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„Aktion Klabautermann“: Verhinderter Entführer von Karl Lauterbach gesteht Umsturzpläne

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Von: Fee Halberstadt

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Eine Gruppierung plante die Entführung von Lauterbach. Einer gab nun die Absichten bekannt.
Eine Gruppierung plante die Entführung von Lauterbach. Einer gab nun die Absichten bekannt. (Symbolbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Sven B. ist einer der Männer, die planten, Karl Lauterbach zu entführen. Nun äußert er sich zu den Absichten von ihm und seiner Gruppierung.

Berlin – Mitte April wurde eine Gruppierung entlarvt, die Anschläge auf Stromleitungen und Umspannwerke plante. Im Anschluss planten sie die „Aktion Klabautermann“ durchzuführen, die die Entführung des Gesundheitsministers Karl Lauterbach vorsah. Einer der verhafteten Männer, Sven B, hat nun gestanden, wie der Spiegel am Freitag (22. Juli) unter Berufung auf den Verteidiger des Mannes berichtet.

Nach den ersten zwei Schritten des Plans habe ein politischer Umsturz folgen sollen. Es sei geplant gewesen, einen Doppelgänger des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD), des Kanzlers Olaf Scholz (SPD) oder eines anderen prominenten Politikers auftreten zu lassen. Die Bevölkerung habe durch einen bundesweiten Stromausfall von der Medienberichterstattung abgeschnitten werden sollen. Als Motiv seines Mandanten nannte der Verteidiger Unzufriedenheit mit der Politik und den Corona-Maßnahmen.

Deutsche Regierung umstürzen: Mitstreiter von „Aktion Klabautermann“ äußert sich über ihren Plan

Die Bundesanwaltschaft äußerte sich auf Anfrage nicht dazu. Sven B. und drei mutmaßliche Mitstreiter sitzen seit Mitte April in Untersuchungshaft. Wenig später hatte die Karlsruher Behörde die Ermittlungen übernommen. Sie hält die Gruppe für eine terroristische Vereinigung. Dreien der Männer werfen die Ermittler vor, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Zwei sollen versucht haben, sich an einem Verbrechen zu beteiligen.

Sven B. kommt, laut Spiegel, aus dem Berliner Umland. Die anderen vier stammen nach früheren Angaben der Ermittlungsbehörden aus Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz), Falkensee bei Berlin sowie aus den Kreisen Landshut (Bayern) und Ammerland (Niedersachsen). Die Bundesanwaltschaft ermittelt außerdem noch gegen einen fünften Beschuldigten, zu dem keine weiteren Angaben gemacht wurden. (fh/dpa)

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