im echten Leben verdienen würden.

Wie viel Geld die Tatort-Schauspieler von den Öffentlich-Rechtlichen bezahlt bekommen, ist und bleibt ein Geheimnis. Was Till Schweiger, Heike Makatsch und Co. jedoch im echten Leben als Polizist verdienen würden, hat nun der Finanzdienstleister Vexcash berechnet und dabei große Unterschiede festgestellt.

Das sind die Spitzenverdiener unter den Tatort-Ermittlern

Das höchste Gehalt bekommt der Analyse zufolge Professor Karl-Friedrich Boerne, gespielt von Jan Josef Liefers: Mit rund 6.660 Euro brutto im Monat beansprucht der in Münster arbeitende Leiter der Rechtsmedizin für sich den ersten Platz der Untersuchung - allerdings ist er kein Kommissar und läuft außerhalb der Konkurrenz.

Im Vergleich der Kommissare führt Felix Voss aus Nürnberg das Ranking an. Der von Fabian Hinrichs gespielte Hauptkommissar kommt auf ein Monatsgehalt in Höhe von knapp 5.160 Euro. Dahinter folgt der Kölner Hauptkommissar Ballauf mit rund 5.010 Euro. Gespielt wird er von Klaus Behrendt. Das knappe Ergebnis ergibt sich auch aus dem Polizei-Zuschlag, der sich - wie auch die Gesamtbesoldung - je nach Bundesland unterscheidet: In Nürnberg liegt dieser bei 160 Euro pro Monat, in Köln und Münster hingegen bei 130 Euro.

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Diese Tatort-Kommissarin verdient am meisten

Die Top-Verdienerin unter den Frauen ist der Analyse nach die in Nürnberg als Hauptkommissarin arbeitende Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel): Sie bekommt rund 4.440 Euro monatlich und belegt damit den siebten Platz der Gesamtwertung. Die männlichen Tatort-Ermittler nehmen mehr leitende Positionen ein und erhalten in ihren Bundesländern höhere Zuschläge. Somit befinden sie sich eher auf den Spitzenplätzen als ihre Kolleginnen.

Doch hohe Summen schutzen auch nicht vor Fehlern. So kam es beim Dresden-"Tatort" letztens zu Patzern und Wirbel. 

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Für ihre Arbeit als Kommissarin in Kiel erhält Mila Sahin, gespielt von Almila Bagriacik, rund 2.630 Euro brutto pro Monat. Damit landet sie auf dem letzten Platz unter den Serien-Ermittlern. Vor ihr belegen mit knapp 130 Euro beziehungsweise 140 Euro monatlich mehr auf dem Konto ebenfalls Frauen die letzten Plätze: Die Göttinger Kommissarin Anais Schmitz, gespielt von Florence Kasumba, nimmt demnach mit ihren knapp 2.760 Euro Gehalt den vorletzten Platz ein. Auf dem dritten Platz der Kommissare, die am wenigsten verdienen, landet mit monatlichen 2.770 Euro somit Kommissarin Leonie Winkler. Die in Dresden tätige Ermittlerin wird von Cornelia Gröschel gespielt.

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Diese Tatort-Ermittler haben die längste Dienstzeit

Das Gehalt der Kommissare ist unter anderem von ihrem Dienstgrad und somit von der Erfahrung abhängig. Im Vergleich mit den anderen Polizisten steht Hauptkommissarin Lena Odenthal mit 29,6 Jahren Arbeitserfahrung als Dienstälteste an der Spitze. Die von Ulrike Folkerts gespielte Ermittlerin bekämpft in der Serie seit dem Ende Oktober 1989 in Ludwigshafen das Verbrechen. Platz zwei und drei teilen sich mit jeweils 28,4 Jahren Arbeitserfahrung die beiden Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr.

Am wenigsten hat bisher Kommissarin Leonie Winkler in ihrem Beruf gearbeitet: Sie kann lediglich einen Monat Erfahrung vorweisen. Kommissarin Anais Schmitz landet mit drei Monaten Dienstzeit auf dem vorletzten Platz. Ebenso zu den "Frischlingen" zählt Hauptkommissar Jan Pawlak, der seit sieben Monaten in Dortmund Verbrechen aufklärt. Gespielt wird der Ermittler von Rick Okon.

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Tatort-Kommissare leben meist ohne Partner

Kaum Kinder und meist ohne Partner bedeuten Lohneinbußen: Rund 83 Prozent der untersuchten Serien-Ermittler und Ermittlerinnen sind ledig. Davon sind 17 Prozent von ihrem Partner oder Partnerin getrennt oder geschieden. Bei knapp fünf Prozent ist der Lebenspartner bereits verstorben. In einer Ehe leben im Tatort derzeit rund 17 Prozent der Serien-Ermittler.

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Zur Untersuchung: Die Gehälter der Kommissare wurden vom Finanzdienstleister Vexcash mithilfe des Rechners für Tarife des öffentlichen Dienstes und dem Polizei-Zuschlag je nach Bundesland ermittelt. Für die Berechnung der Besoldungsgruppen und -stufen wurde das Alter der Schauspieler sowie die Dienstzeit (Datum der Fernseh-Dienstzeit) hinzugezogen. Stichtag für die Berechnung der Dienstzeit war der 10. Juni 2019. Außerdem wurde der Familienstand sowie die Anzahl an Kindern berücksichtigt und der entsprechende Familienzuschlag ermittelt.

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Nicole Hubert

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. 
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.  © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixab ay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

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