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Das große Blasorchester unter der Leitung von Otmar Scheld (rechts) gestaltet den zweiten Teil des Abends mit Märschen, Walzern und südamerikanischer Sambamusik.

Märsche und Sambarhythmen beim Osterkonzert

Reiskrichen (sh). Der Reiskirchener Musikverein zeigte im ausverkauften Bürgerhaus die Bandbreite der Blasmusik.

Fröhlich, bunt und vielfältig – ein Programm so wie der Frühling. Das wollte der Reiskirchener Musikverein seinem Publikum beim 43. Osterkonzert bieten. Es waren keine leeren Versprechen: Die Besucher bekamen im ausverkauften Bürgerhaus von drei Formationen des Vereins die Bandbreite moderner Blasmusik zu hören.

Der Spielmannszug unter der Leitung von Tanja Müller-Schlösser startete klassisch mit dem Marsch "In Treue fest", ehe er zur modernen Spielmannsmusik wechselte und mit Filmmusik aus "Ronja Räubertochter" ein märchenhaftes Ambiente vor den inneren Augen der Besucher entstehen ließ. Vom Zauberwald ging es mit dem "Japanischen Tanz" in den fernen Osten und weiter nach Irland, wo die Musiker mit "Lord of the Dance" Musik aus der Stepp-Show spielten. Höhepunkt war aber das musikalisch einfachste Stück "Little Ben", denn dabei kamen fast 20 Kinder dazu, die an diese Abend ihren ersten Auftritt mit dem Spielmannszug hatten.

Das Regio-Kinderorchester unter der Leitung von Hubert Orth hatte für seinen Auftritt den Rock’n’Roll-Song "I Get Around" ausgesucht. Anschließend stand amerikanische Trinklied "Little Brown Jug" auf dem Programm, das die Zuhörer zum Mitschnipsen animierte, sowie das ruhige Stück "May It Be". Dieses Kinderorchester sei eine absolute Rarität, sagte Moderatorin Susanne Hohmeyer-Lichtblau. Denn die Besetzung mit Instrumenten der Spielmanns- und Blasmusik finde man heute kaum noch.

Den zweiten Teil des Konzertes gestaltete das große Blasorchester unter der Leitung von Otmar Scheld. Gleich zu Beginn präsentierten die Musiker einen außergewöhnlichen Marsch: "Kings March" aus der Verfilmung von Till Eulenspiegel gefolgt von der Ouvertüre aus "Leichte Kavallerie" von Jacques Offenbach, die vom Heldenleben und vom Herzschmerz der ungarischen Husaren erzählt. Nach dem Konzertwalzer "Frühlingsstimmen" von Johann Strauss lud das Orchester sein Publikum mit dem Tongemälde "Oregon" zu einer Fahrt mit einer alten Dampflok durch den amerikanischen Bundesstaates ein.

Eine Zeitreise, bei der die Besucher Indianern, Cowboys, Goldgräbern und Pferden mit Planwagen begegneten.

Beeindruckend auch die sinfonische Ouvertüre "Slowenia", die das Lebensgefühl des Landes kurz vor der Unabhängigkeit widerspiegelt. Der Schlussteil des Programms gehörte der volkstümlichen Blasmusik mit den Polkas "Hoch Thiersee", "Ein Traum auf Böhmisch" und der "Brin Polka". Mit südamerikanischer Sambamusik beendete das Orchester sein Programm, das den Besuchern so gut gefallen hatte, dass sie zwei Zugaben forderte.

Auch bei diesem Osterkonzert gab es wieder eine Spendenübergabe des Strickkränzchens "Gesocks" für die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins: 3000 Euro. Damit wurden in elf Jahren bisher insgesamt fast 28 000 Euro gespendet. Als kleinen Dank überreichten Kinder aus dem Verein den fleißigen Strickerinnen Blumensträuße.

Quelle: Gießener Allgemeine

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