Minusstunden an der Arbeit

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Dass Arbeitnehmer ab und an länger bleiben, ist keine Seltenheit. Aber was ist, wenn es mal weniger Arbeit gibt? Darf der Arbeitgeber dann Minusstunden anordnen?

Eine eindeutige Antwort auf die Frage gibt es nicht. Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht, ordnet ein: "Es kommt darauf an: Was haben die Parteien vereinbart?" Sind feste Arbeitszeiten im Vertrag festgehalten, also zum Beispiel täglich zwischen 8 Uhr und 17 Uhr, könne der Arbeitgeber diese nicht einfach verschieben.

Minusstunden anzuordnen, ist dann nicht möglich. In vielen Unternehmen gebe es aber Arbeitszeitkonten, erklärt Schipp. Wenn der Arbeitgeber entsprechende Vereinbarungen mit Zustimmung des Betriebsrats getroffen hat, können die Minusstunden der Mitarbeiter dort erfasst werden, wenn weniger Arbeit anfällt. Es werde aber meist eine Grenze für Minusstunden vereinbart, wie der Fachanwalt erläutert. Genaue Regelungen dazu seien aber grundsätzlich immer dem Arbeitsvertrag zu entnehmen oder zu vereinbaren, sagt Schipp. dpa

Quelle: Gießener Allgemeine

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