Impfstoff in Produktion

Ende der Pandemie? Vertragsabschluss zwischen Biontech und EU wegen Corona-Impfstoff bestätigt

  • Sven Schneider
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Hat die Coronavirus-Pandemie bald ein Ende? Das Unternehmen Biontech kann positive Daten beim Corona-Impfstoff vorweisen. Ein Vertrag wurde bereits abgeschlossen.

Update vom 10. November, 12.11 Uhr: Die EU-Komission hat bezüglich eines Corona-Impfstoffs einen Vertragsabschluss mit den Unternehmen Biontech und Pfizer erzielt. „Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden“, sagte CSU-Europapolitiker Manfred Weber noch am Dienstag dem Fernsehsender Phoenix.

ImpfstoffBNT162b2
UnternehmenBiontech
SitzMarburg

Am Mittag folgte dann die Bestätigung. „Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen“, bestätigten Kommissionskreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. „Der Vertrag ist in trockenen Tüchern.“ Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech sollen bis zu 100 Millionen Dosen des Serums in Deutschland zur Verfügung stehen.

Corona-Impfstoff: Biontech meldet 90-prozentige Wirksamkeit - So geht es weiter

Update vom 9. November, 14.03 Uhr: Es läuft wie geplant bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs. Die Partner Biontech und Pfizer haben am Montag mitgeteilt, ihr Corona-Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Beide Unternehmen wollen in der kommenden Woche eine Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

Nebenwirkungen seien zudem nicht registriert worden. Wegen der Dringlichkeit gelte für den Corona-Impfstoff ein beschleunigter Zulassungsprozess. Doch wie geht es jetzt weiter? In Berlin sind Pläne vorgestellt worden, wie es nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Deutschland weitergehen soll*.

Corona-Impfstoff: Biontech will bald produzieren - Der Stand der Dinge

Update vom 2. November, 12.24 Uhr: Der zweite Lockdown in Deutschland hat am Montag begonnen. Der Alltag wird weitestgehend heruntergefahren, die Bevölkerung steht erneut starken Einschränkungen gegenüber. Die Lösung aller Probleme und besonders für das Coronavirus* ist ein Impfstoff. Das Pharmaunternehmen Biontech macht nun allen Menschen große Hoffnung. (News zum Coronavirus)

Bereits Anfang Oktober hatte Biontech-Chef Ugur Sahin angekündigt, auf der Zielgeraden bei der Produktion eines Impfstoffs gegen das Coronavirus zu sein. In Kürze sollen erste Daten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie für den potenziellen Impfstoff vorliegen. „Wir werden sicherlich in zwei Wochen schlauer sein“, sagte Sahin dem VRM-Medienhaus.

Corona-Impfstoff: Biontech will in zwei Wochen loslegen - So geht es weiter

Sahin zeigte sich optimistisch, dass der Impfstoff in der Lage sei, vor dem Coronavirus zu schützen. Bereits Mitte November könnte bei positiven Daten eine Notfallgenehmigung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht werden. Doch wie geht es dann weiter?

Der Pharmakonzern Biontech hat bereits mit der Produktion des Corona-Impfstoffs begonnen. Zwar sagte Sahin, die Freigabe könne „prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen“. Der renommierte Immunologe Anthony Fauci jedoch hatte dem Jama Network erklärt, eine Freigabe des Corona-Impfstoffs sei nicht vor Januar zu erwarten.

Corona Impfstoff: Biontech-Chef Sahin geht von Normalität Mitte 2021 aus

Zwar hatte Biontech die Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff deutlich erweitert. Sahin geht aber davon aus, dass zunächst nur kleine Gruppen der Bevölkerung geimpft werden. Diese Entscheidung obliegt letztlich der Regierung und den zuständigen Behörden“, sagte Sahin.

Das Pharmaunternehmen Biontech verfolgt einen klaren Plan bezüglich des Corona-Impfstoffs.

Sahin hofft, dass Mitte 2021 das normale Leben zurückkehrt. Voraussetzung sind mehrere Unternehmen, die einen Corona-Impfstoff herstellen. Der soll mindestens ein Jahr Immunität gewähren. Eine eventuell nötige jährliche Nachimmunisierung „sei kein Drama“, so Sahin.

Corona-Impfstoff im Dezember? Durchbruch bei Produktion in Deutschland

[Erstmeldung] Hamm - Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus* steigen mit der Zahl der Hotspots in Deutschland. Ein Ende der Pandemie ist noch lange nicht in Sicht. Das Tragen von Masken gehört mittlerweile zur Normalität - zumindest für die meisten. Die erhoffte Erlösung dank eines Impfstoffs lässt auf sich warten - bis jetzt. Es scheint einen neuen Durchbruch zu geben, wie WA.de* schreibt.

Die Welt wartet sehnsüchtig auf einen Corona-Impfstoff. Mehr als eine Million Coronavirus-Erkrankte sind bisher gestorben. Allein in Deutschland gab es mehr als 331.132 Infizierte (Stand: 13. Oktober 2020). Am Dienstag wurde in Hamm eine Sperrstunde eingerichtet*. Forscher arbeiten seit etwa Neujahr fleißig an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 193 Impfstoff-Projekte.

Corona-Impfstoff: Durchbruch bei Biontech - Impfungen in Winter möglich

Der Erfolg? Überschaubar. Nach AstraZeneca musste ein weiterer großer Pharmakonzern eine wichtige Impfstoff-Studie unterbrechen. Wie der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson mitteilte, wurde die Studie am Montag vorübergehend wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden gestoppt.

Besonders bitter: Der US-Konzern gehörte ursprünglich zu eben jenem Kreis, von dem sich die EU-Kommission Hunderte Millionen Impfstoffdosen sicherte, weil nur eine Dosis genügen würde. Andere verlangen dagegen eine zweite Impfung. Kommt nun die Erlösung ausgerechnet aus Deutschland? Die Stadt Bochum würde es freuen, sie ist auf dem Weg zum Risikogebiet*.

Corona-Impfstoff: Durchbruch bei Biontech - Impfungen in Winter möglich

Wie n-tv berichtet, hat der neu entwickelte Impfstoff BNT162b2 des Phamaunternehmens Biontech sehr erfolgreich in den klinischen Studien abgeschlossen. Die Massenproduktion habe bereits begonnen, der finale Genehmigungsantrag sei schon beantragt. Man sei kurz davor, „dieser Pandemie ein Ende zu bereiten“, heißt es.

Der Impfstoff wird nun im sogenannten Rolling-Review-Verfahren in Amsterdam geprüft. Bereits im April hatte Biontech als erstes deutsches Unternehmen die Genehmigung erhalten, klinische Studien durchzuführen. Rund 37.000 Teilnehmer wurden mittlerweile in die Studie eingeschlossen, 28.000 davon haben bereits die zweite Dosis erhalten.

Wie wirkt sich ein möglicher Corona-Impfstoff auf den Alltag aus?

Der Corona-Impfstoff BNT162b2 besitze „ein exzellentes Profil“, sagt Biontech-Chef Ugur Sahin in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zudem gehe man „langsam auf die Zielgerade zu“, so Sahin.

Erste Corona-Impfungen könnten bereits im Winter starten - unabhängig von Grippe-Impfungen, die von Experten empfohlen wird. Und das ohne große Anlaufphase. „Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Corona-Impfstoff: Biontech rechnet mit 350 Millionen Corona-Impfdosen bis Sommer 2021

Erst im September hatte Biontech das Gelände des Schweizer Pharmariesen Novartis mitsamt 300 hochqualifizierter Mitarbeiter übernommen, um die Produktion des Corona-Impfstoffs zu erweitern. Biontech plant mit 100 Millionen Corona-Impfdosen noch in diesem Jahr, 250 Millionen weitere sollen im ersten Halbjahr 2021 folgen.

Kehrt dann der Alltag nach Deutschland zurück und lässt den Mund-Nasen-Schutz in den Müll wandern? Das Robert Koch-Institut dämpft erste Erwartungen. Auch mit der Einführung des Corona-Impfstoffs werde der Alltag zunächst eingeschränkt bleiben, heißt es im neuen Strategiepapier des RKI.

Die Impfung sei zwar „ein wichtiger Teil der Pandemiebekämpfung“. Dennoch müssten Maßnahmen an das jeweilige Risiko angepasst werden. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture alliance

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