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Starb ein dreijähriger Junge einen gewaltsamen Tod? Eine Behörde räumte mittlerweile eine Panne ein. (Symbolbild)

Der Junge starb im Oktober

Nach Tod von Dreijährigem: Jetzt räumt Behörde grobe Panne ein

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Im Oktober starb ein dreijähriger Junge. Es wird geprüft, ob ein Tötungsdelikt vorliegt. Eine Behörde räumte jetzt eine Panne ein.

  • Im Oktober starb ein dreijähriger Junge in Dillingen.
  • Es wird geprüft, ob ein Tötungsdelikt vorliegt.
  • Eine Behörde hat jetzt eine Panne eingeräumt.

Dillingen - Ein dreijähriger Junge war im Oktober aus bislang unbekannten Gründen gestorben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Tötungsdelikt vorliegt. Details dazu würden noch nicht bekanntgegeben, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Mittwoch.

Mittlerweile hat das Landratsamt Dillingen eine interne Panne eingeräumt. Drei Monate vor dem Tod des Kindes war der Hinweis einer Nachbarin über eine mögliche Gefährdung des Jungen eingegangen. Dieser war aber behördenintern nicht an das Jugendamt weitergeleitet worden. 

Die Frau habe ursprünglich wegen der Hunde der Familie beim Veterinäramt angerufen, wie sie gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR) erklärte. Auf die Frage, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte, habe sie mit „ja“ geantwortet. Landrat Leo Schrell bestätigte den Anruf und sagte gegenüber dem BR: „Wenn in irgendeinem Fachbereich Informationen eingehen, die für einen anderen Fachbereich von Bedeutung sind, sollten diese Informationen selbstverständlich an diesen Fachbereich weitergegeben werden.“

Viel zu früh verstarb auch ein 14-jähriger Netflix-Schauspieler. Seine Familie trauert in Schottland.

Dreijähriger in Dillingen gestorben: Behörde räumt Panne ein

Das Landratsamt in Dillingen an der Donau erhebt allerdings auch schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt in Halle an der Saale. Dort hatte die Familie zuvor gelebt. Das Jugendamt Halle hätte die Kollegen von dem Umzug der Familie nach Bayern informieren müssen, denn in Halle war bereits eine Kindeswohlgefährdung festgestellt worden. 

Automatismen bei der Weitergabe von Daten gibt es aufgrund von gesetzlichen Vorgaben nicht. Landrat Schrell gibt deshalb auch den Vorschriften die Schuld am Tod des Jungen. „In dem Fall wäre weniger Datenschutz hilfreich, deshalb wünsche ich mir schon, dass in Fällen, wo Kindeswohlgefährdung sein könnte, Datenschutz ein kleines Stück zurückgenommen werden würde, sodass wir notwendige Infos bekommen können“, sagte er dem BR.

Dreijähriger Junge stirbt: Stadtverwaltung Halle äußert sich nicht

Von der Stadtverwaltung in Halle war zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen zu erhalten. Die SPD will den Fall zum Thema im bayerischen Landtag machen. Mit zwei Landtagsanfragen solle ein mögliches Behördenversagen geprüft werden, berichtete die SPD-Fraktion am Mittwoch.

In Eschenbach gibt es einen schrecklichen Verdacht gegen eine junge Frau. Die 25-Jährige soll ihren Stiefsohn getötet haben.

Alle Nachrichten rund um Bayern finden Sie auf unserer Themenseite. Im sächsischen Plauen sind Rettungskräfte zu einer verletzten Frau gerufen worden. Die Helfer erkannten Anzeichen einer Geburt - fanden aber kein Kind.

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