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Das Programm für das Pohlheimer Wiesnfest 2023 steht

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Von: Patrick Dehnhardt

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»Reiß die Hütte ab!«: Mickie Krause ist bei der ersten Wiesnhitnacht 2023 wieder mit von der Partie. © pv

Die Verantwortlichen haben das Programm für das 13. Pohlheimer Wiesnfest vorgestellt. Mickie Krause wird 2023 ebenso dabei sein wie erstmals auch Ikke Hüftgold.

Eine Pohlheimer Wiesn ohne Mickie Krause? Irgendwie undenkbar. Obwohl der Partysänger angekündigt hat, ein wenig kürzer treten zu wollen, ist er auch bei der 13. Auflage auf der Mockswiese wieder mit von der Partie, und das gleich bei der ersten von vier Wiesnhitnächten.

Gestern stellten Carsten Prill, Geschäftsführer der ausrichtenden Bill Event GmbH aus Stadtallendorf, Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck und Holger Pfeiffer vom Vorstand der Licher Brauerei das Programm für 2023 vor.

»Das Licher Wiesnfest in Pohlheim ist eine Institution«, sagte Pfeiffer, Prill fügte hinzu: »Es ist die Mutter aller Wiesnfeste.« Am Konzept selbst wird man daher bei der 13. Auflage nur minimal schrauben. So wird es beispielsweise keinen Donnerstagabendtermin mehr geben. Denn wenn am Freitag kein Feiertag ist, müssen die Wiesnbesucher entweder nüchtern bleiben oder einen Tag Urlaub nehmen, hat Prill festgestellt. Da nutzt man dann lieber das Wochenende rund um den 1. Mai aus - der günstig auf einen Montag fällt.

Die Blockhütte vor dem Festzelt wird kein Comeback haben, kündigte Prill zudem an. Dieses Jahr hatte man stattdessen an den Tagen zwischen den Wiesnhitnächten einen Biergarten geöffnet. Der kam so gut an, dass er 2023 noch ausgebaut werden soll. Die Blockhütte würde dafür den Platz klauen.

Eine der wichtigsten Fragen - der Bierpreis - kann heute noch nicht beantwortet werden. Die Licher Brauerei unterstütze das Fest wieder gerne, sagte Pfeiffer. Aber bei den derzeitigen Kostenentwicklungen könne man nicht abschätzen, in welche Richtung die Reise bei den Preisen geht.

Ähnlich geht es Prill bei der Planung. 2018 oder 2019 hätte man schon ein Jahr vorher recht fix sagen können, was Strom, Zeltaufbau und Wasser kosten, sagte er. Das sei mittlerweile nicht mehr möglich. Dennoch müssten für ein Event dieser Größe schon alle Künstler bereits jetzt gebucht sein und die Rahmenbedingungen stehen.

Trotz hoher Inflation bleiben die Ticketpreise fast stabil. Während sich seit 2019 der Spritpreis an der Tankstelle um die Hälfte und der Strompreis verzigfacht hat, geht es bei den Tickets für die Wiesnhitnächte lediglich um rund drei Euro von 29,60 auf 32,90 Euro hinauf. »Es ist ein sehr humaner Ticketpreis«, sagte Prill. Es sei auch ein bisschen ein Dank an die treuen Wiesnfans. »Es gibt Leute, die haben seit zehn Jahren im Mittelschiff immer denselben Tisch. Das ist bemerkenswert.«

Bei der Qualität wolle man dennoch keine Abstriche machen. Der Blick aufs Programm bestätigt dies. Nicht ein Künstler, nicht eine Band ist zweimal da. Die Bandbreite ist so enorm groß. Dadurch werden es auch keine »Mickie-Krause-Festspiele«.

Zur zweiten Wiesnhitnacht kommt ein Künstler, der spaltet: Ikke Hüftgold, der für Ballermann-Klassiker wie »Berti Bums Birne« oder »Unten kommt die Gurke rein« steht. Prill sagt, man habe die Wiesnfestbesucher gefragt, welchen Interpreten sie gerne mal sehen würden - und dabei sei der Name immer wieder genannt worden. In Stadtallendorf beim Wiesnfest-Ableger hatte man ihn »getestet«: »Die Leute haben ihn abgefeiert.«

Wer ihn nicht mag, aber dennoch Wiesnstimmung will, kann zudem an einem der anderen Tage kommen oder dem Tanz in den Mai beiwohnen. Am 30. April werden dabei die »Schürzenjäger« zum ersten Mal seit vielen Jahren in Pohlheim auf der Bühne stehen. Der Abend findet erneut zugunsten der »Tour der Hoffnung« statt.

Eine weitere hochkarätige Formation sind die Dorfrocker, die am 6. Mai bei der vierten Wiesnhitnacht spielen werden. Zu den Frühschoppen am 1. und 7. Mai ist der Eintritt frei, am 7. Mai spielt die Münchholzhäuser Blaskapelle. Bürgermeister Andreas Ruck sagte mit Blick auf das kommende Jahr: »Ich freue mich auf ein tolles Wiesnfest.«

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