1. Wetterauer Zeitung
  2. Politik

Corona-Gegner verletzten offenbar hunderte Menschen – einen Bereich trifft es besonders oft

Erstellt:

Von: Kai Hartwig

Kommentare

Ein durchgestrichenes Schild mit der Aufschrift „Hier gilt Maskenpflicht - Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz“ steht in der Fußgängerzone von Rosenheims Innenstadt
Die Maskenpflicht lehnen Corona-Gegner zumeist ab. © Peter Kneffel/dpa

Das Thema Corona-Maßnahmen sorgt vielerorts für hitzige Diskussionen. Mitunter eskaliert die Lage und mündet in Gewalt. Eine Statistik offenbart erschreckende Zahlen.

München – Mit den Corona-Maßnahmen* sind fast alle Bundesbürger nahezu jeden Tag konfrontiert. Ob in Bus und Bahn, dem Supermarkt, Geschäften, Kinos oder Restaurants: Überall müssen sich die Kunden an Regeln halten, die dem Kampf gegen das Coronavirus* dienen.

Die Durchsetzung der Maßnahmen müssen in Deutschland* die jeweiligen Bediensteten oder auch Behörden und Sicherheitsdienste gewährleisten. Nicht immer ist dies ungefährlich, laut einem Medienbericht fügten allein im Jahr 2021 Gegner der Corona-Maßnahmen über 300 Menschen Verletzungen zu. Wie Zeit online berichtet, verletzten etwa 600 Personen mindestens 308 Menschen – zum Teil auch schwer.

Corona-Gegner verletzten offenbar hunderte Menschen – einen Bereich trifft es besonders oft

Besonders häufig kam es demnach im öffentlichen Nahverkehr sowie in Zügen und an Bahnhöfen zu gewaltsamen Übergriffen. Doch auch der Einzelhandel und Demonstrationen* waren hiervon betroffen. Zwar ergaben die Recherchen des Portals, dass oft auch Alkohol und Drogen eine Rolle spielten. Warum die Lage allerdings derart häufig und auch so schnell eskalierte, lässt sich damit nicht erklären. Offenbar sinkt die Hemmschwelle bei vielen Täterinnen und Tätern, zu ihnen gehörten jüngere wie ältere Menschen.

Gewalt durch Gegner der Corona-Maßnahmen: Keine offiziellen Statistiken verfügbar

Nach Angaben von Zeit online sammelte das Rechercheteam „verfügbare Polizeimeldungen des Jahres 2021“ und wertete diese aus. Zudem wurden Medienberichte zusammengetragen und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. In einem weiteren Schritt kontaktierte das Portal alle Innenministerien der 16 Bundesländer und Behörden, berufsständische Organisationen sowie Betroffenenverbände.

Um in die Statistik des Portals mit einzufließen, mussten die Fälle einen körperlichen Angriff oder eine Attacke mit Waffengewalt beinhalten. Dazu kamen in eindeutigem Zusammenhang mit der Corona-Politik stehende schwere Fälle von Sachbeschädigung, Brandstiftung und Vandalismus. Offizielle Statistiken zu Gewaltdelikten mit Bezug zu den Corona-Maßnahmen gibt es dem Bericht zufolge nicht. 

Der bislang wohl schockierendste Gewalttat im Zuge der Corona-Maßnahmen ereignete sich bereits im September 2020. Vielen Menschen dürften noch die tödlichen Schüsse auf einen jungen Tankstellenmitarbeiter aus dem rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein in schrecklicher Erinnerung sein. Damals wurde ein 20-jähriger Mann von einem Kunden wegen eines Streits um die Maskenpflicht erschossen*. Der Täter wurde gefasst und soll von der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach Anfang 2022 wegen Mordes angeklagt werden. (kh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare