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Die häufigsten Gründe, weshalb sich Arbeitnehmer krankmelden – Corona hat einiges verändert

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Von: Jasmin Farah

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Wer krank ist oder sogar ansteckend, sollte besser das Bett hüten und nicht ins Büro gehen. Doch es sind schon lange nicht mehr Grippe und Erkältung, warum Beschäftigte zu Hause bleiben.

Laut einer DAK-Studie fehlten Arbeitnehmer 2021 wegen Krankschreibung etwa 15 Arbeitstage. Generell gehen die Deutschen sehr oft zum Arzt, während etwa die Schweden hingegen nur etwa dreimal im Jahr in der Praxis anzutreffen sind. Doch was sind die Gründe, warum sich deutsche Beschäftige einen gelben Schein holen?

Krankschreibungen aufgrund von Rückenbeschwerden immer noch Spitzenreiter

Diese stehen meist verschlüsselt auf der Krankmeldung, die für die Krankenkasse oder einen selbst bestimmt sind, doch der Arbeitgeber darf nicht erfahren, was dem Arbeitnehmer genau fehlt. Meldet sich also ein Angestellter krank, hat der Chef kein Recht darauf, zu erfahren, woran er leidet.

Auf welche Corona-Symptome Geimpfte achten sollten.
Wer krank ist, sollte besser zu Hause bleiben – der eigenen Gesundheit zuliebe. © Patrick Pleul/dpa

Allerdings zeigen Gesundheitsberichte der Krankenkassen, dass psychische Erkrankungen hierzulande auf dem Vormarsch sind. Sind sie allerdings auch der Hauptgrund bei den Krankschreibungen? Hier eine Auflistung nach Häufigkeit:

Platz 1: Muskel- und Skeletterkrankungen

Ganz vorn mit dabei sind Rückenbeschwerden, wie auch die Jahre zuvor. Sie machen mit 23,2 Prozent ein Fünftel aller Arbeitsausfälle aus. Besonders häufig klagten Betroffene über Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Viele sind etwa durch Haltungsschäden verursacht. Deren Symptome lassen sich allerdings frühzeitig erkennen und mit wenig Aufwand, wie zum Beispiel regelmäßigem Sport oder Bewegung, gut vorbeugen.

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Platz 2: Psychische Erkrankungen

Depressionen, Angststörungen und Co. haben 19 Prozent aller Krankmeldungen 2021 ausgemacht. Ein besorgniserregender Trend: Im Vergleich zum Vorjahr sind sie erneut um 1,4 Prozent gestiegen. Demnach sollen psychische Erkrankungen einen traurigen, neuen Höchststand erreicht haben. Depressionen sollen allein bereits 108 Fehltage ausmachen. Ein Erklärungsversuch ist die anhaltende Corona-Pandemie. Besonders in den ersten beiden Jahren und auch aufgrund der Lockdowns seien besonders viele Menschen einsam, gestresst und angespannt gewesen. Außerdem könnte es auch daran liegen, dass psychische Erkrankungen nicht mehr so stark stigmatisiert sind und sich mehr Menschen trauen, darüber offen zu sprechen.

Platz 3: Atemwegserkrankungen

Schnupfen, Husten, Nase läuft: Die Zahl der Fehltage aufgrund akuter Atemwegserkrankungen ist im Vergleich zu den Vorjahren von 15 auf zehn Prozent gefallen. Dass diese gesunken ist, lässt sich unter anderem auch durch die verstärkten Corona-Maßnahmen der letzten beiden Jahre erklären. Sicherheitsabstand, das Maske-Tragen und häufiges Händewaschen haben sicherlich dazu beigetragen, dass andere Krankheitserreger eine geringere Chance hatten, sich auszubreiten.

Hinzu kommt, dass sich noch immer Mitarbeiter hustend oder mit verschnupfter Nase zur Arbeit schleppen. Dadurch stecken sie allerdings weitere Mitarbeiter an und sorgen dafür, dass noch mehr ausfallen. Daher empfiehlt es sich in solchen Fällen, sich besser krankschreiben zu lassen und den Kollegen zuliebe zu Hause zu bleiben.

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