Vor dem Toom-Baumarkt Plettenberg stehen Pflanzen und Co. zum Verkauf.
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Gartencenter und Blumenläden dürfen ab kommenden Montag überall in Deutschland wieder öffnen. In einigen Bundesländern sind sie jedoch ohnehin schon geöffnet.

Corona-Lockdown

Gartencenter und Blumenläden öffnen in ganz Deutschland – Spezielle Regeln für Baumärkte

  • Lena Karber
    vonLena Karber
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Seit dem Corona-Gipfel ist klar: in ganz Deutschland dürfen Blumenläden und Gartencenter wieder öffnen. Die bundesweit einheitliche Regel gilt jedoch nicht für Baumärkte: Hier gibt es spezielle Bestimmungen.

Update, Donnerstag, 04.03.2021, 11.21 Uhr: Ab kommenden Montag (08.03.2021) dürfen Gartencenter und Blumenläden wieder öffnen. Das ist eines der Ergebnisse des Bund-Länder-Treffens, das am gestrigen Mittwoch (03.03.2021) stattgefunden hat. Für einige Bundesländer ist das keine Neuerung, da Geschäfte, die Pflanzen und Gartenbedarf anbieten, ohnehin bereits geöffnet hatten. Doch das war nicht überall der Fall, insofern bedeutet der Beschluss vielerorts eine Lockerung für den Einzelhandel.

Davon profitieren auch die Baumärkte: Sie dürfen in den meisten Bundesländern zwar nicht komplett öffnen und nicht ihr gesamtes Sortiment anbieten, aber Obi, Bauhaus & Co. dürfen zumindest die angeschlossenen Gartencenter wieder für Privatkunden ohne Gewerbeschein öffnen. Allerdings gilt dabei eine Einlassbeschränkung: So müssen bei einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter jedem Kunden 10 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Bei Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern muss für jeden zusätzlichen Kunden dann mit 20 Quadratmetern gerechnet werden.

Gartencenter und Blumenläden in ganz Deutschland wieder geöffnet – Neue Regeln für Baumärkte

Während in Bayern, Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt Baumärkte bereits komplett geöffnet haben, ist das für den Rest der Bundesrepublik aktuell nicht geplant. Stattdessen haben sich die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung am Mittwoch darauf geeinigt, Lockerungen für den Einzelhandel in Deutschland an die jeweilige Inzidenz der Region zu koppeln. Dafür wurde ein neuer Wert festgelegt: Ab kommenden Montag (08.03.2021) sind Öffnungen von Baumärkten und anderen Geschäften zwar grundsätzlich möglich – jedoch nur, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Zusätzlich greift auch hier eine Quadratmeter-Regel, die besagt, dass nur ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche in das Geschäft darf.

Auch für Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, gibt es eine Neuerung: Dort darf neben dem bekannten System des „Click and Collect“ (kontaktlose Abholung nach vorheriger Bestellung) nun ab kommender Woche auch per „Click and Meet“ eingekauft werden. Das heißt, Kunden dürfen nach vorheriger Terminvereinbarung in dem Geschäft einkaufen und sich beraten lassen.

Allerdings haben Bund und Länder neben den Lockerungsmaßnahmen auch eine „Notbremse“ vereinbart: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region an drei Tagen über 100 sollen die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden. Es gelten dann wieder die Regeln, die vor dem 8. März gegolten haben.

Corona-Lockdown: Kommt eine bundesweit einheitliche Lösung für Gartencenter und Blumenläden?

Erstmeldung, Dienstag, 02.03.2021, 16.38 Uhr: In Bayern und Nordrhein-Westfalen haben Baumärkte komplett geöffnet, in anderen Bundesländern wie Hessen oder Brandenburg gab es entsprechende Lockerungen zumindest für die Gartencenter. Doch es gibt auch eine Reihe von Bundesländern in Deutschland, in denen bislang auch für Gartenmärkte noch keine Öffnungen geplant sind, dort dürfen Obi, Baumarkt & Co. noch keine Pflanzen verkaufen. Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Laut Medienberichten ist eine einheitliche Öffnung von Blumenläden und Gartencentern in ganz Deutschland geplant.

Wenn am Mittwoch (03.03.2021) die Vertreter von Bund und Ländern zum nächsten Corona-Gipfel zusammenkommen, wird es um eine Verlängerung des Lockdown, aber auch um Lockerungen gehen. Laut Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ könnte dabei die bundesweit einheitliche Öffnung von Gartencentern und Blumenläden ganz weit oben auf der Liste stehen. Zumindest scheint dies aus einem Entwurf der sogenannten Vierergruppe hervorzugehen, die der Kanzlerin und den Länderchefs zuarbeitet.

Corona-Gipfel am Mittwoch: Dürfen Gartencenter und Blumenläden überall in Deutschland wieder öffnen?

Gemäß des Entwurfs soll der Lockdown in Deutschland beim morgigen Treffen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bis zum 28. März 2021 verlängert werden. Allerdings sollen – nachdem beim letzten Treffen beschlossen worden war, dass Schulen wieder öffnen dürfen – auch weitere Lockerungen genehmigt werden, die auch den Einzelhandel betreffen. Beim vergangenen Corona-Gipfel hatte man noch betont, dass die Inzidenz zuerst unter die Marke von 35 rutschen müsste, bevor Öffnungen von Geschäften erlaubt werden können. Kanzleramtschef Helge Braun hatte den Verzicht auf die Festlegung weiterer Lockerungs-Stufen mit der Unberechenbarkeit der Pandemie durch Virus-Mutationen erklärt. 

Obwohl die 35er-Marke aktuell noch in weiter Ferne liegt, deutet nun jedoch einiges darauf hin, dass beim Gipfeltreffen am morgigen Mittwoch weitere Lockerungen beschlossen werden sollen, über die sich auf Obi, Bauhaus & Co. freuen dürften. Denn neben Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und dem Plan, einige Dienstleistungen wieder zu ermöglichen, rücken auch Gartencenter in den Fokus: Gemeinsam mit Buchhandlungen sollen Blumengeschäfte und Gartenmärkte in allen Bundesländern einheitlich geöffnet werden. Dies würde dann auch die Öffnung von an Baumärkte angeschlossenen Gartencentern deutschlandweit bedeuten, die aktuell schon in mehreren Bundesländern erlaubt ist.

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