Lohnsteuerhilfe, Steuerberater oder Steuersoftware geltend machen

Steuererklärung einfach machen lassen? Wie Sie die Kosten für Steuerberater und Lohnsteuerhilfe absetzen

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Sie vertrauen in Hinblick auf die Steuererklärung auf einen Steuerberater? Wie Sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben, erfahren Sie hier.

Am 31. Oktober 2021 wird die Steuererklärung fürs Jahr 2020 fällig. Wer sich das Ausfüllen der (Online-)Formulare nicht selbst zutraut, kann sich an einen Steuerberater wenden. Sie scheuen die Kosten? Lassen Sie sich dadurch nicht abschrecken: Die meisten Steuerberatungskosten lassen sich in der Einkommenserklärung wieder absetzen, informiert das Newsportal ntv. Und nicht nur das: Neben den Kosten für den Steuerberater können Sie auch Zahlungen an den Lohnsteuerverein, Beträge für Fachbücher zum Thema sowie Online-Steuer-Programme in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Letztere beiden Posten könne man sogar komplett von der Steuer absetzen*, informiert das Portal Finanztip.de. Prinzipiell seien alle Ausgaben für die Steuerberatung absetzbar, die bei der Ermittlung der Einkünfte anfallen. Geben Sie Ihre Kosten dafür als Werbungs- oder Betriebskosten an.

Nicht abgesetzt werden können Steuerberatungskosten, die den Bereich der privaten Lebensführung betreffen, wie ntv weiter informiert. Doch was zählt zu den Kosten der privaten Lebensführung? Darunter versteht das Finanzamt alles, was in den Bereich der Anlagen „Kind“, „Unterhalt“, „Altersvorsorge“ und „Vermögenswirksame Leistungen“ fällt. Diese Anlagen haben nichts mit der Ermittlung der Einkünfte zu tun und sind demzufolge auch keine Werbungskosten, so Finanztip.de. Leiste man sich dennoch einen Steuerberater, um diese Formulare auszufüllen, seien das laut Bundesfinanzhof keine unvermeidbaren Ausgaben, sondern Kosten der privaten Lebensführung.

Wer die Steuererklärung scheut, kann sich an einen Steuerberater wenden.

Steuerberater von der Steuer absetzen: Wie gehe ich vor?

Wie ntv berichtet, können Sie folgende anfallende Steuerberatungskosten als Betriebsausgabe absetzen: Anlage G (Gewerbebetrieb), Anlage S (selbstständige Arbeit), Anlage EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) und Anlage L (Land- und Forstwirtschaft). Als Werbungskosten können unter anderem folgende Ausgaben angegeben werden: Anlage N (nicht selbstständige Arbeit), Anlage V (Vermietung und Verpachtung), Anlage KAP (Kapitalvermögen) oder Anlage R (Renten).

Finanztip.de empfiehlt, den Steuerberater zu bitten, beruflich und privat veranlasste Kosten in seiner Rechnung getrennt ausweisen. Das Finanzamt akzeptiere Ausgaben, die sowohl dem beruflichen als auch dem privaten Bereich zugeordnet werden können, bis zu einer Höhe von 100 Euro als Mischkosten, heißt es weiter. Diese Mischkosten können vollständig als Werbungskosten abgesetzt werden. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Steuererklärung 2020: Neues Datum für Abgabefrist in diesem Jahr bekannt

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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