Zu sehen ist eine Hand, die eine FFP2-Maske hält. Daneben ist ein Kissen mit dem Logo der Harvard University platziert. Im Hintergrund ist das Eingangstor zu besagter Universität zu sehen.
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Forscher der Harvard University haben einen Biosensor entwickelt, der an einer Schutzmaske gegen das Coronavirus angebracht werden kann. Mit diesem kann eine Infektion in kürzester Zeit nachgewiesen werden. (kreiszeitung.de-Montage)

Ergebnisse binnen 90 Minuten

Zuverlässig wie ein PCR-Test: Forscher erfinden Corona-Sensor für Masken

  • Yannick Hanke
    VonYannick Hanke
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Forscher vom MIT und der Harvard University entwickeln einen Biosensor für Schutzmasken, der zuverlässig wie PCR-Tests das Coronavirus nachweist.

Cambridge (USA) – Bahnbrechende Erfindung aus den USA – ein von Forschern entwickelter Biosensor. Dieser kann die Arbeit eines ganzen Labors übernehmen und an einer Gesichtsmaske zum Schutz gegen das Coronavirus* angebracht werden. Durch die Pionierarbeit der Forscher von der Harvard University sowie vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnte die Verbreitung von Atemswegerkrankungen gestoppt werden.

Privatuniversität in Cambridge, Massachussetts:Harvard University
Adresse:Cambridge, MA, Vereinigte Staaten
Telefon:+1 617-495-1000
Studiengebühren:51.925 USD (2019 – 20)
Aufnahmequote:4,6% (2020)
Studentenzahl:22.947 (2017)
Durchschnittliche Ergebnisse des SAT-Tests:Reading and Writing 710-770, Math 750-800 (2019–20
Durchschnittliche Ergebnisse des ACT-Tests:33-35 (2019–20)
Tochtergesellschaften: Harvard Medical School u.v.m.

Coronavirus-Infektion: Harvard-Forscher entwickeln Biosensor für Schutzmaske, der Übertragung nachweist

Wie aber funktioniert der Biosensor im Detail? Zum Glück denkbar einfach. Wie der „Business Insider“ berichtet, atmen Träger 15 bis 30 Minuten in ihre Masken aus und drücken einen Knopf auf dem Sensor. Innerhalb von weiteren 90 Minuten sollen die Träger ihre Corona-Testergebnisse erhalten.

Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest werden diese oben auf einem Auslesestreifen angezeigt. In der Fachzeitschrift „Nature Biotechnology“ fiel die Beschreibung für den Biosensor wie folgt aus: „Für jede einzelne Person, die diese diagnostische Gesichtsmaske hat, verhindert man nicht nur die Ausbreitung des Virus, sondern stellt auch relativ schnell fest, ob sie das Virus hat oder nicht“, heißt es von Co-Erstautor Peter Ngyuen, seines Zeichens Forscher am Harvard Wyss Institute.

Schutzmaske gegen Corona-Infektion: Biosensor basiert auf früheren Harvard-Forschungen

Der Biosensor, der eine Infektion mit dem Coronavirus erkennen kann, basiert auf früheren Forschungen vom Wyss-Fakultätsmitglied Jim Collins. Für die Herstellung wurde molekulare Maschinerie extrahiert und letztendlich gefriertrocknet. Auf diesem Wege kann ein „Fingerabdruck“ für den Sensor genutzt werden, um das Coronavirus zu identifizieren.

Zum Hintergrund: Molekulare Maschinerie verwendet Zellen, um genetisches Material wie DNA oder RNA zu identifizieren. Der Biosensor wiederum wird durch einen Knopfdruck aktiviert, woraufhin etwas Wasser freigesetzt wird. Die Flüssigkeit rehydriert die gefriergetrockneten Komponenten. Eine Technologie, die auch zur Identifizierung anderer Erreger verwendet werden soll.

Schutz vor neuer Pandemie? Corona-Biosensor soll einzelne Mutante wie die Delta-Variante erkennen können

Exemplarisch wird die Virusgrippe Influenza genannt. Die Erkennung sei sogar so präzise, dass zwischen den einzelnen Varianten des Coronavirus unterschieden werden könnte. Hierzu zählt unter anderem die Delta-Variante, die nicht zuletzt Deutschland in Atem hält*. Co-Erstautor Luis Soenksen vom Wyss-Institut ist davon überzeugt, dass beispielsweise auch chemische Stoffe auf Militäranzügen zu erkennen seien.

Mit der Entwicklung eines Diagnosegeräts innerhalb einer Schutzmaske könnten viele Hindernisse von Echtzeittests beseitigt werden. Laut Forschern ist die Test-Empfindlichkeit mit der von RT-PCR-Tests vergleichbar. Das „RT“ steht in diesem Fall für „real time“, also „Echtzeit“. Der Prototyp des Biosensors würde ohne Verpackung lediglich fünf US-Dollar kosten.

Das Endprodukt, so wie es auf den Markt kommen soll, könnte für noch weniger hergestellt werden. Noch sei das entsprechende Team auf der Suche nach kommerziellen Partnern, die bei der Produktion des Biosensors helfen. Unter der Voraussetzung, dass bekannt ist, nach welchem Erreger gesucht wird, könnte die nächste Pandemie mit den eingebauten Virussensoren frühzeitig gestoppt werden, schreibt der „Business Insider“. Noch bleibt es aber ein frommer Wunsch. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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