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Corona in Deutschland: NRW zieht ab Montag doch keine landesweite Notbremse

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland zieht wieder an. Die dritte Welle ist da. Die 7-Tage-Inzidenz liegt erneut weit über 100. Alle Infos im News-Ticker.

+++ Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland ist beendet. +++

Update vom 26. März, 17.25 Uhr: Ein Berliner Arzt übt schwere Kritik wegen angeblich mangelhafter Corona-Schutzmaßnahmen in deutschen Impfzentren*. Sein Vorwurf: Es gebe nicht mal Covid-19-Selbsttests für medizinisches Personal.

Update vom 26. März, 13.45 Uhr: Wird es in der Coronavirus-Pandemie Sommerurlaub 2021* geben, und wenn ja, in welcher Form? Immer mehr Reiseziele hängen Deutschland bei den Impfungen ab - auch zwei Insel-Staaten im Indischen Ozean.

Update vom 26. März, 12.04 Uhr: Nordrhein-Westfalen (NRW) zieht ab Montag doch keine Notbremse. Nur in Kommunen mit hoher Inzidenz müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Corona-Schutzverordnung hervor. Die Kommunen dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Corona-Test erlauben.

Babyboom nach dem ersten Corona-Lockdown

Update vom 26. März, 11.30 Uhr: Kein Babyboom im ersten Lockdown! Die Kontaktbeschränkungen hätten sich „nicht spürbar“ auf die Geburtenzahl ausgewirkt, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden. Der Corona-Lockdown dauerte von Mitte März bis Anfang Mai 2020. Die in dieser Zeit gezeugten Kinder wurden zwischen Dezember 2020 bis Februar 2021 geboren. Nach einer ersten Auswertung der Geburtenmeldungen wurden in diesem Zeitraum rund 182.000 Kinder geboren. 

Corona in Deutschland: Termin für Testpflicht für Flugpassagiere steht endlich fest

Update vom 26. März, 10.48: Eine generelle Testpflicht bei Flug-Einreisen soll in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft treten. Also, am 30. März um 0.01 Uhr, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag in Berlin. Der Starttermin wurde noch einmal etwas verschoben, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben. Zunächst war geplant, dass die neuen strengeren Vorgaben in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.

„Wir können die dritte Welle nicht mehr verhindern, aber wir können versuchen sie abzumildern“

RKI-Chef Lothar Wieler

Update vom 26. März, 10.15 Uhr: „Wir können die dritte Welle nicht mehr verhindern“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. „Aber, wir können versuchen sie abzumildern.“ Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen sei schon gestiegen, es würden mehr. Es sei wichtig alle Werkzeuge klug eingesetzt werden müssten. Schnelltests, Selbsttests, Impfungen sowie die AHA-Regeln müssen unbedingt gemeinsam eingesetzt werden.

„Das Virus nutzt jede Lücke“, betont Wieler. Wir seien alle von dem Virus betroffen, deswegen sei es mit Blick auf Ostern wichtig, Kontakte einzuschränken und sich und andere zu schützen, appelliert der RKI-Chef. Auch von Reisen rät er ab.

Update vom 26. März, 9.43 Uhr: Über die Corona-Lage vor Ostern informieren Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin. Die Pressekonferenz können Sie auch hier im Live-Ticker verfolgen.

Corona: Deutschland stuft Nachbarland als Hochrisikogebiet ein

Update vom 26. März, 9.31 Uhr: In Frankreich steigen die Infektionszahlen rasant. Die Bundesregierung will noch diesem Freitag ganz Frankreich als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen. Die Entscheidung bedeutet, dass die Grenze dann bis auf Weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden dürfte. Grund für die Entscheidung sei, dass die 7-Tage-Inzidenz in Frankreich deutlich über der Schwelle von 200 liege. Die Regelung solle in der Nacht zu Montag in Kraft treten.

Die französische Regierung sei seit einigen Tagen über die bevorstehende Entscheidung zur Einstufung Frankreichs informiert, hieß es weiter. Die Einstufung Frankreichs solle spätestens am Freitagabend vom Robert-Koch-Institut (RKI) öffentlich mitgeteilt werden. In Frage stehe sie nicht mehr: „Die Entscheidung ist gefallen“, hieß es gegenüber AFP.

Ein negativer Corona-Test (48 Stunden alt) sei dann für den Grenzübertritt erforderlich. Für Pendler soll es eine Ausnahme geben (siehe auch Update vom 25. März, 20.45 Uhr).

Corona in Deutschland - RKI meldet mehr als 21.000 Neuinfektionen

Update vom 26. März, 6.18 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.573 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 183 neue Todesfälle verzeichnet, wie die Zahlen des RKI vom Freitag zeigen. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.482 Neuinfektionen und 226 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die 7-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 119,1 - und damit wieder höher als am Vortag (113,3). Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,08 (Vortag 1).

Corona in Deutschland: Wird ganz Frankreich zum Hochinzidenz-Gebiet?

Update vom 25. März, 22.15 Uhr: Wissenschaftler stellen bei Menschen mit Coronavirus-Infektionen direkt nach Operationen ein höheres Todes-Risiko fest. Sie plädieren jetzt für neue Corona-Impf-Privilegien* in Deutschland.

Update vom 25. März, 21.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das RKI sprechen vor der Hauptstadtpresse über die Coronavirus-Pandemie in Deutschland - an diesem Freitag ab 10 Uhr hier im Live-Ticker.

Update vom 25. März, 20.45 Uhr: Es ist die nächste Hammer-Meldung in der Coronavirus-Pandemie: Deutschland erwägt wohl, ganz Frankreich zum Hochinzidenz-Gebiet zu erklären. Damit steht offenbar auch eine Grenzschließung zum größten Nachbarland mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern im Raum.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Notbremse in Berlin?

Update vom 25. März, 18.30 Uhr: Berlin steht kurz vor Ostern vor Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. An diesem Donnerstag lag die Hauptstadt mit ihren rund 3,67 Millionen Einwohnern drei Tage in Folge über einer 7-Tage-Inzidenz von 100, ab der laut Bund- und Länderbeschluss eine sogenannte Notbremse greift. Lockerungen im öffentlichen Leben sollen dann wieder zurückgenommen werden.

Der Wert ist mittlerweile auf 125,3 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angestiegen. Was das genau für Berlin heißt, muss nun der Senat der Millionenmetropole an der Spree klären. Laut Tagesspiegel soll das Gremium am Samstag zusammenkommen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Karl Lauterbach plädiert für schnelle Verschärfung des Lockdowns

Update vom 25. März, 18 Uhr: Deutschland befindet sich in der dritten Welle der Coronavirus-Pandemie*. Geht es nach Berliner Wissenschaftlern, wird diese ihre Wucht bis in den Mai entfalten - und bis Juli anhalten. Trotz der Corona-Impfungen.

Update vom 25. März, 16.30 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine schnelle Verschärfung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. „Wir müssen eine Stabilität reinbekommen und diese Stabilität bekommen wir nicht, ohne dass wir den Lockdown jetzt deutlich verschärfen“, sagte er am Donnerstag im ARD-“Mittagsmagazin“. „Man muss es ganz ehrlich sagen, ich sehe keinen anderen Weg, als hier mit einer Ausgangssperre ab 20.00 Uhr zu arbeiten, zumindest für eine befristete Zeit für zwei Wochen.“

Bis dahin sollten Tests weiter ausgebaut werden, damit sie auch in Betrieben regelmäßig eingesetzt werden können, fügte der Mediziner hinzu. Dies müsse zudem verpflichtend geschehen.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Das Saarland will raus aus dem Lockdown

Update vom 25. März, 15.30 Uhr: Die jüngsten Beschlüsse des Corona-Gipfels ermöglichen es den Bundesländern, auch eigene Wege zu gehen. Das Saarland startet ein Modellprojekt und Berlin will beim Thema Homeoffice hart durchgreifen. Nun kommt Schleswig-Holstein mit touristischen Modellprojekten in Gebieten mit niedrigen Corona-Zahlen um die Ecke. Ab dem 19. April will das Bundesland diese ermöglichen. „Schleswig-Holstein zeigt als innovatives Tourismusland nach einem erfolgreichen Sommer 2020 anhand von konkreten Modellprojekten, dass Urlaub in Pandemiezeiten mit Auflagen und intelligenten Konzepten verantwortungsvoll möglich ist“, steht im Konzeptpapier des Landeswirtschaftsministeriums geschrieben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gemeinden, Kreise, kreisfreie Städte und regionale touristische Organisationen könnten sich demzufolge für abgegrenzte Projekte bis zum 7. April bewerben. Bei Zustimmung könnten sie dann am 19. April starten.

Voraussetzung dabei ist: In dem entsprechenden Gebiet müssen innerhalb der vergangenen sieben Tage unter 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner gemeldet worden sein. Die Angebote sollen sich unter anderem auf Ferienwohnungen, Hotels und Gastronomie beziehen. Dazu gehören auch strenge Schutz- und Hygienekonzepte.

Corona: Erstes Bundesland steigt nach Ostern aus dem Lockdown aus - „Wollen neue Wege gehen“

Ursprungsmeldung vom 25. März: Berlin - Die Corona-Lage in Deutschland ist leider wieder dynamisch. Der Blick auf die Zahl der Neuinfektionen erschreckt. 22.657 Corona-Neuinfektionen sind in den vergangenen 24 Stunden an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet worden.

Es sind so viele wie schon lange nicht mehr. Seit dem 13. Januar (damals: 24.102 Corona-Fälle) sind die täglichen Corona-Fallzahlen eigentlich zurückgegangen. Nun nimmt das Infektionsgeschehen wieder Tempo auf. 228 Menschen starben zudem binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.504 Neuinfektionen und 227 neue Todesfälle verzeichnet.

Corona in Deutschland - Lockdown alternativlos

Ist das Coronavirus noch zu bremsen? „Etwa seit dem 10. März 2021 hat sich der Anstieg der Fallzahlen beschleunigt“, teilt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht vom Mittwochabend mit.

„Wir können diesen Anstieg nicht stoppen, es sei denn mit einem neuen Lockdown für das Land“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch in einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington. Andere „Werkzeuge“ zur Eindämmung der dritten Welle stünden derzeit nicht zur Verfügung.

Das RKI gehe davon aus, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sein müssten, um eine neue Welle zu stoppen. „Bis das erreicht ist, werden wir nicht sicher sein“, sagte Wieler. Bis die Impfkampagne so weit fortgeschritten sei, müssten die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken und das Begrenzen von Kontakten weiter befolgt werden.

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz weit über 100

Die 7-Tage-Inzidenz* liegt deutschlandweit bei 113,3 (Vortag: 108,3). Zehn Bundesländer haben den 100er-Wert geknackt. Thüringen liegt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 220,1 an der Spitze. Schleswig-Holstein weist den niedrigsten Wert von 59,8 auf.

In den 412 Städten und Kreisen, die das RKI in seinem Covid-19-Dashboard aufführt, gelten 384 als Corona-Hotspots. In 13 Kreisen liegt die 7-Tage-Inzidenz bei über 250, wie aus dem RKI-Lagebericht hervorgeht. Hotspot ist aktuell der Landkreis Greiz (Thüringen) mit 491,8.

Saarland plant Lockerungen der Corona-Regeln nach Ostern

Das Saarland - aktuell mit einer 7-Tage-Inzidenz von 66,1 - will trotz aller Mahnungen raus aus dem Lockdown*. Das Land plant Lockerungen nach Ostern. „Wir wollen neue Wege in der Pandemiebekämpfung beschreiten“, sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Kontaktbeschränkungen alleine könnten nicht der Königsweg sein. „Es muss uns nach einem Jahr Corona-Pandemie mehr einfallen als nur zu schließen und zu beschränken“, sagte Hans. Die Regierung wolle den Menschen mit den Beschlüssen eine Perspektive geben, „um gerade im Frühling wieder etwas mehr Lebensqualität genießen zu können“.

Ab dem 6. April werde wieder mehr privates und öffentliches Leben möglich sein, sagte Hans am Donnerstag in Saarbrücken. Dafür sei eine neue Rechtsverordnung beschlossen worden.

Gastronomie, Sport und Kultur sollen geöffnet werden. Auch private Treffen und Veranstaltungen mit maximal zehn Teilnehmern im Außenbereich sollen wieder möglich sein. Allerdings: Für die Lockerungen sind eine stabile 7-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sowie tagesaktuelle negative Coronatests.

Saarland Corona-Modellregion für Deutschland

Konkret sieht der Beschluss für die Gastronomie eine Öffnung der Außenbewirtung vor. Gäste müssen im Vorhinein einen Termin buchen, ihre Kontaktdaten werden erfasst. Pro Tisch dürfen maximal zehn Menschen Platz nehmen. Diese müssen dann einen negativen Coronatest vorweisen.

Kontaktsport wie Fußball wird im Freien ermöglicht. Kontaktfreier Sport darf drinnen ausgeübt werden. Auch Fitnessstudios dürfen öffnen. Für alle Sportarten wird ein negativer Coronatest vorausgesetzt. Theater, Kinos und Konzerthäuser dürfen mit Kontaktnachverfolgung und negativem tagesaktuellen Test öffnen. (ml mit Material der afp und dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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