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Schwere Verluste für Russland: Mehrere russische Militärstützpunkte zerstört

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Von: Helena Gries, Karolin Schäfer, Diana Rissmann, Vincent Büssow, Jan-Frederik Wendt, Christian Stör

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Russland muss im Ukraine-Krieg herbe Verluste hinnehmen. Ukrainische Truppen haben russische Offensiven zurückgeschlagen und mehrere Militärstützpunkte zerstört.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen zu Verlusten im Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 21.40 Uhr: Auch in der besetzten Region Luhansk waren nach dem Angriff auf einen Militärstützpunkt mehrere laute Explosionen zu hören. In der Kleinstadt Swatowe sei ein als Militärbasis umgenutztes ehemaliges Agrargelände in Folge des Angriffs in Flammen aufgegangen. Ein Großteil der Soldaten hätte nach Einsetzen der russisch-kontrollierten Polizeikräfte die Stadt jedoch bereits verlassen, wie der Chef der Militäradministration, Serhii Haidai, auf Facebook berichtete. Informationen zu Toten und Verletzten gebe es noch nicht.

+++ 16.15 Uhr: Wie das Einsatzkommando „Süd“ berichtet, haben ukrainische Artilleristen drei Kontrollpunkte des russischen Militärs in Cherson und Darivka getroffen. Auch russische Munitionslager in Liubymivka und Cherson seien bei den Angriffen zerstört worden, heißt es in einem Bericht des Nachrichtenportals Ukrainska Pravda. Serhii Bratchuk, Sprecher der Militärverwaltung des Gebiets Odessa, teilt unter Bezugnahme auf Daten des Einsatzkommandos mit, dass elf Soldaten, drei gepanzerte Fahrzeuge und eine selbstfahrende Msta-S-Haubitze zu den Verlusten der Russen zu zählen seien.

Ukraine-Krieg: Russischer Militärstützpunkt im Süden zerstört

+++ 13.31 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben Berichten der Nachrichtenportale Ukrainska Pravda und Kiev Independent zufolge einen russischen Militärstützpunkt im Süden der Ukraine zerstört. Bereits in der Nacht seien in der Region Melitopol laute Explosionen zu hören gewesen, teilte Ivan Fedorov, Bürgermeister von Melitopol, am Sonntagmorgen auf Telegram mit. Zu diesem Zeitpunkt konnte jedoch noch nicht genau mitgeteilt werden, woher die Explosionen kamen.

Zerstörter russischer Panzer.
Immer wieder meldet die Ukraine Erfolge im Krieg gegen Russland. Im Süden des Landes haben ukrainische Streitkräfte jetzt einen großen russischen Militärstützpunkt zerstört. (Archivbild) © Sergei Chuzavkov/dpa

Mittlerweile hat Fedorov in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender FreeDom TV bestätigt, dass ukrainische Truppen einen der größten russischen Militärstützpunkte auf dem Territorium des Avtokoliorlyt-Werks in Melitopol angegriffen haben. Die russische Militärbasis in der ehemaligen Autofabrik in der Stadt im Süden der Ukraine sei bei dem Angriff zerstört worden.

Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland - Offensiven bei Donezk zurückgeschlagen

+++ 10.05 Uhr: Ukrainische Truppen haben offenbar mehrere Offensiven der russischen Streitkräfte zurückgeschlagen. An drei Fronten in Sloviansk, Avdiivka und Bakhmut im Oblast Donezk im Osten der Ukraine konnten ukrainische Streitkräfte Erfolge melden, heißt es im Generalstabsbericht vom 28. August. In der Nähe von Valentynivka und Vodiane im Oblast Donezk habe es Luftangriffe gegeben. Wie das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda berichtet, seien russische Flugzeuge in der Nähe von Kodema eingeschlagen.

Weiter berichtet der ukrainische Generalstab am Sonntag, dass Russland seit dem 24. Februar 46.750 Soldaten, 1942 Panzer, 4257 gepanzerte Kampffahrzeuge, 3171 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 1050 Artilleriesysteme und 274 Mehrfachraketen verloren habe.

Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland - Munitionsdepot zerstört

Update vom Sonntag, 28. August, 06.42 Uhr: Das ukrainische Militär hat offenbar einen wichtigen Versorgungs-Stützpunkt der russischen Truppen zerstört. Wie Kiev Independent berichtet, wurden am Samstag zwei Munitions-Depots im Süden der Ukraine angegriffen. Zudem soll weiteres schweres Kriegsgerät, wie unter anderem neun gepanzerte Militärfahrzeuge, zerstört worden sein. Darüber hinaus liegen Berichte vor, nach denen 35 russische Soldaten während des Angriffs getötet wurden. Insgesamt sollen laut Ukrainska Pravda etwa 46.500 russische Soldaten seit Kriegsbeginn vor einem halben Jahr gestorben sein.

News im Ukraine-Krieg: Verluste für Russland - Putins Truppen kommen kaum voran

+++ 14.45 Uhr: Der Ukraine zufolge hat Russland den Großteil seiner Raketen verbraucht. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RBK Ukraine sagte Vadym Skibitsky vom ukrainischen Geheimdienst, „unseren Rechnungen nach haben sie nicht mehr als 45 Prozent der Raketen, die vor Kriegsbeginn da waren.“ In Bezug auf Hochpräzisionswaffen sprach Skibitsky von „einer Reserve von 30 Prozent“, wobei der Bestand mancher Raketentypen völlig aufgebraucht sei.

+++ 11.20 Uhr: Den Truppen aus Russland fällt es offenbar zunehmend schwer, Fortschritte bei der Invasion der Ukraine zu machen. So sollen die Angreifer am Freitag (26. August) „keine territorialen Gewinne“ erzielt haben, wie das Institute for the Study of War aus den USA berichtet. Bereits am vergangenen Donnerstag (18. August) sei dies der Fall gewesen. Gleichzeitig muss Russland regelmäßig Verluste von Gebieten im Ukraine-Krieg hinnehmen. Seit dem 21. März sollen die ukrainischen Soldaten etwa 45.000 Quadratkilometer an Territorium zurückerobert haben (s. Update vom 25. August, 13.05 Uhr).

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland – Soldaten fallen bei Donezk

Update vom Samstag, 27. August, 8.40 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die Zahlen zu den russischen Verlusten aktualisiert. Demnach hat Russland seit dem 24. Februar rund 46.500 Soldaten, 234 Flugzeuge und 1939 Panzer im Ukraine-Krieg verloren. Im Vergleich zum Vortag (Freitag, 26. August) kamen 250 Gefallene hinzu. Die größten Verluste musste Russland an der Front bei Donezk hinnehmen, berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium.

+++ 20.50 Uhr: Ukrainischen Angaben zufolge gab es einen Raketenangriff auf eine strategisch wichtige Brücke in der Region Cherson im Süden des Landes. Dabei sei die Darjiwskij-Brücke von ukrainischen Raketen getroffen worden, teilte das südliche Militärkommando mit. Die Brücke führt über den Fluss Dnepr und gilt als wichtige Versorgungsroute. Die Ukraine meldete, dass die Brücke nicht mehr genutzt werden könne. Das würde die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Ressourcen erheblich erschweren. Erst kürzlich haben ukrainische Truppen die Antoniwkabrücke beschossen, die ebenfalls über den Fluss führt. Weite Teile der Brücke wurden durch Beschuss in den vergangenen Wochen immer wieder zerstört.

News zum Ukraine-Krieg: Putin schickt 137.000 neue Soldaten in den Kampf

+++ 13.30 Uhr: Wladimir Putin hat am Donnerstag (25. August) ein Dekret erlassen, wonach die russische Armee personell aufgestockt wird. 137.000 neue Soldaten sollen in den Ukraine-Krieg ziehen, dabei handelt es sich vor allem um Rekruten. Laut einem Reporter des Nachrichtenportals ntv könnte es sich dabei um eine Reaktion Russlands auf die schweren Verluste in der Ukraine handeln. Die Aufstockung deute „auf hohe Verluste hin“, sagte Rainer Munz in einer Live-Schalte. Dies lässt sich nicht unabhängig prüfen.

Update vom Freitag, 26. August 2022, 06.30 Uhr: Nach Angaben des Nachrichtenportals Kyiv Independent mit Berufung auf einen Facebook-Post des Einsatzkommandos „Süd“ ist den ukrainischen Truppen in der Region Cherson ein wichtiger Schlag gegen die russische Armee gelungen. Demnach zerstörten die ukrainischen Truppen einen Kommunikations- und Logisitikdrehpunkt in der Region, darüber hinaus zwei gepanzerte Fahrzeuge. Dabei sollen auch 20 russische Soldaten ums Leben gekommen sein.

Schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Kampfkraft „verlangsamt“

+++ 19.50 Uhr: Fachleuten zufolge wird die Kampfkraft Russlands in der Region Cherson im Süden des Landes durch ukrainische Angriffe auf die dortigen Brücken und Grenzübergänge erheblich beeinträchtigt. So wurde etwa erneut die Antoniwka-Brücke über den Fluss Dnepr bei einem jüngsten Angriff beschädigt (s. Update v. 16 Uhr). Dadurch müssten die russischen Besatzer Ausrüstung, Verpflegung und Treibstoff auf anderen Wegen transportieren.

„Das verlangsamt nicht nur ihre Operationen, es verringert auch die Kampfkraft der Truppen“, sagte Oleg Zhdanov, ukrainischer Militärexperte, gegenüber Kyiv Independent. Zudem sei die Menge an Gütern „viel größer als das, was sie über den Fluss zum anderen Ufer transportieren können.“

Ukraine-Krieg: Verteidiger beschädigen wichtige Brücke

+++ 16.00 Uhr: Truppen der Ukraine haben erneut die Antoniwka-Brücke bei der Stadt Cherson beschädigt. Dies teilte das Operationskommando Süd am Donnerstag (25. August) mit. Die Brücke über den Fluss Dnepr dient als wichtiger Zugang für Russland zu der umkämpften Hafenstadt. Die Sprecherin des Operationskommandos sagte gegenüber dem ukrainischen Sender Hromadske, die russischen Truppen können die Brücke „weder nutzen noch reparieren“. Die russische Militärverwaltung in der Region bestätigte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, dass die Brücke getroffen wurde.

+++ 13.05 Uhr: Russland soll im Ukraine-Krieg eine Fläche größer als Dänemark verloren haben. Dies schreibt das US-Institute for the Study of War in seiner Bewertung der russischen Offensivkampagne vom Mittwoch (24. August). Demnach haben die Truppen aus Russland etwa 45.000 Quadratkilometer an Territorium seit dem 21. März aufgeben müssen. Das Vergleichsdatum entspricht dabei dem geschätzten Zeitpunkt, an dem Russland am weitesten in die Ukraine vorgedrungen war.

+++ 10.25 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat am Donnerstag die Zahlen zu den russischen Verlusten aktualisiert. Demnach hat Russland seit dem 24. Februar rund 45.850 Soldaten, 234 Flugzeuge und 1929 Panzer im Ukraine-Krieg verloren. Im Vergleich zum Vortag (Mittwoch, 24. August) kamen 150 Gefallene hinzu. Die größten Verluste musste Russland an der Front bei Donezk hinnehmen, berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium.

Die Daten im kompakten Überblick:

Update vom Donnerstag, 25. August, 06.20 Uhr: Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon ein halbes Jahr an. Auch am ukrainischen Nationalfeiertag gingen die Kämpfe weiter. Laut eines Berichts des Portals Kyiv Independent musste das russische Militär wieder schwere Verluste einstecken. Die ukrainische Air Force teilte auf Facebook mit, dass sie einen Ka-52 „Alligator“ Helikopter und mehrere Aufklärungsdrohnen der russischen Armee zerstören konnten.

News zum Ukraine-Krieg: Herbe Verluste machen Russland zu schaffen

Erstmeldung vom Dienstag, 23. August: Moskau - Die herben Verluste im Ukraine-Krieg machen Russland schwer zu schaffen. Die lange Dauer des Krieges scheint auch die Kampfmoral der Hilfstruppen aus den moskautreuen Separatistengebieten zu schwächen. Dies geht zumindest aus den Berichten des britischen Geheimdienstes hervor.

Wie das Verteidigungsministerium in London am Montag (22. August) mitteilte, würden einige Kommandeure ihren Soldaten inzwischen vermutlich saftige finanzielle Anreize versprechen. Einzelne Verbände gälten als unzuverlässig und würden daher nicht mit Angriffen betraut.

News zum Ukraine-Krieg: „Heimliche Mobilmachung“, um Verluste auszugleichen

Zu den personellen Problemen trägt nach Ansicht des britischen Geheimdienstes der Umstand bei, dass Russland den Krieg weiterhin als „militärische Spezialoperation“ einstuft. Ohne allgemeine Mobilmachung habe der Staat keine rechtliche Handhabe, die Menschen zum Militärdienst zu zwingen. Somit sei Russland weiter auf Hilfstruppen angewiesen.

Bisher hat sich Wladimir Putin im nun rund sechs Monate dauernden Krieg standhaft geweigert, die politisch durchaus riskante Generalmobilmachung zu befehlen. Was also können die russischen Behörden sonst tun? Offenbar versucht der Kreml seit einiger Zeit eine Art „heimliche Mobilmachung“ in Gang zu setzen, wie die New York Times schreibt.

Um den personellen Mangel auszugleichen, setzt der Kreml demnach auf eine Kombination aus verarmten ethnischen Minderheiten, Ukrainern aus den Separatistengebieten, Söldnern und militarisierten Einheiten der Nationalgarde, um den Krieg zu führen. Kürzlich hieß es auch, dass Gefangenen in St. Petersburg Freiheit und Geld angeboten worden seien, sollten sie sich bereit erklären, in der Ukraine zu kämpfen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland schweigt zu Verlusten

Ende März hat Russland die Zahl der im Ukraine-Krieg gefallenen Soldaten auf 1351 beziffert. Seitdem schweigt der Kreml zu seinen eigenen Verlusten. Die Ukraine liefert ein tägliches Update, wobei die letzte Schätzung die Gesamtzahl auf rund 45.000 bezifferte. (cs)

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