Als in Heuchelheim zu Fastnacht statt Konfetti Fäuste flogen

  • Rüdiger Soßdorf
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"Rowdys sprengten Karnevals-Veranstaltung", lautete eine Schlagzeile der "Gießener Allgemeinen" im Februar vor 50 Jahren. Und was sich da in der altehrwürdigen Turnhalle an der Wilhelmstraße abgespielt hat, das lässt heute noch denn Kopf schütteln: Sechs junge Burschen, fünf aus Atzbach, einer aus Kinzenbach, waren zuerst im "Lascaux" gewesen, wie das Heuchelheimer Mühlchen damals hieß. Dort aber wurden sie zu vorgerückter Stunde des Saales verwiesen. Daraufhin gingen sie gegen 1.45 Uhr in die Turnhalle und belästigten die Kapelle, die nach einer Fremdensitzung des Carnevalvereins zum Tanz aufspielte, bewarfen das Publikum von der Bühne herunter mit Gläsern und Flaschen. "Es war ganz fürchterlich", erinnert sich Renate Weber, die damals als 16-Jährige mit der Funkengarde auf der Bühne stand. Ein Feuerwehrmann, der den jungen Männern Einhalt zu bieten versuchte, wurde niedergeschlagen, vermeldete die Zeitung damals. Es flogen Fäuste, wurden Stuhlbeine geschwungen, kamen Feuerlöscher zum Einsatz. Es bedurfte mehrerer Polizeistreifen sowie weiterer Feuerwehrleute und "beherzter Männer", um die sechs Schläger zu überwältigen. Die Bilanz: mehrere Verletzte und ein ramponierter Saal, der am nächsten Morgen wieder hergerichtet werden musste. Schließlich war Sonntagmittag Familiensitzung des HCV. Was wurde seinerzeit noch vermeldet? Das Gros der Gäste hatte die Halle in Panik verlassen – und vor der Flucht noch nicht bezahlt…

"Rowdys sprengten Karnevals-Veranstaltung", lautete eine Schlagzeile der "Gießener Allgemeinen" im Februar vor 50 Jahren. Und was sich da in der altehrwürdigen Turnhalle an der Wilhelmstraße abgespielt hat, das lässt heute noch denn Kopf schütteln: Sechs junge Burschen, fünf aus Atzbach, einer aus Kinzenbach, waren zuerst im "Lascaux" gewesen, wie das Heuchelheimer Mühlchen damals hieß. Dort aber wurden sie zu vorgerückter Stunde des Saales verwiesen. Daraufhin gingen sie gegen 1.45 Uhr in die Turnhalle und belästigten die Kapelle, die nach einer Fremdensitzung des Carnevalvereins zum Tanz aufspielte, bewarfen das Publikum von der Bühne herunter mit Gläsern und Flaschen. "Es war ganz fürchterlich", erinnert sich Renate Weber, die damals als 16-Jährige mit der Funkengarde auf der Bühne stand. Ein Feuerwehrmann, der den jungen Männern Einhalt zu bieten versuchte, wurde niedergeschlagen, vermeldete die Zeitung damals. Es flogen Fäuste, wurden Stuhlbeine geschwungen, kamen Feuerlöscher zum Einsatz. Es bedurfte mehrerer Polizeistreifen sowie weiterer Feuerwehrleute und "beherzter Männer", um die sechs Schläger zu überwältigen. Die Bilanz: mehrere Verletzte und ein ramponierter Saal, der am nächsten Morgen wieder hergerichtet werden musste. Schließlich war Sonntagmittag Familiensitzung des HCV. Was wurde seinerzeit noch vermeldet? Das Gros der Gäste hatte die Halle in Panik verlassen – und vor der Flucht noch nicht bezahlt…

Für Montag jedenfalls wünschen wir dem HCV eine schöne Gala-Prunksitzung – fröhlich-friedlich bis in den Morgen! (so)

Quelle: Gießener Allgemeine

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