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Fünf Tote bei Familiendrama in Brandenburg: Vater mit grausamer Tat - weil gefälschtes Impfzertifikat aufflog

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Von: Luisa Billmayer

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Viele Kerzen brennen vor einem Einfamilienhaus in einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen. Anfang Dezember hatten Zeugen in diesem Haus leblose Personen gesehen und die Polizei alarmiert.
Viele Kerzen brennen vor einem Einfamilienhaus in einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen. Anfang Dezember hatten Zeugen in diesem Haus leblose Personen gesehen und die Polizei alarmiert. © Patrick Pleul/dpa

Nachdem in Brandenburg fünf Tote gefunden wurden, lässt der Abschiedsbrief des Familienvaters aufhorchen.

Cottbus/Königs Wusterhausen - Hat er aus Furcht vor dem Gefängnis gehandelt? Im Fall der fünf Toten in Brandenburg soll der unter Verdacht stehende Familienvater laut seinem Abschiedsbrief Angst vor einer Verhaftung gehabt haben. Hinzu kam nach Justizangaben die Befürchtung, dass man ihm und seiner Frau die Kinder wegnehmen werde.

Fünf Tote bei Familiendrama in Brandenburg: Vater mit grausamer Tat

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weitere Details wollte er nicht nennen. Den Brief fanden die Ermittler im Haus der Familie.

Video: Vater soll seine Frau, 3 Kinder und dann sich selbst getötet haben

Nach der Entdeckung der fünf Toten am Samstag in einem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen gilt der Familienvater laut Ermittlern als verantwortlich. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen, ergaben erste Ermittlungen, über die Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Montag informiert hatten. Ein Abschiedsbrief weise auf den 40-Jährigen.

Tote Familie in Brandenburg: Abschiedsbrief des Vaters gibt Aufschluss

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben - man fand alle mit Schussverletzungen. Zunächst hieß es, sie wiesen Schuss- und Stichverletzungen auf. Das revidierte die Staatsanwaltschaft jetzt. Eine Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Waffe handelt, mit der geschossen wurde, sei derzeit aber noch offen. Die Obduktion der fünf Toten sollte einige Tage dauern. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Hilfe bei Suizidgefahr

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren.

Wer Hilfe sucht, kann sich an die Telefonseelsorge wenden. Im Akutfall unter Telefon: 08 00/1 11 01 11 oder 08 00/1 11 02 22 oder 11 61 23. Im Chat oder per Mail unter online.telefonseelsorge.de. Zudem gibt es einen psychiatrischen Krisendienst in Bayern unter Telefon: 08 00/6 55 30 00. Die ARCHE ist ein Verein für Suizidprävention und Lebenshilfe für München und außerhalb. Der Verein ist telefonisch unter 089/33 40 41 zu erreichen. Wer akute Fälle von Suizidversuchen beobachtet, soll umgehend die Notrufnummer 112 wählen.

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