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Freelancer haben in der Regel mehrere Auftraggeber. Mit der Akquise von Aufträgen sollten Gründer so früh wie möglich beginnen,

Doktorarbeit

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Sich unvorbereitet selbstständig machen, kann eigentlich nur schiefgehen. Wer bestimmte Grundregeln befolgt, entgeht aber den größten Fallstricken.

Das Leben als Freelancer stellt sich so mancher viel schöner vor als das Angestelltenverhältnis. Als Illustrator, Gestalter oder Programmierer etwa hat man ja alle Freiheiten, oder? Zu Hause in Jogginghose gemütlich ein paar Aufträge bearbeiten, dann mit Freunden zum Kaffee treffen und zu Feierabend noch ein paar E-Mails beantworten. Wer sich als Freiberufler behaupten will, muss aber sich und seinen Arbeitsalltag besonders gut organisieren. Diese Punkte sollten Freelancer dabei beachten:

Business-Plan erstellen:Vor dem Leben als Freelancer heißt es erst einmal: eine Geschäftsidee entwickeln und einen Business-Plan erstellen. Beides sollte mit einem Gründungsberater diskutiert werden. "So kann ich Feedback erhalten, ob die eigene Geschäftsidee tatsächlich tragfähig ist", sagt Andreas Lutz. Er ist Vorsitzender des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) mit Sitz in München.

Das Geld im Blick behalten:Wer sich selbstständig macht, benötigt in aller Regel in der Anfangsphase Geld. Denn es dauert eine Weile, bis das Geschäft einen Gewinn abwirft. Kapitalgeber können zum Beispiel Banken sein. "In vielen Fällen bietet es sich an, erst einmal im Nebenerwerb mit der beruflichen Selbstständigkeit zu starten", rät Hamid Rezai vom Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. So kommt durch die hauptberufliche Tätigkeit Geld in die Kasse, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Zugleich können sie im Nebenerwerb testen, ob ihr Geschäftsmodell ankommt und sich unter dem Strich rechnet. Für Selbstständige kann zudem ein Geschäftskonto Sinn ergeben. Darauf sollte sich eine größere Summe befinden - mindestens drei der im Business-Plan kalkulierten Monatsnettoverdienste.

Auftraggeber suchen:"Mit der Akquise von Aufträgen sollte so früh wie möglich begonnen werden", rät Lutz. Nicht selten sei der letzte Arbeitgeber oder einer dessen Konkurrenten der erste größere Auftraggeber. In einem solchen Fall heißt es aber: Aufpassen und sich noch weitere Auftraggeber ins Boot holen. Sonst könnte ein Gründer auf Dauer als arbeitnehmerähnlich damit scheinselbstständig gelten - und wäre dann Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit Auftraggebern kommen Freelancer etwa auf Branchenveranstaltungen oder Messen in Kontakt. "Ein Vorteil ist auch, wenn Selbstständige über ein möglichst weites Netzwerk verfügen", sagt Rezai. Ebenfalls wichtig ist ein eigener Online-Auftritt.

Ausreden vermeiden:"Eine To-do-Liste für jeden Tag, welche Vorhaben konkret Priorität haben und welche nur bei einem Zeitüberhang angegangen werden, ist das A und O für jeden Selbstständigen", erklärt Baum. Zeichnet sich ab, dass sich die Abgabe eines Projekts verzögert, sollten Selbstständige dem Kunden so früh wie möglich Bescheid sagen. Dabei sollten Freelancer ehrlich die Gründe für die Verspätung benennen. Sonst wirken sie schnell unglaubwürdig und verlieren womöglich Auftraggeber.

(dpa). Wer einen Doktortitel anstrebt, sollte die Dissertation aus den richtigen Gründen angehen. Darauf weist die Zeitschrift "Zeit Campus" in einem Ratgeber zum Thema hin. Es ist zum Beispiel der falsche Ansatz, eine Promotion anzuschließen, nur weil man als Hochschulabsolvent gerade keinen besseren Plan hat. Wer die Dissertation angeht, weil er keinen Job findet, wird auf lange Zeit nicht glücklich werden. Besonders in schwierigen Momenten führe das zu Unzufriedenheit und Zweifeln, heißt es in dem Ratgeber. Im schlimmsten Fall bricht der Promotionskandidat vorzeitig ab. Denn eine Doktorarbeit erfordert viel Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Auch eine Anfrage des Professors könne zwar eine erste Bestätigung sein, sollte aber nicht der Grund sein, eine Doktorarbeit zu schreiben. Vielleicht sprechen andere Pläne dagegen, die Promovierende zugunsten des Projekts aufschieben müssten? Deshalb gilt: Keine Scheu haben, dem Professor abzusagen, wenn man nicht endgültig überzeugt ist.

Quelle: Gießener Allgemeine

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