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Corona in Deutschland: Jens Spahn würde sich mit Astrazeneca impfen lassen

  • Friederike Meier
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Nach Ostern dürfen Hausärztinnen und Hausärzte gegen das Coronavirus impfen. Zunächst wird laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit dem Impfstoff von Biontech begonnen.

  • Nach Ostern dürfen Hausärztinnen und Hausärzte gegen das Coronavirus* impfen.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn* (CDU) informiert auf einer Pressekonferenz darüber.
  • Einige Länder bereiten die Imfpung von Astrazeneca*-Impfstoff* an Über-60-Jährige vor.

Zusammenfassung: Nach Ostern beginnen die Hausärztinnen und Hausärzte mit der Impfung gegen das Coronavirus. „Das wird noch kein großer Schritt sein, aber ein wichtiger“, sagte Jens Spahn während einer Pressekonferenz am Gründonnerstag (01.04.2021). Für die kommende Woche haben 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen bestellt. Man könne 940.000 Dosen liefern, die dann auch verimpft würden, sagte Spahn. Ende April sollen laut Spahn schon drei Millionen Impfdosen pro Woche für die Praxen zur Verfügung stehen. Zunächst werde mit dem Impfstoff von Biontech begonnen, dann komme ab dem 19. April komme Astrazeneca dazu, danach auch der Impfstoff von Johnson und Johnson.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, hat Über-60-Jährige zur Corona-Impfung mit Astrazeneca aufgerufen.

Live: Corona Deutschland: Jens Spahn äußert sich zum Impfstart in Hausarztpraxen

+++ 12.16 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat allen denjenigen, die bereits eine Erstimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bekommen haben, aber unter 60 Jahre alt sind, versprochen, dass sie vollen Impfschutz bekommen. „Wir werden sicherstellen, dass jeder Bundesbürger, der will, einen vollen Impfschutz bekommt und ein Impfschema, das diesen vollen Impfschutz garantiert“, sagte Spahn. „Und sei es, indem wir ein neues Impfschema beginnen.“ Idealerweise würde die Wissenschaft herausfinden, dass auch ein anderer Impfstoff zu einem entsprechenden Schutz als Zweitimpfstoff führe.

Anfang Februar sei begonnen worden, mit Astrazeneca zu impfen. Neun bis 12 Wochen seien die empfohlene Zeit bis zur Zweitimpfung, diese sei Anfang Mai vorbei. „Bis dahin bitte ich um Geduld. Ich würde die Frage auch gerne schon beantworten können“, sagte Spahn. Bis dahin werde die Ständige Impfkommission eine Empfehlung erarbeiten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt Hoffnung in die Corona-Impfung durch die Hausärzt:innen.

+++ 12.05 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn plant derzeit offenbar keine Verschärfung des Lockdowns. Auf die Frage, ob es zusätzliche Maßnahmen brauche, um die dritte Welle zu brechen, antwortete er: „Es gibt vereinbarte staatliche Maßnahmen.“ Die Notbremse müsse zur Anwendung kommen.

Es liege aber auch an jedem von uns. „Es geht vor allem darum, in den Osterwochen, wo Schulen geschlossen sind, Kontakte und Mobilität zu reduzieren.“ Auch er habe den Besuch seiner Eltern im Münsterland zu Ostern abgesagt. Das Infektionsgeschehen sei einerseits bei privaten Treffen groß. „Wenn überhaupt sich treffen, idealerweise draußen“, sagte Spahn. Die anderen Bereiche seien Schule und Kita, „die sind im Moment reduziert“. Der dritte Bereich seien betriebliche Zusammentreffen. Dort solle auch mehr getestet werden.

+++ 11.55 Uhr: Jens Spahn würde sich mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen, wenn er an der Reihe sei und ein Arzt ihm dazu rate. Dies sagte er auf der Pressekonferenz zum Impfstart in den Praxen.

Zu der Nachricht, dass der Impfstoff von Biontech auch bei Jugendlichen von 12 bis 16 wirksam ist, sagte Spahn: „Es macht zuversichtlich, dass wir sehen, dass es bei Jugendlichen eine Wirksamkeit gibt.“ Das heiße aber nicht, dass alle anderen Faktoren schon gecheckt seien. Man werde bis zum Abschluss der Studie warten. Sobald die Zulassung da sei, werde man schnellstmöglich Jugendliche impfen, vorausgesetzt die besonders Verwundbaren seien schon alle geimpft.

+++ 11.45 Uhr: Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat sich gegen Ausgangssperren in der Bekämpfung der Pandemie ausgesprochen. „Wir sind seit dem ersten November in einem Lockdown.“

Der sichere und wirksame Weg aus der Pandemie bestehe in einer zügigen Impfkampagne. Das heiße nicht, dass Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr gelten müssten. Er sei aber kritisch, was Ausgangssperren und Reisebeschränkungen angeht.

Jens Spahn hingegen betonte, dass es noch länger dauere, bis die Impfungen zu mehr Normalität führen könnten: „Impfungen sind der Weg raus, es ist noch ein längerer Weg. Deshalb ist es wichtig, dass wir alles bisher erreichte nicht infrage stellen.“ Viele andere Länder hätten trotz schneller Impfungen noch einmal in den Lockdown gemusst.

+++ 11.37 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat das Vorgehen von Deutschland mit dem Impfstoff von Astrazeneca verteidigt. „Ich finde es ermutigend und gut zu sehen, dass unser System in Deutschland gut funktioniert.“ Obwohl Nebenwirkungen sehr selten seien, würden sie erkannt und Zusammenhänge würden untersucht.

Spahn ist optimistisch, dass die bestellten Dosen von Astrazeneca trotz des Impfstopps für Menschen unter 60 verimpft werden können. Es gebe im Verhältnis zu den bestellten Impfdosen des Herstellers genügend Menschen über 60 Jahre. „Wir werden ausreichend Menschen finden, die diesen Schutz auch gerne annehmen.“

+++ 11.26 Uhr: Zu der Frage, ob zunächst Astrazeneca oder Biontech in den Arztpraxen verimpft werden soll, antwortete Jens Spahn: „Wir starten jetzt ausschließlich mit Biontech.“ Ab der Kalenderwoche 16, also ab dem 19. April käme Astrazeneca hinzu. In der Woche darauf würden die Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca und Johnson und Johnson in den Praxen verimpft.

Für die kommende Woche haben 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen bestellt. Man könne 940.000 Dosen liefern, die dann auch verimpft würden.

„Unser Ziel ist, dass jede gelieferte Impfdose auch schnellstmöglich verimpft wird.“ Was zu Wochenbeginn ausgeliefert würde, müsse bis Ende der Woche auch verimpft werden. „Das ist möglich, so kenne ich die Ärztinnen und Ärzte“, sagte Jens Spahn.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich zum Corona-Impfstart der Hausärzte und Hausärztinnen.

+++ 11.18 Uhr: Jens Spahn äußerte sich in der Bundespressekonferenz auch zur Pro7-Sendung von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Diese hatten am Mittwochabend (31.03.2021) in einer mehrstündigen Reportage auf die Zustände in der Pflege aufmerksam gemacht.

„Ich finde es gut, dass die Pflege jetzt in Echtzeit über mehrere Stunden wahrnehmbar war“, sagte Spahn. Pflegerinnen und Pfleger verdienten Respekt, aber auch bessere Arbeitsbedingungen. Er werde weiter in Gesprächen mit Pflegeverbänden darüber beraten, wie die Arbeitsbedingungen weiter verbessert werden könnten.

+++ 11.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Beginn der Impfung über die Hausarztpraxen nach Ostern begrüßt. „Das wird noch kein großer Schritt sein, aber ein wichtiger.“ Mit dem Beginn in den Arztpraxen würden Strukturen etabliert, die helfen könnten, in Zukunft schneller zu impfen.

Der Gesundheitsminister kündigte an, dass immer mehr Impfstoff für die Praxen zur Verfügung stehen würden. In der nächsten und übernächsten Woche stünden eine Million Dosen zur Verfügung, Ende April würden schon drei Millionen Impdosen pro Woche an die Praxen gehen.

Erstmeldung vom Donnerstag, 01.04.2021, 10.39 Uhr: Berlin – Sie sollen endlich dafür sorgen, dass die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Deutschland mehr Fahrt aufnimmt: die Hausärzte und Hausärztinnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußert sich am Donnerstag (01.04.2021, 11.00 Uhr) gemeinsam mit Vertreter:innen des Gesundheitswesens zum geplanten Start der Corona-Impfungen* in Hausarztpraxen. Mit dabei ist auch der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Die niedergelassenen Ärzte sollen nach Ostern in die Abgabe der Vakzine einbezogen werden.

Es hatte zuvor aber schon Modellprojekte für die Corona-Impfung durch Hausärztinnen und Hausärzte* gegeben, etwa in Hessen. Eine neue Situation für die Mediziner ist durch die Entscheidung von Bund und Ländern entstanden, das Präparat von Astrazeneca* in der Regel nicht mehr an Menschen unter 60 abzugeben. Über Ausnahmen von dieser Festlegung soll in den Arztpraxen entschieden werden.

Impfung gegen Corona: Einige Länder verimpfen Astrazeneca an Menschen ab 60

Bund und Länder hatten am Dienstag nach einer entsprechenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission beschlossen, dass das Astrazeneca-Vakzin in der Regel nur noch an Menschen über 60 Jahren verimpft werden soll. Hintergrund sind Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen. Zugleich beschlossen die Landesgesundheitsminister, dass auch Menschen zwischen 60 und 69 bereits jetzt mit Astrazeneca geimpft werden können. Sie sind bislang nicht an der Reihe, außer wenn sie aufgrund einer Vorerkrankung oder einer bestimmten Funktion geimpft werden.

Einige Länder bereiten die Abgabe an Menschen ab 60 bereits: In Berlin soll die Registrierung am heutigen Gründonnerstag starten, in Rheinland-Pfalz kommende Woche. In Berlin sollen Menschen ab 60, die noch keine Impfeinladungen wegen einer anderen Priorität bekommen haben, ab Donnerstag telefonisch einen Termin vereinbaren können, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte. Andere Länder verzichten vorerst auf einen solchen Schritt.

Vor dem Termin zur Impfung durch die Hausärzte informiert sich Spahn gemeinsam mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) in einer Videokonferenz (09.45 Uhr) mit Vertreter:innen von Biontech* über das Impfstoff-Produktionswerk in Marburg. (Friederike Meier, afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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