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Bei anhaltenden Schmerzen am künstlichen Knie- oder Hüftgelenk hat, sollte umgehend zum Arzt gehen. Foto: Sven Hoppe

Kontrolle ist besser

Beschwerden in der Prothese schnell abklären lassen

Schmerzen im künstlichen Gelenk sollten Patienten ernst nehmen. Egal ob sie direkt nach der Operation auftreten oder erst Jahre später. In jedem Fall sind die Symptome ein Grund, zum Arzt zu gehen.

Stuttgart (dpa/tmn) - Wer anhaltende Schmerzen am künstlichen Knie- oder Hüftgelenk hat, sollte umgehend zum Arzt gehen und das abklären lassen. Das gilt ebenso für Rötungen und Schwellungen des Gelenks.

Denn dahinter kann eine Infektion stecken. Und diese sollte so schnell wie möglich behandelt werden. Denn eine realistische Chance, um sie mit Antibiotika in den Griff zu bekommen, bestehe lediglich in den ersten drei Wochen nach Beginn der Symptome, erklärt Prof. Rudolf Ascherl, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik. Im schlimmsten Fall drohen langwierige Behandlungen mit Operationen.

Infektionen könnten durchaus Jahrzehnte nach der Implantation auftreten. Die möglichen Ursachen sind vielfältig: Selbst durch eine kleinere Verletzung beim Heimwerken gelangen mitunter Bakterien ins Blut und darüber zum Implantat, das sich als unbelebter Fremdkörper nicht selbst vor der Besiedlung durch diese Erreger schützen könne. Deshalb blieben Bakterien dort bevorzugt haften und könnten sich ungestört vermehren, erläutert Ascherl. Bereits verhältnismäßig wenige Keime lösen eventuell eine ernsthafte Infektion aus.

Träger eines künstlichen Gelenks sollten aus diesem Grund auch kleinere Wunden immer gut desinfizieren und beobachten, wie diese verheilen. Ascherl empfiehlt ihnen generell, ihren Körper ihr Leben lang von Kopf bis Fuß besonders aufmerksam zu pflegen.

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