Hausgemachter Kirschkuchen in Backform auf Holztisch.
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Beim Kuchenbacken ist man manchmal unsicher: Ist der Teig schon durch? Die Stäbchenprobe schafft Abhilfe!

Stäbchenprobe

Mit dieser Methode backen Sie Kuchen und Brot auf den Punkt

  • Maria Dirschauer
    vonMaria Dirschauer
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Nie wieder roher Teig oder angebranntes Gebäck: Mit diesem Trick können Sie herausfinden, ob der Teig noch im Ofen bleiben muss oder fertig ist.

In Kuchenrezepten* liest man häufig die Anweisung „Gegen Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen“. Aber was ist das eigentlich? Kuchen backen ist – je nach Rezept – gar nicht so schwer. Doch selbst an dem Punkt, wenn man gar nicht viel tun muss, weil der Kuchen alleine im Ofen bäckt, kann einiges schief laufen. Denn jeder Backofen ist anders und auch die Kuchenform kann sich auf die Backdauer auswirken. Daher kann die Backzeit, die im Rezept angegeben wird, von Ofen zu Ofen etwas variieren. Holen Sie das Gebäck zu früh heraus, ist der Teig noch matschig. Lassen Sie es zu lange im Ofen, wird der Teig trocken oder brennt im schlimmsten Fall oben schon an. Abhilfe schafft da die Stäbchenprobe. Wie sie genau funktioniert, lesen Sie hier.

Probieren Sie auch: Mit diesem Trick geht Hefeteig schneller auf.

Ist der Kuchen schon durch? Stäbchenprobe für Rührteig und Muffins

  • Die Stäbchenprobe klappt am besten bei Rührteig und Muffins.
  • Beginnen Sie rund fünf Minuten vor Ende der empfohlenen Backzeit.
  • Nehmen Sie einen Schaschlikspieß aus Holz, alternativ einen Zahnstocher, und stechen Sie damit in die Mitte des Kuchens.
  • Betrachten Sie den Spieß genau: Kleben noch Teigreste daran, muss der Kuchen noch eine Weile im Ofen backen. Dann wiederholen Sie die Stäbchenprobe nach etwa 5 Minuten noch einmal. Säubern Sie dazu das Holzstäbchen bzw. tauschen Sie es aus.
  • Wenn das Holzstäbchen beim erneuten Versuch sauber herauskommt, ist der Kuchen gar und Sie können ihn aus dem Ofen holen.

Wenn der Teig beginnt, oben dunkel zu werden, laut Stäbchenprobe aber noch eine Weile backen muss, decken Sie den Kuchen mit einem Blatt Backpapier oder Alufolie ab. So kann die Oberfläche nicht anbrennen.

Auch interessant: Mit einem einfachen Tipp backen Sie immer die besten Muffins.*

Ist der Teig durch? – Garprobe für Biskuitteig: Drucktest

Bei Kuchen aus Biskuitteig, zum Beispiel einer leckeren Biskuitrolle*, können Sie sich außerdem mit einer weiteren Probe behelfen: dem Drucktest. Dazu üben Sie mit der flachen Hand leichten Druck auf die elastische Teigoberfläche aus. Wenn der Biskuit fertig ist, sollte er sich nicht mehr feucht anfühlen und gibt bei leichtem Druck nach, ohne dass Dellen zurückbleiben. Wenn der Teig sehr trocken und fest ist, war er zu lange im Ofen. Daher lieber einmal öfter gegen Ende der angegeben Backzeit eine Garprobe machen!

Ist das Brot fertig? – Garprobe mittels Klopftest

Beim Brotbacken wiederum ist eine Stäbchenprobe nicht empfehlenswert. Stattdessen können Sie den Klopftest machen: Nehmen Sie das Brot kurz aus dem Ofen und klopfen Sie leicht mit dem Finger gegen die Unterseite. Wenn es sich hohl anhört, ist das Brot fertig. Ansonsten backen Sie es noch für einige Minuten und wiederholen dann die Garprobe. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Genialer Tipp: So teilen Sie Kuchen immer in perfekte Stücke – ohne Messer.

Lebensmittel, die alle ständig verwechseln: Kennen Sie den Unterschied?

Lauch (Porree) und Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln) sehen ähnlich aus, sind aber verschiedene Gemüse.
Lauch und Porree sind dasselbe, genauso wie Frühlings- oder Lauchzwiebeln dassele Gemüse bezeichnen. Auch wenn Frühlingszwiebeln wie eine Mini-Version von Lauch aussehen, sollten Sie sie in Rezepten nicht verwechseln. Lauch ist eher für Suppen und zum Kochen geeignet, während kleine Frühlingszwiebeln auch roh in Salaten oder als Garnitur verwendet werden können. © Moradoheath/imago-images
Natron ist nicht 1:1 mit Backpulver ersetzbar.
Natron oder Backpulver: Mit beiden Zutaten geht Teig gut auf. Dennoch sind sie nicht 1:1 austauschbar. Wenn in amerikanischen Rezepten von Baking Soda die Rede ist, ist Natron gemeint. Natron alleine braucht bei der Teigzubereitung noch eine Zutat mit Säure, um reagieren zu können. Deshalb finden sich in Backrezepten mit Natron etwa saure Sahne, Buttermilch oder Joghurt. Sie sollten also nicht beliebig Natron und Backpulver austauschen beim Backen.  © Coprid/imago-images
Symbolbild zum Thema Kuchen backen: Backpulver wird zum Mehl in einem Sieb in einer Rührschüssel gegeben.
Natron ist zwar auch in Backpulver enthalten, dieses enthält aber auch Stärke und Säure, um seine auflockernde Wirkung zu entfalten.  © Petra Schneider-Schmelzer/imago-images
Mandarine oder Clementine? Das ist hier die Frage.
Mandarinen und Clementinen sind beides Zitrusfrüchte in einer handlichen Größe. Doch Synonyme sind sie nicht. Mandarinen sind die Ursprungsfrüchte aus China. Sie haben eine runde Form, Kerne und eine lose Schale. Clementinen sind ein wenig flacher, haben weniger Kerne und eine dünnere Schale, wodurch sie schwerer zu schälen sind. © imago-images
Pizza mit Rucola
Rucola ist kleiner als Löwenzahn. Spätestens beim Geschmack werden Sie auch einen Unterschied bemerken: Rucola ist milder ... © Rachel Annie Bell/imago-images
Aus Löwenzahn lässt sich gesunder Tee kochen.
... während die dicken Blätter des Löwenzahns sehr bitter schmecken und deshalb meist gegart werden. © Madeleine Steinbach/imago-images
Schmand-Becher von Tegut.
Saure Sahne und Schmand haben eine ähnliche Konsistenz: cremig und fest. Schmand schmeckt milder, ist weniger säuerlich und die löffelfeste Variante von ... © Rüdiger Wölk/imago-images
Dip mit Speisequark, Schmand.
... saurer Sahne, die wiederum mehr Fett enthält. Beides eignet sich zum Verfeinern von Saucen oder zum Backen. © imago-images
Blaubeeren oder Heidelbeeren.
Blaubeeren oder Heidelbeeren: Die europäische Wald-Heidelbeere hat kleinere Früchte mit dunklem Fruchtfleisch, die nordamerikanische Blaubeeren (auch Kultur-Heidelbeeren) hingegen sind größer und haben helles Fruchtfleisch. © Kantaruk Agnieszka/imago-images
Ein Bündel Bärlauch
Vorsicht, wenn Sie im Frühjahr gerne selbst Bärlauch sammeln gehen! Achten Sie darauf, die richtigen Blätter zu pflücken. Die sehen denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen nämlich sehr ähnlich, diese sind aber giftig! Ein guter Hinweis ist der knoblauchähnliche Bärlauchgeruch, wenn Sie ein Blatt zwischen den Fingern reiben. © Achim Sass/imago-images

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