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Den Fünftürer Skoda Roomster zeichnete bis zu seinem Ende 2015 eine hohe Variabilität im Innenraum aus. Foto: Skoda/dpa-tmn

Variabler Innenraum

Der Skoda Roomster das Familienauto

Das Familien- und Freizeitauto eignet sich gut für Eltern mit Nachwuchs und Sportlern mit sperrigem Gerät. Die Modellpflege brachte 2010 viele technische Verbesserungen.

Berlin (dpa/tmn) - Roomster kommt von Raum, und davon hat der Skoda einiges zu bieten. Sein Ladevolumen ist dabei gar nicht so beeindruckend. Eher, wie es sich nutzen lässt, denn der Innenraum ist sehr variabel.

Trotz seiner Talente als Familien- und Freizeitauto hat Skoda das Modell inzwischen eingestellt und baut lieber SUV. Wer einen Gebrauchten sucht, sollte sich nach einem Facelift-Exemplar umschauen. Denn mit der Modellpflege wurde vieles besser.

Modellhistorie: Der Roomster kam 2006 auf den Markt, wo er sich irgendwo zwischen Hochdachkombi und Minivan einsortierte. Seine Fans fand er etwa bei Eltern mit Nachwuchs und Sportlern mit sperrigem Gerät. Die Modellpflege brachte 2010 viele technische Verbesserungen. Das Design wurde aufgefrischt, der Vorderwagen erneuert, und es gab neue Motoren. 2015 lief der letzte Roomster vom Band.

Abmessungen: 4,21 m x 1,68 m x 1,61 bis 1,65 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 480 l bis 1810 l.

Karosserievarianten: Der Fünftürer mit hohem Dach und fünf Sitzplätzen zählt zur Klasse der Kleinwagen.

Stärken: Variabilität - die Sitze lassen sich nicht nur umklappen, sondern auch verschieben und ausbauen. Sein Fahrwerk ist straff, aber nicht unkomfortabel. Bei der Hauptuntersuchung (HU) schneiden die Modelle ab 2010 laut "Auto Bild Tüv Report 2019" besser ab. Bremsleitungen und Feststellbremse gelten als solide, bei der Abgasuntersuchung (AU) macht das Auto fast nie Probleme. Sparsam fahren vor allem die Dreizylindermotoren.

Schwächen: In erster Linie die älteren Modelle machen bei der HU keine gute Figur. Ab der vierten HU wird die Fußbremse überdurchschnittlich oft bemängelt. Die älteren Roomster plagen zudem häufig marode Achsen. Hauptmanko beim Facelift-Modell ab der ersten HU sind die allzu oft verschlissenen Bremsscheiben, auch verstellte Scheinwerfer werden früh diagnostiziert. Ab der dritten HU schwächeln die Antriebswellen.

Pannenverhalten: Mit Blick auf seine Pannenstatistik schreibt der ADAC: "Der Roomster schneidet durchweg gut ab." Vor allem Modelle vom Baujahr 2009 bis 2012 erforderten demnach Hilfe durch die Pannenhelfer: Schwerpunkte waren dabei Probleme mit Zündkabeln (2010-2012), Zündkerzen (2009) und Zündkerzensteckern (2010).

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 51 kW/70 PS bis 77 kW/105 PS; Diesel (Drei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 55 kW/75 PS bis 77 kW/105 PS.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Roomster 1.2 12V HTP Active (2015); 51 kW/70 PS (Dreizylinder); 59 000 Kilometer; 7500 Euro - Roomster 1.2 TSI Ambition (2013); 77 kW/105 PS (Vierzylinder); 85 000 Kilometer; 7700 Euro - Roomster 1.6 TDI DPF Ambition (2012); 77 kW/105 PS (Vierzylinder); 117 000 Kilometer; 6050 Euro

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