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Erste beschlagnahmte Russen-Yacht „Axioma“ wird versteigert: Aufnahmen zeigen den Luxus an Bord

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Von: Fabian Müller

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In Gibraltar kommt die erste Luxus-Yacht, die wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine beschlagnahmt wurde, unter den Hammer. Das Interesse war wohl unerwartet groß.

Gibraltar - Die erste Luxus-Yacht, die wegen des Ukraine-Krieges in Europa beschlagnahmt wurde, wird versteigert. Das Schiff des russischen Großunternehmers Dmitrij Pumpjanskij kommt auf Anordnung des Obersten Gerichts von Gibraltar im britischen Überseegebiet unter den Hammer.

Die Axioma wurde im März beschlagnahmt, nachdem die US-Bank JP Morgan angab, Eigentümer Pumpjanskij habe ein Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro nicht zurückgezahlt. Das 72,5 Meter lange Schiff wird vom Admiralitätsgericht in Gibraltar versteigert, die Gebote mussten bis Dienstagmittag elektronisch übermittelt werden. Es habe eine „unerwartet späte Welle von Kaufinteressenten“ gegeben, sagte Nigel Hollyer, der Leiter der Auktion, in der vergangenen Woche dem britischen Guardian. Der Käufer ist bislang noch nicht öffentlich bekannt.

Luxus-Yacht „Axioma“ wird versteigert: Boot wurde für 550.000 Euro pro Woche vermietet

Die Yacht bietet Platz für zwölf Personen in sechs Kabinen. Sie verfügt über einen Swimmingpool, einen Whirlpool, ein Spa, ein 3D-Kino, mehrere Jetskis und Platz für zusätzlich 20 Crew-Mitglieder. Eigentümer Pumpjanskij vermietete das luxuriöse Schiff für knapp 550.000 Euro pro Woche, zuzüglich Spesen.

Einige Regierungen, darunter auch die Regierung Großbritanniens, hatte in der Vergangenheit gefordert, den Erlös aus den beschlagnahmten Vermögenswerten für ukrainische Flüchtlinge zu verwenden. Im Falle der Axioma wird allerdings erwartet, dass das eingenommene Geld an JP Morgan geht. Experten rechnen aber nicht damit, dass die 20 Millionen, die Pumpjanskij der Bank schuldet, erreicht werden.

Pumpjanskij war Eigentümer und Vorsitzender des Stahlrohrherstellers OAO TMK, einem Zulieferer des staatlichen russischen Energiekonzerns Gazprom. Nach Angaben des Unternehmens hat er sich inzwischen aus der Firma zurückgezogen. Der 58 Jahre alte Russe, der über ein geschätztes Vermögen von 1,84 Milliarden Pfund verfügt, wurde vom Vereinigten Königreich, der EU und den USA mit Sanktionen belegt. (fmü)

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