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Ergebnis der Saarland-Wahl: AfD-Chef feiert „starkes Abschneiden bei den Arbeitern“

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Von: Karolin Schäfer, Max Schäfer, Joshua Schößler

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Das vorläufige amtliche Endergebnis der Saarland-Wahl ist da. Die SPD gewinnt die absolute Mehrheit. CDU und AfD stellen die Opposition. Der News-Ticker.

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+++ 13.50 Uhr: Die Rechtsaußenpartei AfD wurde mit 5,7 Prozent in den Saarländischen Landtag gewählt. Bundessprecher Tino Chrupalla feiert das Ergebnis bzw. das „starke Abschneiden bei den Arbeitern“. Auch gehe der „kontinuierliche Abstieg der CDU unter Friedrich Merz“ weiter.

Saarland-Wahl: Debakel der CDU trotz Unterstützung der Bundespartei

+++ 08.38 Uhr: Das Debakel der CDU bei der Landtagswahl im Saarland hat nach Ansicht von Parteivize Carsten Linnemann nicht an mangelnder Unterstützung der Bundes-CDU gelegen. Der gesamte Bundesvorstand wie auch Minister und Ministerpräsidenten seien vor der Abstimmung im Saarland gewesen, sagte Linnemann am Montag im ARD- „Morgenmagazin“. Er führte das starke Ergebnis der SPD vor allem auf die hohen Beliebtheitswerte ihrer Spitzenkandidatin Anke Rehlinger zurück. Das Abschneiden der CDU dürfe aber nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Linnemann trat zudem den Eindruck entgegen, Frauen seien in der Spitze der CDU unterrepräsentiert. «Wir haben noch nie so viele Frauen im Bundesvorstand gehabt wie derzeit.» Sollte Rehlinger zur Ministerpräsidentin gewählt werden, dann wären vier der acht SPD-Regierungschefs Frauen. Die CDU hat keine Ministerpräsidentin.

Update vom Montag, 28.03.2022, 06.26 Uhr: Genau ein halbes Jahr nach dem SPD-Sieg bei der Bundestagswahl sorgten die Wählerinnen und Wähler an der Saar auch im kleinsten deutschen Flächenland für eine Neuordnung der politischen Verhältnisse - mit erdrutschartigen Verschiebungen im Stimmverhalten: Die SPD legte um 13,9 Prozentpunkte auf 43,5 Prozent zu. Die CDU muss ihren Platz als stärkste Partei abgeben - sie stürzte von 40,7 Prozent auf 28,5 Prozent ab. 

Saarland-Wahl: SPD mit absoluter Mehrheit – Grünen fehlen 23 Stimmen

+++ 22.35 Uhr: Das Saarland hat gewählt. Bis das endgültige amtliche Endergebnis der Saarland-Wahl bekanntgegeben wird, dauert es jedoch noch über eine Woche. Dazu soll der Landeswahlausschuss am 6. April 2022 zusammenkommen, wenn die endgültigen Ergebnisse aller Wahlkreise vorliegen.

+++ 21.52 Uhr: Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Saarland-Wahl sind somit nur noch drei Parteien im Landtag vertreten. Als deutlicher Wahlsieger ist die SPD die stärkste Kraft. Die Sozialdemokraten bekommen 29 der 51 Sitze. Die CDU stellt mit 19 Abgeordneten die zweitstärkste Fraktion. Drei Abgeordnete der AfD vervollständigen das Parlament des kleinsten Flächenlandes.

Die Linke verliert 10,2 Prozentpunkte und ist daher nicht vertreten. Grüne und FDP gewinnen dagegen Stimmen, dennoch reicht es nicht, um über die Fünf-Prozent-Hürde zu springen. Die Wahlbeteiligung der Landtagswahl im Saarland 2022 lag bei 63 Prozent. Vor fünf Jahren waren es noch 69,7 Prozent.

Saarland-Wahl: 23 Stimmen zu wenig – Grüne scheitern an der Sperrklausel

+++ 21.31 Uhr: Was für die Grünen lange nach einem Wiedereinzug in den Landtag ausgesehen hat, entwickelte sich nun zu einer großen Enttäuschung: Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Saarland-Wahl erreichen die Grünen 4,99502 Prozent der Stimmen. Lediglich 23 Stimmen fehlen der Partei von Spitzenkandidatin Lisa Becker.

Von den insgesamt 452.411 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen 22.598 auf die Grünen, wie die Landeswahlleitung am Abend mitteilte. Um über die Fünfprozenthürde zu kommen, hätte die Partei allerdings 22.621 Stimmen benötigt - also genau 23 mehr. Bis zum amtlichen Endergebnis können sich jedoch noch Abweichungen ergeben. Ein Einzug der Grünen in den Saarbrücker Landtag ist daher mit viel Glück noch möglich.

Grünen-Spitzenkandidatin Lisa Becker spricht bei der Wahlparty zur Saarland-Wahl.
Grünen-Spitzenkandidatin Lisa Becker spricht bei der Wahlparty zur Saarland-Wahl. © Oliver Dietze/dpa

Vorläufiges Endergebnis der Saarland-Wahl: Grüne und FDP sind raus

+++ 21.15 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis der Saarland-Wahl 2022 ist da. Die SPD wird mit 43,5 stärkste Kraft. Die Grünen scheitern mit 4,99 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP scheitert mit 4,8 Prozent an der Sperrklausel. Das Ergebnis im Überblick:

SPD43,5
CDU28,5
AfD5,7
Grüne4,99
FDP4,8
Linke2,6
Sonstige9,9

Die Landeswahlleiterin weist jedoch darauf hin, dass es beim amtlichen Endergebnis Abweichungen geben kann.

Saarland-Wahl: FDP scheitert an der Sperrklausel

+++ 20.55 Uhr: Die Auszählung der letzten sieben Gemeinden läuft noch, daher ein Blick auf die neuste Hochrechnung des ZDF. Für die FDP bringt sie keine gute Nachricht mit sich. Trotz leichter Steigerung im Vergleich zu 2017 landet die FDP bei der Saarland-Wahl 2022 bei 4,9 Prozent und kommt nicht in den Landtag. Generalsekretär Bijan Djir-Sarai verwies auf den schwierigen außerparlamentarischen Wahlkampf.

Die SPD bleibt mit 43,6 Prozent an der Spitze und erhält 27 Sitze. 26 sind für eine Mehrheit im Landtag nötig. Die Grünen müssen weiter zittern. Die aktuelle Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen im Überblick:

ParteiHochrechnung (ZDF, 20.46 Uhr
SPD43, 6 (27 Sitze)
CDU28,4 (18 Sitze)
AfD5,6 (3 Sitze)
Grüne5,0 (3 Sitze)
FDP4,9
Andere10,0

Saarland-Wahl: Tobias Hans will persönliche Konsequenzen ziehen

+++ 20.25 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Tobias Hans will nach der Niederlage bei der Landtagswahl im Saarland persönliche Konsequenzen ziehen. Am Montag (28.03.2022) soll es eine Entscheidung über seinen Rücktritt geben, erklärte Hans. Dabei werde er sich mit dem Landesvorstand der CDU austauschen.

An einer mangelnden Unterstützung liegt die Niederlage der CDU bei der Saarland-Wahl laut Generalsekretär Mario Czaja nicht. Die Unterstützung aus dem Adenauer-Haus hat es in enormer Weise gegeben. Daran hat es sicherlich nicht gemangelt“, sagte Czaja am Sonntagabend im ZDF. Bei der Wahl sei es vor allem um saarländische Themen gegangen. Die CDU mit ihrem Ministerpräsidenten Tobias Hans habe nicht zeigen können, wofür sie dabei stehe.

+++ 20.13 Uhr: Nur noch sieben Wahlgebiete im Saarland müssen ausgezählt werden, die Ergebnisse der Saarland-Wahl werden immer genauer. Die SPD erhält demnach 43,8 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei landet die CDU (28,3 Prozent). Die AfD wird mit 5,6 Prozent drittstärkste Kraft. Die Grünen schaffen es mit 5 Prozent in den Landtag, während die FDP nach 45 von 52 Gebieten mit 4,8 Prozent den Einzug verfehlt. Die Linke spielt mit 2,6 Prozent keine Rolle im neuen Landtag.

Saarland-Wahl: Rehlinger führt SPD zu Achtungserfolg

+++ 19.55 Uhr: Den deutlichen Sieg bei der Saarland-Wahl verdankt die SPD ihrer Spitzenkandidatin Anke Rehlinger. Bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten hätten sich 57 Prozent der Wählerinnen und Wähler für Herausforderin Rehlinger ausgesprochen, berichtet die Forschungsgruppe Wahlen in einer Analyse zur Landtagswahl. Amtsinhaber Tobias Hans (CDU) liege abgeschlagen bei 31 Prozent. Der Starke Verlust der Linken hängt demnach mit Oskar Lafontaine zusammen. Laut 78 Prozent der Befragten war die Partei nur wegen Lafontaine so stark.

Der Einfluss der Bundespolitik war laut Forschungsgruppe Wahlen gering. „Mit eigenen Themen und Personen, strukturellen Besonderheiten und spezifischen Parteistärken behält die Wahl im kleinräumigen Saarland ihren individuell-regionalen Charakter.“

+++ 19.34 Uhr: Über die Hälfte der Gebiete sind bei der Saarland-Wahl ausgezählt. Nach 34 von 52 Gebieten liegt die SPD mit 45 Prozent deutlich vorne. Die CDU liegt bei 29,0 Prozent und verliert nach derzeitigem Stand 11,7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017. Die Linke verliert 10,5 Prozentpunkte und ist damit nicht mehr im Landtag vertreten. Dasselbe gilt für Grüne (3,7 Prozent) und FDP (4,4). Die anderen Parteien erreichen 9,8 Prozent. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ für das gesamte Bundesland sind.

Saarland-Wahl: Anke Rehlinger will schnell mit Sondierungsgesprächen beginnen

+++ 19.24 Uhr: Nach dem deutlichen SPD-Sieg bei der Saarland-Wahl will Anke Rehlinger schnell mit der Regierungsbildung beginnen. „Wir leben nun einmal in sehr bewegten und schwierigen Zeiten. Deshalb würde ich gerne in der kommenden Woche zu Sondierungsgesprächen einladen, wenn es erforderlich und notwendig ist.“

Was sind die möglichen Koalitionspartner der SPD im Saarland? „Potenziell ist ja alles möglich, auch noch mal eine Neuauflage der Großen Koalition“, erklärte die Spitzenkandidatin der SPD. Deswegen müsse man jetzt schauen, wie sich die möglichen Koalitionspartner präsentierten. „Deswegen werden wir abwarten müssen und die Gespräche werden dann die Ergebnisse bringen.“

Saarland-Wahl: SPD mit absoluter Mehrheit – FDP zittert weiter

+++ 19.06 Uhr: Die weiteren Hochrechnungen bestätigen das Ergebnis der Saarland-Wahl. Die SPD liegt laut ARD mit 43,3 Prozent deutlich vorne. Es bleib jedoch abzuwarten, ob die Sozialdemokraten tatsächlich eine absolute Mehrheit im Landtag stellen. Nach der ARD-Hochrechnung erreicht die SPD 26 Sitze, so dass sie eine Mehrheit von einem Sitz hat. In der Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die SPD auf 27 Sitze.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil mahnte deshalb im ARD-Interview: Das endgültige Ergebnis solle abgewartet werden. Er vertraue Anke Rehlinger, dass sie die beste Wahl treffe. Die FDP liegt zwischen 4,9 und 5 Prozent und muss weiterhin zittern. Die aktuellen Hochrechnungen im Überblick:

HochrechnungInfratest Dimap / Forschungsgruppe Wahlen
CDU28,1 / 28,0
SPD43,4 / 43,2
Linke2,6 / 2,5
AfD5,7 / 5,4
Grüne5,2 / 5,5
FDP5 / 4,9

Saarland-Wahl: Tobias Hans spricht von „bitterer Niederlage“ der CDU

+++ 18.45 Uhr: „Es ist eine sehr bittere Niederlage“, erklärt Tobias Hans als erste Reaktion auf die Saarland-Wahl. Der Spitzenkandidat der CDU kündigte an, „persönliche Konsequenzen“ zu ziehen. Das werde in Ruhe in den Gremien der CDU-Saar besprochen. Auch der Generalsekretär der Bundespartei spricht von einem „bitteren Abend“ und einem „schmerzhaften Ergebnis“. Die CDU sei nicht in der Position, irgendwelche Forderungen zu stellen.

FDP-Chef Christian Lindner bezeichnet der mögliche Wiedereinzug der Liberalen als einen „beachtlichen Erfolg“.

Saarland-Wahl: SPD mit absoluter Mehrheit – laut erster Hochrechnung

+++ 18.34 Uhr: Die erste Hochrechnung zur Saarland-Wahl bestätigt den deutlichen Sieg der SPD. Anke Rehlingers Sozialdemokraten stehen laut Forschungsgruppe Wahlen bei 43,8 Prozent und erhält 28 Sitze. Die SPD hat damit die absolute Mehrheit inne.

Die CDU erreicht nur noch 27,5 Prozent. AfD (5,5 Prozent) und Grüne (5,8) schaffen demnach den Einzug in den Landtag. Unklar ist, ob die FDP den Einzug in den Landtag schafft. Laut Forschungsgruppe Wahlen liegt sie bei 4,9 Prozent, laut Infratest dimap erreichen die Liberalen 5 Prozent.

Saarland-Wahl: „Ergebnis harter Arbeit“ – SPD mit Erdrutsch-Sieg

+++ 18.22 Uhr: „Nach 23 Jahren sind wir wieder stärkste Kraft als Sozialdemokratie an der Saar“, freut sich SPD-Kandidatin Anke Rehlinger über die Prognose der Saarland-Wahl. „Das ist das Ergebnis harter Arbeit in den letzten Jahren. Wir haben uns das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger ein Stück weit zurück erkämpft.“ Sie würdigt den Einsatz der SPD-Mitglieder.

Linken-Chefin Janine Wissler spricht die parteiinternen Konflikte als Ursache der deutlichen Niederlage an. Auch die Erklärung Lafontaines, nicht die Linke zu wählen, sei ein harter Schlag gewesen. Das Saarland war früher eine Hochburg der Linken in westlichen Bundesländern.

+++ 18.11 Uhr: Klarer Wahlsieger ist die SPD, die nach ARD-Zahlen derzeit eine absolute Mehrheit innehat. Die Linken dagegen verlieren etwa zehn Prozentpunkte und sind nicht mehr im saarländischen Landtag vertreten. Die Grünen schaffen dagegen den Wiedereinzug.

Grünen-Chef Omid Nouripour betont die unsichere Situation der Grünen nach der Saarland-Wahl. „Wir können sehr wahrscheinlich reinkommen, aber wir müssen abwarten, ob es auch gelingt“, sagt Nouripour. Die Grünen wollen eine starke Stimme im Landtag sein. Der Grünen-Chef dankte der Spitzenkandidatin Lisa Becker. Es sei eine gute Botschaft, dass die Grüne wieder in allen 16 Landtagen vertreten sind.

Saarland-Wahl: Erste Prognose ist da – SPD klarer Sieger

+++ 18.00 Uhr: Die Wahllokale der Saarland-Wahl 2022 sind geschlossen. Die erste Prognose deutet auf einen Richtungswechsel hin. Die SPD gewinnt deutlich und wird stärkste Kraft im saarländischen Landtag. Im Vergleich zur Landtagswahl 2017 verliert die CDU mehr als Prozentpunkte. FDP muss zittern. Die Prognose im Überblick:

PrognoseInfratest dimap / Forschungsgruppe Wahlen
CDU27,5 / 27,5
SPD43,0 / 44
Linke2,7 / 2,5
AfD5,5 / 5,5
Grüne5,5 / 6
FDP5,0 / 4,8

Saarland-Wahl: Briefwahlstimmen im Fokus

+++ 17.16 Uhr: Obwohl viel weniger Wahlberechtigte ihre Stimme bei der Saarland-Wahl abgegeben haben als zum selben Zeitpunkt vor fünf Jahren, rechnet die Landeswahlleitung noch nicht mit einer niedrigeren Wahlbeteiligung. Es werde eine erhöhte Zahl an Briefwählern erwartet; diese seien nicht in der Wahlbeteiligung des Sonntagnachmittags erfasst. Das sagte eine Sprecherin der Landeswahlleitung.

Für die Grünen, die FDP und die AfD, die alle um den Einzug in das Saarländer Parlament bangen, könnten die Briefwahlstimmen also Spannung bringen.

Saarland-Wahl: SPD hofft auf Sieg - erste Daten zur Wahlbeteiligung

Update vom Sonntag, 27.03.2022, 15.48 Uhr: Rund ein Viertel der mehr als 750.000 Wahlberechtigen im Saarland haben ihre Stimmen im Wahllokal abgegeben. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntagnachmittag, die sich auf stichprobenartigen Umfrage in 49 Wahlbezirken berief. Bis 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung ohne Briefwählerinnen und Briefwähler bei 28,5 Prozent, teilte die Landeswahlleiterin.

Bei der vergangenen Saarland-Wahl 2017 hatte der Anteil ohne Briefwählerinnen und Briefwähler um die gleiche Zeit bei 32,6 Prozent gelegen. Angesichts des steigenden Briefwähleranteils lasse sich noch keine Prognose dazu abgeben, ob die Wahlbeteiligung bei der aktuellen Wahl niedriger oder höher ausfällt, wird eine Sprecherin von der dpa zitiert. Daten zur Wahlbeteiligung inklusive Stimmen der Briefwahl liegen derzeit noch nicht vor.

Landtagswahl im Saarland: Wahllokale sind geöffnet

Update vom Sonntag, 27.03.2022, 08.00 Uhr: Heute ist es so weit, im Saarland wird ein neuer Landtag gewählt. SPD-Herausforderin Anke Rehlinger ist dabei klare Favoritin für das Amt der Ministerpräsidentin. Fest steht, dass die Landtagswahl Spannung verspricht. Die CDU könnte ihre Macht an die SPD verlieren*. Zahlreichen Umfragen zufolge bahnt sich ein Machtwechsel an. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) erklärte noch am Samstag, um jede Stimme kämpfen zu wollen (s. Update v. 26.03.2022, 12.30 Uhr).

Die Wahllokale sind seit 08.00 Uhr geöffnet und schließen um 18.00 Uhr. Alle aktuellen Entwicklungen zur Landtagswahl im Saarland können Sie in diesem News-Ticker verfolgen.

Landtagswahl im Saarland: AfD geht zerstritten in den Kampf um fünf Prozent

Update vom Samstag, 26.03.2022, 16.45 Uhr: Während die CDU versucht, kurz vor der Saarlandwahl die Gunst der Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen und die SPD ihren Vorsprung verteidigen möchte, müssen Grüne, FDP, Linke und auch die AfD um die Fünf-Prozent-Hürde bangen. Besonders bei AfD und Linken gelten Flügelkämpfe* als Ursache.

Besonders die AfD ist dabei zerstritten. Die innerparteilichen Querelen haben dazu geführt, dass die Rechtsaußenpartei ohne Spitzenkandidaten und Landesliste zur Landtagswahl antreten. Die Liste wurde im Januar von Gegnern des eigentlichen Kandidaten und bisherigen Fraktionschefs Josef Dörr zurückgezogen, dem eine Reihe von Vergehen vorgeworfen werden. Unter anderem soll der 83-Jährige Mitgliederaufnahmen manipuliert und Neonazis angeworben haben.

Landtagswahl im Saarland: SPD und CDU im Wahlkampf-Endspurt

Update vom Samstag, 26.03.2022, 08.30 Uhr: Kurz vor der Landtagswahl im Saarland am Sonntag gehen die Parteien in den Wahlkampf-Endspurt und werben um Wählerstimmen. Sowohl SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger als auch CDU-Bewerber Tobias Hans treten am Samstag in verschiedenen Städten im Land auf. Rehlinger erhält dabei Unterstützung der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

BundeslandSaarland
Fläche2.570 km²
Bevölkerung990.509 (2019)
HauptstadtSaarbrücken
MinisterpräsidentTobias Hans (CDU)
Stellvertreterin des MinisterpräsidentenAnke Rehlinger (SPD)
Stand27.03.2022

Für die Sozialdemokratin sieht es im Rennen um die Regierungsspitze derweil gut aus. Umfragen sehen Anke Rehlinger seit Wochen vor ihrem CDU-Konkurrenten Tobias Hans. Kurz vor der Wahl hat sich der Vorsprung noch verstärkt (s. Update v. 25.03.2022, 8.30 Uhr). Ob die SPD erstmals seit 1999 die Ministerpräsidentin stellt, entscheiden jedoch die mehr als 750.000 Wahlberechtigten.

Landtagswahl im Saarland: SPD baut Vorsprung auf CDU deutlich aus

Update vom Freitag, 25.03.2022, 08.30 Uhr: Wenn die Wahlergebnisse so werden wie diese Umfrage, kann die SPD gelassen in die Landtagswahl im Saarland am Sonntag (27.03.2022)* gehen: Laut dem ZDF* Politbarometer Extra führen die Sozialdemokraten um Anke Rehlinger mit 41 Prozent deutlich vor der CDU mit 28 Prozent.

Weiter ist allerdings unklar, welche der kleineren Parteien den Sprung in den Landtag schafft. Die Linke kommt demnach auf 4 Prozent, die AfD auf 6,5 Prozent, die Grünen auf 5,5 Prozent und die FDP auf 5 Prozent. Rechnerisch wäre aktuell also laut Politbarometer eine Koalition der SPD mit der CDU oder mit den Grünen mehrheitsfähig. Die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt.

Landtagswahl im Saarland 2022 am Sonntag: Alle Informationen im News-Ticker

Erstmeldung vom Freitag, 25.03.2022: Frankfurt/Saarbrücken ‒ Am Sonntag, dem 27. März 2022, wird im Saarland ein neuer Landtag gewählt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Stimme dann zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr in den Wahllokalen abgeben. Wahlberechtigt sind alle deutschen Bundesbürger, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten im Saarland leben, sich sonst gewöhnlich dort aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Allerdings müssen die wählenden Bürgerinnen und Bürger nicht unbedingt zur Urne schreiten, um von ihrem demokratischen Stimmrecht Gebrauch zu machen. Ihnen bleibt auch die Möglichkeit zur Briefwahl. Erste Aussagen zur Wahlbeteiligung* können im Verlauf des Sonntags erwartet werden.

Landtagswahl 2022 im Saarland: Wird Anke Rehlinger oder Tobias Hans gewinnen?

Bei den Landtagswahlen 2022* wird nicht nur im Saarland, sondern später auch in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gewählt. Bei der Landtagswahl im Saarland treten unter anderem die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und der amtierende Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) an – sie gelten derzeit als die Spitzenkandidaten.

Tobias Hans hatte während der Wahlkampf-Phase mit einer Corona-Infektion* zu kämpfen: Nun kann der amtierende Ministerpräsident des Saarlands wieder an Veranstaltungen teilnehmen. Der berichtete Regierungssprecher Alexander Zeyer am Donnerstag (24.03.2022). Zuvor war Hans als #RobiTobi auf Wahlkampftour gegangen ‒ in der Corona-Pandemie* heißt es, kreativ zu werden.

Aktuellen Umfragen zufolge liegt momentan Anke Rehlinger von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) mit 34 Prozent der Stimmen vorne. Allerdings hatte sie im Dezember noch vier Prozentpunkte mehr. Anke Rehlinger ist die stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der SPD Saarland. Erste Hochrechnungen und Prognosen* erfolgen meist nach der Schließung der Wahllokale für Wählende gegen 18.00 Uhr.

Landtagswahl wird sich 2022 im Saarland wahrscheinlich zwischen CDU und SPD entscheiden

Obwohl auch andere Parteien wie die Linke*, die Grüne* oder die FDP* Kandidat:innen ins Rennen geschickt haben, wird sich die Wahl vermutlich zwischen diesen beiden entscheiden. Allerdings ist der endgültige Ausgang der Wahl noch ungewiss.

Mit ersten Ergebnissen* ist ab 21.00 Uhr zu rechnen. Ob sich noch Überraschungen ergeben, wird sich spätestens am Wahlsonntag herausstellen. Die Landtagswahl im Saarland kann live im TV und im Live-Stream* verfolgt werden.

(jos/ms/kas mit dpa) *fr.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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