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Baerbock und Habeck nun beliebteste Politiker – FDP rutscht in Umfragen in bedrohliche Zone

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Von: Andreas Schmid

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Grünen-Parteitag in Bonn: Annalena Baerbock und Robert Habeck müssen sich auf Konflikte einstellen.
Annalena Baerbock und Robert Habeck führen das Beliebtheitsranking im ZDF-„Politbarometer“ an. © Frank Ossenbrink/Imago

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die Union klar gewinnen. Die Grünen wären zweitstärkste Kraft – stellen aber die beliebtesten Politiker des Landes.

Berlin – Bundeskanzlerin Annalena Baerbock; vor gut eineinhalb Jahren war dieses Szenario keineswegs utopisch. Kurz nachdem die Grünen Baerbock zu ihrer Kanzlerkandidatin ausgerufen hatten, lag die Ökopartei in Umfragen auf Platz eins. Knapp vor der Union und deutlich vor der SPD. Dann folgte der Baerbock-Absturz, die zwischenzeitlichen 25 Prozent schmolzen auf 14,8 Prozent bei der Bundestagswahl dahin. Für die Regierung reichte es trotzdem, den ganz großen Coup verpasste Baerbock jedoch. Nun ist sie beliebt wie nie zuvor.

Politiker-Ranking: Baerbock beliebt wie nie - Scholz hinter Habeck

Knapp 14 Monate nach der Bundestagswahl ist Baerbock laut ZDF-„Politbarometer“ die beliebteste deutsche Politikerin. In der am Freitag veröffentlichten Politiker-Top-Ten belegt sie erstmals den ersten Platz. Auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf, mit der Politikerinnen und Politiker nach Sympathie und Leistung beurteilt werden, kommt die Ministerin auf den Wert 1,0.

Dahinter folgt in der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen Parteifreund Robert Habeck. Kanzler Olaf Scholz erreicht den dritten Platz vor Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD). Die weiteren sechs Politikerinnen und Politiker werden allesamt negativ bewertet.

Annalena Baerbock (Grüne)1,0
Robert Habeck (Grüne)0,9
Olaf Scholz (SPD)0,5
Karl Lauterbach (SPD)0,1
Markus Söder (CSU)-0,2
Christian Lindner (FDP)-0,2
Friedrich Merz (CDU)-0,4
Christine Lambrecht (SPD)-0,5
Sahra Wagenknecht (Linke)-0,8
Alice Weidel (AfD)-2,5

Umfragen: FDP muss um Bundestagseinzug zittern – Union klar vor SPD und Grünen

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, müsste die FDP neuen Umfragen zufolge um den Einzug ins Parlament zittern. Sowohl beim ZDF-„Politbarometer“ als auch bei der aktuellen Sonntagsfrage des Instituts Yougov kam die Partei lediglich auf 5 Prozent – je ein Prozentpunkt weniger als in den vorherigen Befragungen. Der jüngste ARD-„Deutschlandtrend“ von Infratest dimap sah die Liberalen hingegen bei 7 Prozent (+1). Alle drei Umfragen wurden am Freitag veröffentlicht. Bei der Bundestagswahl 2021 hatte die FDP 11,5 Prozent der Stimmen erhalten.

Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würde die Union den drei Umfragen zufolge mit 28 bis 29 Prozent stärkste Kraft. 19 bis 22 Prozent der Befragten gaben an, die Grünen wählen zu wollen. Dahinter käme die SPD mit 18 bis 19 Prozent. 14 bis 16 Prozent der Wahlberechtigten würden sich demnach für die AfD entscheiden, zwischen 4 und 7 Prozent für die Linke. (as/dpa)

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