Große Sorge in der Schwangerschaft

Baby kommt immun gegen Corona auf die Welt: Seltener Fall in Singapur erregt Aufsehen

Während der Schwangerschaft infizierte sich eine Frau in Singapur mit dem Coronavirus. Ihr kleiner Sohn kam nun ohne Covid-19 aber mit Antikörpern gegen das Virus zur Welt.

  • Eine Frau aus Singapur infizierte sich beim Europa-Urlaub mit dem Coronavirus*.
  • Während ihrer Schwangerschaft musste sie zur Behandlung ins Krankenhaus.
  • Doch ihr Sohn ist bei der Geburt gesund und weist sogar Antikörper auf.

Singapur - Schwangere geben in der Regel besonders gut auf ihre Gesundheit acht. Das ist in einer weltweiten Pandemie allerdings leichter gesagt, als getan. Das Coronavirus stellt werdende Mütter vor Herausforderungen. Das hat eine Frau aus Singapur am eigenen Leib erfahren.

Die 31-Jährige verbrachte ihren Urlaub im März in Europa und kehrte mit einer Corona-Infektion* nach Hause zurück, wie die örtliche Zeitung Strait Times berichtet. Auch die Mutter und die kleine Tochter der Frau steckten sich an, ihr Ehemann und ihr Vater hingegen blieben verschont. Zwar verlief die Krankheit bei der Schwangeren selbst recht mild, dennoch musste sie über zwei Wochen stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Corona-Fall in Singapur: Die Ärzte rätseln über Antikörper

Die Möglichkeit, dass auch ihr kleiner Sohn nach der Geburt an dem Coronavirus erkrankt sein könnte, war bis zuletzt gegeben. Auch wenn, die Übertragungsraten zwischen Mutter und Fötus einigen Studien zufolge eher gering ausfallen. Nur bei etwa zwei bis drei Prozent der Kinder falle ein Test auf das Virus nach der Geburt positiv aus, erklärte Professor Mario Rüdiger von der Universitätsklinik Dresden dem MDR. Er erforscht gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern, wie eine Corona-Infektion Mutter und Baby betreffen kann.

Doch im Fall der jungen Mutter aus Singapur ist alles gut gegangen. Ihr Sohn Aldrin ist mit einem Geburtsgewicht von 3,5 Kilogramm am 7. November gesund zur Welt gekommen. Das Erstaunliche ist: Im Blut des Kleinen konnten Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen werden. „Es ist sehr interessant. Der Kinderarzt sagt, dass meine Covid-19-Antikörper verschwunden sind, aber Aldrin welche hat“, erklärt die Frau aus Singapur gegenüber der Strait Times. „Mein Arzt vermutet, dass ich meine Covid-19-Antikörper während meiner Schwangerschaft auf ihn übertragen habe.“ Damit wäre ihr Sohn gegen das Virus immun*.

Baby mit Corona-Antikörpern: Seltenheit aber kein Einzelfall

Aldrin ist mittlerweile mit seiner Familie zu Hause. Dort erholt sich seine Mutter von der stressigen Schwangerschaft. Zwar sind sie und ihre Tochter glimpflich davongekommen, ihre Mutter aber musste beatmet werden. Die ältere Dame hätte beinahe ihr Leben verloren. Die Chance ihren Enkel kennenzulernen, bekommt sie nun doch.

Der Fall des kleinen Jungen ist in Singapur eine Seltenheit. Bisher wurden dort nur sehr wenige Baby geboren, deren Mütter zuvor mit dem Virus infiziert waren. Anderenorts kam das aber bereits vor und auch in diesen Fällen hatten die Neugeborenen oft Antikörper gegen das Virus. (mam) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/picture alliance/dpa

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