+
Wird Bitcoin bald durch eine bessere Version ersetzt?

In den USA

Dieses Kryptogeld besitzt etwas, mit dem es Bitcoin in den Schatten stellen will 

Der Bitcoin ist seit einigen Monaten kurstechnisch am Straucheln. Dennoch haben sich Top-Professoren aus den USA zusammengetan, um ihn weiter voranzutreiben.

Zu alt, zu langsam, zu innovativ: Die beliebte Kryptowährung Bitcoin musste in den vergangenen Monaten sehr viel Kritik einstecken. Besonders die Tatsache, dass nur wenige Transaktionen teils "schleppend" abgewickelt werden konnten, brachte auch viele Anhänger immer wieder auf die Palme.

Bitcoin 2.0? US-Professoren tüfteln an Kryptowährung "Unit-e"

Dass das so wichtige und ersehnte Bitcoin-Update SegWit2x ständig verschoben wurde, verschärft das Bangen, ob die Kryptowährung überhaupt zukunftsträchtig ist. Doch genau hier wollen laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg nun renommierte Professoren ansetzen - und eine eigene Digitalwährung kreieren, die schneller und besser als Bitcoin sein soll. Das sogenannte Krypto-Geld "Unit-e" soll Angaben zufolge 10.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können. Zum Vergleich: Bitcoin schafft gerade mal drei bis sieben.

Video: Was ist eigentlich Bitcoin?

Die Professoren von sieben US-Universitäten, darunter das Massachusetts Institute of Technology, die Stanford University und die University of California sind sogar der Meinung, dass "Unit-e" Transaktionen schneller als Visa verarbeiten könnte. Letzteres schafft stolze 1.700 Transaktionen pro Sekunde. Wird "Unit-e" Bitcoin als Zahlungsmittel bald den Rang ablaufen? Angeblich soll die neue virtuelle Münze bereits Ende 2019 in den USA eingeführt werden.

Auch interessant: Experten decken Erstaunliches auf: So viel soll Bitcoin wirklich wert sein.

Schneller, besser: Neben "Unit-e" bekommt Bitcoin einen weiteren Konkurrenten

Doch auch Bitcoin-Anhänger sollen schon seit einiger Zeit über eine Weiterentwicklung des Bitcoins diskutieren. Die Kryptowährung mit dem Namen "Lightning" soll gegenüber dem Vorgänger allerdings den Vorteil haben, dass nicht mehr alle Transaktionen in der Blockchain festgehalten werden müssen. Gegner kritisieren allerdings dass dies das Bitcoin-Netzwerk zu komplex gestalten könnte.

Lesen Sie auch: Finanzexperte enthüllt: Wird Bitcoin in zehn Jahren etwa so viel wert sein?

jp

Diese Finanzgurus wettern gegen Bitcoin - und sagen ihm DAS voraus

Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken.
Jordan Belfort, auch genannt der "Wolf of Wall Street", verriet vor kurzem in einem Interview, dass er keine Zukunft für den Bitcoin sehe. Die Kryptowährung sei dem berüchtigten Hochstapler, der wegen Geldwäsche und Wertpapierbetrugs 22 Monate im Gefängnis saß, einfach zu unsicher. Der heutige Motivationstrainer investiere daher lieber in Gold. Dennoch findet er die Blockchain-Technologie dahinter sehr spannend und kann sich eine Digitalwährung an sich vorstellen, betonte er. Allerdings ausgehend von den Zentralbanken. © picture alliance / dpa / Robin Van Lonkhuijsen
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien.
James "Jamie" Dimon zeigte sich vor kurzem öffentlich sehr ungehalten, als die Sprache auf den Bitcoin kam. Der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase hält die Kryptowährung für überbewertet und bezeichnete sie sogar als "Betrug". Außerdem drohte er Mitarbeitern, die mit dem Cybergeld Handel treiben würden, sie sofort zu entlassen, da sie "dumm" seien. © Pixabay
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen.
Warren Buffett gilt als einer der einflussreichsten Investoren weltweit. Doch auch der 87-jährige Milliardär hält nichts vom Bitcoin. Bereits 2014 sagte er in einem Interview mit CNBC, dass die Kryptowährung reine "Abzocke" sei. Er rät sogar, sich von dem Cybergeld fernzuhalten, da es keinen großen inneren Wert habe. Zwar ist der Kurs seitdem enorm angestiegen - dennoch investiert er lieber weiter in (Apple-)Aktien und ist nun sogar zum Hauptaktionär der Bank of America aufgestiegen. © picture alliance / dpa / Larry W. Smith
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht.
Axel A. Weber ist seit 2012 Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS Group AG. Auch er sieht den Aufstieg von Bitcoin kritisch - und bezeichnete sie jüngst als bloße "Transaktionswährung". Doch für einen Notenbanker wie ihn müsse eine richtige Währung mehrere Funktionen erfüllen. Unter anderem müsse sie allgemein akzeptiert sein, als Wertaufbewahrung und offizielles Zahlungsmittel dienen. Daher vertraue er dem Cybergeld nicht. © picture alliance / dpa / Thomas Delley

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare