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Nördlich der Bahntrasse und östlich des Wohngebietes Silcherstraße/Mozartstraße sollen 48 Grundstücke entstehen.

Neubaugebiet

Lindenstruth bekommt 48 neue Bauplätze

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Grünes Licht für ein Neubaugebiet in Lindenstruth: Dort sollen als Erweiterung eines bestehenden Wohngebietes 48 Bauplätze ausgewiesen werden. Auch eine Kita ist dort vorgesehen.

Gut 20 Jahre ist es her, dass im Reiskirchener Ortsteil Lindenstruth das letzte Neubaugebiet ausgewiesen wurde. Jetzt soll wieder eins entstehen. Zwischen der Bahnlinie im Süden und der Firma Weiss im Norden, quasi als Erweiterung des Wohngebietes Silcherstraße/Mozartstraße. Bau- sowie Haupt- und Finanzausschuss gaben in ihrer gemeinsamen Sitzung am Dienstagabend einstimmig grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplanes "Alte Straße" sowie die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Bereich.

Franziska Licher vom Planungsbüro Holger Fischer stellte den Mitgliedern beider Gremien ein städtebauliches Konzept für das rund sieben Hektar große Areal vor, das Grundlage für den Bebauungsplan ist. Ziel ist zum einen die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebietes, um den Bedarf an Bauplätzen zu decken. 48 Grundstücke sollen im südlichen Bereich entstehen.

Im Norden, angrenzend an die Firma Weiss, ist ein Mischgebiet vorgesehen, in dem "nicht störendes Gewerbe" erlaubt sein soll, wie Licher erklärte. Also Büro- und Servicegebäude, keine Produktionsstätten. Dem Unternehmen sei die Fläche zur Erweiterung angeboten worden. Es bestehe Interesse, hieß es seitens der Planerin.

Während das Mischgebiet über das Firmengelände erschlossen werden soll, wird die Zufahrt zum Wohngebiet über Mozart- und Beethovenstraße erfolgen. Durch das Wohngebiet soll eine doppelte Ringstraße führen, innerhalb der Doppel- und Reihenhäuser gebaut werden dürfen. Im Außenbereich, so Licher, ist der Bau von Einzelhäusern angedacht, im Norden, angrenzend an das Mischgebiet, sollen drei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Platz für eine Kita

Im Süden haben die Planer eine Fläche für den Gemeinbedarf vorgesehen, beispielsweise für eine Kindertagesstätte. Die allerdings wird möglicherweise weiter nördlich im Mischgebiet angeordnet. Reinhard Strack-Schmalor (SPD) regte das an, da er den Standort an der Bahnlinie nicht optimal findet. Ebenfalls aus den Reihen der SPD, konkret von Frank Arnold, kam der Vorschlag, die drei geplanten Mehrfamilienhäuser für den sozialen Wohnungsbau vorzusehen. Der Zeitpunkt für derart konkrete Festlegungen sei zu früh, meinte Karl-Heinz Scherer (FW). "Wir beschließen hier nur die Aufstellung des Bebauungsplanes."

Was die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur angeht, wurde diese laut Licher bereits im Vorfeld geprüft. Ergebnis: Zwei Regenrückhaltebecken sind notwendig. Eines ist im südlichen Bereich vorgesehen, das zweite im Nordosten. Beide dienen der Entwässerung des Plangebietes und sind für das nördlich angrenzende Industriegebiet sowie für den Außenbereich - auch mit Blick auf eine mögliche weitere städtebauliche Entwicklung - erforderlich und wirken sich positiv auf das gesamte Kanalnetz des Ortes aus.

Weiteres Thema: der Immissionsschutz. Weil das Plangebiet im Süden an die Bahntrasse und im Norden an die Firma Weiss angrenzt, "wird im Vorfeld ein schalltechnisches Gutachten erstellt". Das werde zeigen, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Die Präsentation der Planungen wurde auch von einigen Anwohnern der Silcherstraße verfolgt. Sie wünsche sich den Erhalt des Grünstreifens, der direkt an ihre Grundstücke anschließt und nach den derzeitigen Planungen Teil des neuen Baugebietes wird.

Quelle: Gießener Allgemeine

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