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Schwitzen im Holzfass - Besonderes Sauna-Konzept aus dem Kreis Gießen

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Von: Constantin Hoppe

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Schwere Zeiten für Saunagänger:: Um Energie zu sparen, sind viele öffentliche Saunen derzeit abgeschaltet, so auch im Landkreis Gießen. Doch eine mobile Sauna kann Abhilfe schaffen.

Staufenberg - Entspannend, entgiftend, gesundheitsfördernd: Schwitzen in der Sauna soll wahre Wunder bewirken. Ein Forscherteam aus Finnland will gar herausgefunden haben, dass regelmäßiges Saunieren das Leben verlängert. Doch wie kann man den Gang in die Sauna antreten, wenn die öffentlichen aufgrund der Energiekrise geschlossen sind und es im eigenen Haus keine gibt? Da bietet eine mobile Sauna zum Mieten eine Alternative. Eine solche gibt es nun in Staufenberg.

Wenn es nach Karsten Burbach geht, könnte er fast jeden Tag eine Sauna besuchen: »Meine Frau und ich sind einfach begeisterte Saunagänger.« Vor wenigen Wochen hat der 34-Jährige nun seine Leidenschaft zu einer Geschäftsidee gemacht: Seit Anfang September bietet er ein mobiles Dampfbad inklusive »Hot Tub« zum Mieten an. Dieses bringt das Wellnessvergnügen direkt vor die eigene Haustür. Seine Idee ist ganz einfach: Wenn die Leute nicht in die Sauna gehen können, kommt die Sauna eben zu den Leuten.

Kreis Gießen: Die Sauna direkt vor der Haustür

Die mobile Sauna wirkt dabei von Außen auf den ersten Blick wie eine Gartenhütte oder ein etwas überdimensioniertes Fass. Bei einem Blick in das Innere offenbaren sich ein Holzofen und Bänke.

Zwar sind Mietsaunen längst nichts Unübliches mehr - es gibt ähnliche Angebote in Rabenau und Butzbach - doch ein Angebot macht die sogenannte »Schweißperle« einzigartig in der Region. »Neben der Sauna liefern wir ohne Aufpreis gleich noch einen ›Hot Tub‹ dazu«, sagt Burbach. Also eine Art beheizbare Badewanne inklusive Sprudelfunktion, die sie zum Whirlpool werden lässt.

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Karsten Burbach aus Staufenberg bietet mit seiner mobilen Sauna »Schweißperle« Wellness vor der Haustür an. © Constantin Hoppe

Der erste Impuls, sich eine mobile Sauna zuzulegen, entstand bei dem Staufenberger im Zuge des ersten Corona-Lockdowns: »Die öffentlichen Saunen wurden während des ersten Lockdowns geschlossen. Ohne den regelmäßigen Sauna-Gang hat uns einfach etwas gefehlt.« Trotzdem hat es bis zur Umsetzung der Idee noch etwas gedauert, genauer gesagt bis zum Weihnachtsfest im vergangenen Jahr: »Da schenkte mir meine Frau für einen Tag eine mobile Sauna. Als ich drin saß, stand mein Entschluss fest.« Seit Anfang September steht nun das mobile Sauna-Fass vor seiner Haustür in Staufenberg,

Die meisten Anfragen kommen aus der näheren Umgebung der Stadt. Die mobile Sauna wurde aber auch schon in Florstadt genutzt. Egal ob zum Junggesellenabschied, als Geburtstagsgeschenk oder für ein Wellness-Wochenende - die Gründe der Mieter sind vielfältig.

Kreis Gießen: Winterzeit ideal zum Saunieren

Und da sie mit einem Holzofen bestückt ist, einen Stromanschluss hat, jedoch nicht benötigt, kann sie auch schon mal abgelegen an einem See oder irgendwo im Nirgendwo - wildromantisch in der Natur - eingesetzt werden. »Ein Holzofen ist ohnehin die bessere Wahl. Das ist ein ganz anderes Feeling als mit einem Elektro-Ofen«, erklärt Burbach. »Man bekommt das Knistern des Holzofens gratis dazu und kann einfach einen Moment entspannen. Am schönsten ist es, wenn draußen Schnee liegt.« Strom ist nur notwendig, wenn die Sprudelfunktion des »Hot Tubs« genutzt wird - um diesen mit Wasser zu füllen, sollte auch ein Wasseranschluss vorhanden sein. Wichtig ist, dass der Sauna-Anhänger einen ebenen und festen Standplatz hat

Gerade in der kalten Jahreszeit helfe ein Saunabesuch bei der Vorbeugung von Krankheiten. Auch das Herz-Kreislaufsystem profitiere durch die gesteigerte Durchblutung. Der klassische Aufguss darf dabei ebenso wenig fehlen wie die Verwendung ätherischer Öle. Nach spätestens 15 Minuten sollte man jedoch eine Pause an der frischen Luft einlegen, sich abkühlen und für eine halbe Stunde ausruhen, rät Burbach. Und man sollte sich auf sein Körpergefühl verlassen: »Die Sauna ist kein Ort, um Wettkämpfe auszutragen.« (Constantin Hoppe)

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