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Brasiliens Präsident Bolsonaro wieder aus Klinik entlassen

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Jair Bolsonaro hält eine Rede.
Jair Bolsonaro. © EVARISTO SA/AFP

Jair Bolsonaro wurde wegen eines Notfalls in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Mittwoch konnte der brasilianische Präsident entlassen werden.

Update vom 5. Januar, 20.30 Uhr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist am Mittwoch nach zwei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 66-Jährige hatte sich am Montag wegen eines Darmverschlusses aus dem Urlaub zur Behandlung in eine Klinik nach São Paulo begeben müssen. Nun veröffentlichte der rechtspopulistische Politiker auf Twitter ein Foto, das ihn zusammen mit seinen Ärzten zeigt. Alle halten den Daumen nach oben. Nach Angaben der Regierung war kein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Im Oktober stehen in Brasilien Präsidentschaftswahlen an. Bolsonaro bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Als Staatschef ist er umstritten. In Brasilien stand er zuletzt in der Kritik, weil er den Urlaub trotz schweren Überschwemmungen im Bundesstaat Bahia nicht unterbrochen hatte. Bolsonari wies den Vorwurf, seinen Gesundheitszustand politisch auszunutzen, nach dem Verlassen des Krankenhauses zurück und verteidigte seine freien Tage vor der Einlieferung.

„Wir haben in diesen Tagen fantastische Dinge getan, die kaum eine andere Regierung tun würde. Der Präsident hat keinen Urlaub. Es ist gemein zu sagen, dass ich im Urlaub bin. Ich habe meine kleinen Jetski-Fluchten“, sagte Bolsonaro der Zeitung Folha de S. Paulo zufolge. Der Arzt Antônio Luiz Macedo sagte laut dem Nachrichtenportal G1, das Gesundheitsproblem Bolsonaros sei durch eine unzureichend gekaute Garnele verursacht worden.

Update vom 4. Januar, 10.40 Uhr: Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro geht es nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus wegen eines Darmverschlusses nach offiziellen Angaben besser. Er zeige nach dem Einsetzen einer Nasensonde eine klinische Besserung, teilte die Regierung des südamerikanischen Landes am Montag unter Berufung auf die Klinik in São Paulo mit. Bolsonaro habe weder Fieber noch Bauchschmerzen. Der Präsident habe einen kurzen Spaziergang in den Gängen des Krankenhauses gemacht, hieß es weiter von der Regierung. Ob ein erneuter Eingriff nötig ist, werde noch geprüft. 

Der 66 Jahre alte Rechtspopulist war in der Nacht zuvor mit Schmerzen im Unterleib zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres in dem Krankenhaus aufgenommen worden. Im Juli war er dort ebenfalls wegen eines Darmverschlusses mehrere Tage behandelt worden. Die Beschwerden gingen auf einen Messerangriff im Wahlkampf 2018 zurück, schrieb Bolsonaro auf Twitter. Ein geistig verwirrter Mann hatte auf den damaligen Kandidaten eingestochen und ihm schwere Bauchverletzungen zugefügt. Bolsonaro musste mehrmals operiert werden.

Erstmeldung vom 3. Januar, 13 Uhr:

São Paulo - Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro* ist am Montagmorgen wegen eines medizinischen Notfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es bestehe der dringende Verdacht eines erneuten Darmverschlusses, berichteten lokale Medien. Weder die Pressestelle des hart rechtsgerichteten Präsidenten noch des behandelnden Krankenhauses reagierten zunächst auf Nachfragen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde der 66-Jährige nach seiner Ankunft per Flugzeug aus Santa Catarina, wo er die Feiertage zum Jahresende verbracht hatte, ins Krankenhaus Vila Nova Star in São Paulo gebracht. Auf Aufnahmen des Senders TV Globo war zu sehen, wie Bolsonaro aus dem Präsidentenflugzeug aussteigt.

Brasilien: Bolsonaro wieder im Krankenhaus - erneut Verdacht eines Darmverschlusses

Der Arzt Antônio Luiz Macedo, der Bolsonaro bereits bei anderen Gelegenheiten behandelt hatte, sagte dem Nachrichtenportal UOL, der Präsident werde sich mehreren Tests unterziehen, darunter einer Computertomographie, um den möglichen Darmverschluss zu untersuchen. Bolsonaro war bereits Mitte Juli wegen eines Darmverschlusses behandelt worden. Damals verbrachte er vier Tage im Krankenhaus.

Im Video: Bolsonaro schon vor 6 Monaten wegen Darmverschluss in Behandlung

Bolsonaro war während des Präsidentschaftswahlkampfs 2018 attackiert und mit einem Messer in den Bauch gestochen worden. Aufgrund der Stichwunde musste er sich mindestens vier Operationen unterziehen, die ihn anfälliger für Darmerkrankungen machten. (AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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