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Voller Akku in wenigen Minuten: In China laden E-Autos in Höchstgeschwindigkeit

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Von: Ines Alberti

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In Wechselstationen sollen in China die Akkus von E-Autos ausgetauscht werden.
In Wechselstationen sollen in China die Akkus von E-Autos ausgetauscht werden. © Geely

E-Autos aufzuladen, dauert bisher seine Zeit und ist nicht überall möglich. In China soll nun ein neues Konzept geben: Akkus unterwegs wechseln statt aufladen.

Update vom Montag, 28.02.2022, 14.50 Uhr: Der Vorstoß des weltweit größten Batterieherstellers, des chinesischen Unternehmens Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. hat die Alternative zum Aufladen von Elektrofahrzeugen ins Rampenlicht gerückt. Mit der neuen Methode, dem Tausch der E-Akkus, soll das lästige Aufladen von E-Autos wegfallen.

Das funktioniert wie folgt: Das Elektroauto wird in eine Kabine gefahren, wo die leere Batterie aus dem Auto entfernt und durch ein voll geladenen Akku ersetzt wird. In den neuesten Anlagen in China ist der gesamte Prozess automatisiert und kann in wenigen Minuten abgeschlossen werden. Die Kunden entrichten entweder eine monatliche Gebühr oder zahlen nach Bedarf. Die Kosten sind zwar in der Regel höher als bei Schnellladediensten, aber immer noch billiger als ein voller Tank in einem mit Benzin betriebenen Auto.

YouTube-Videos aus China zeigen, wie ein Batteriewechsel wenigen Minuten abgeschlossen ist, einschließlich des Manövrierens des Fahrzeugs in die Wechselstation. Zum Vergleich: Selbst Teslas Schnellladenetz benötigt mindestens eine halbe Stunde, um eine Batterie vollständig aufzuladen. Der Tausch der E-Akkus kann vor allem für Menschen, die längere Strecken mit ihren E-Akkus zurücklegen wollen, eine enorme Erleichterung sein. Zudem kann die neue Möglichkeit bislang kritischen Verbrauchern einen Umstieg zur E-Mobilität hin schmackhaft machen. Fraglich ist nur, ob und wann dieses neue Konzept auch bei uns ins Europa umgesetzt wird.

Voller Akku in wenigen Minuten: E-Autos in China in Höchstgeschwindigkeit laden

Erstmeldung vom Samstag, 14.05.2021 16.47 Uhr: Viele Verbraucher empfinden das Aufladen der Akkus bei E-Autos als großes Manko. Erst kürzlich förderte eine Studie zutage, dass jeder fünfte Besitzer eines E-Autos dieses wieder abgibt oder kein weiteres kauft - ein Hauptgrund war das unbequeme Aufladen der Akkus. Doch warum aufladen, wenn man auch auswechseln kann? China macht es vor: Drei Konzerne haben sich zusammengetan, um einen Akkutausch unterwegs möglich zu machen, wie das Tech-Portal „Giga“ berichtet.

Demnach haben die Elektroauto-Hersteller Nio, Beijing Electric Vehicle und Geeley zusammen mit der Regierung in China ein Konzept ausgearbeitet, nach dem flächendeckend Stationen für einen Akkutausch entstehen sollen. Ab 1. November gelte der Standard. In zwei Provinzen testet der Hersteller Geely bereits 39 Wechselstationen. Im Jahr 2023 sollen es 200 Stationen sein. Laut dem Unternehmen habe man sich bereits auf weitere 1000 Stationen in ganz China verständigt.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 15.05.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

E-Auto: Akku wechseln statt aufladen

Eine App soll Autofahrern anzeigen, wo die nächste Station liegt und wie viele Akkus dort zur Verfügung stehen. Bei Geely soll in unter 60 Sekunden der leere Akku entnommen und ein voller eingesetzt werden. Bei Nio dauert der Prozess drei Minuten. Zudem können sich Verbraucher laut Giga entscheiden, wie groß der neue Akku sein soll, abhängig davon, ob man mit dem E-Auto eine kurze oder weite Strecke zurücklegen möchte.

Um den Akku wechseln zu lassen, fährt man in ein Häuschen, das einer Waschanlage ähnelt. Eine Vorrichtung im Boden wechselt die Batterie automatisch, wie ein Video des Unternehmens Geely zeigt. Die ganze Anlage sei feuerfest. Sensoren, die Fehler an den Batterien erkennen, sollen für Sicherheit sorgen.

Das Konzept könnte nicht nur die Aufladeproblematik abschwächen, sondern auch den Preis der E-Autos drücken, heißt es von Geely. Gehöre der Akku nicht mehr dem Besitzer selbst, werde das Auto günstiger. Für die Wechselbatterien sei ein Abo-System denkbar. (ial)

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