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Zwischen Salzböden und der Siedlung Schmelz steht in diesem Jahr die Straßenerneuerung an. Über die weitere Strecke durch den Forst Richtung Krofdorf ist noch nicht entschieden. FOTO: SO

Straße zur Schmelz

Sanierung beginnt im Sommer

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In diesem Sommer soll die Straße zwischen Salzböden und der Schmelzmühle saniert werden. Geschätzte Bauzeit: Drei Monate. Die Arbeiten sind längst fällig.

Lollar (so). Seit Mai 2019 schon ist das Projekt vom Bauausschuss des Kreistages genehmigt. Doch erst im kommenden Sommer soll mit dem Sanierung der Straße zwischen Salzböden und der Schmelz begonnen werden. Womöglich gar erst im Herbst. Das teilt der Landkreis Gießen als Eigentümer der Straße mit.

Am Dienstag dieser Woche waren Vertreter des Kreises, der Stadt Lollar und von Hessen Mobil zu einem Abstimmungsgespräch zusammengekommen. Im Ergebnis wird jetzt eine dreimonatige Bauzeit im Sommer 2020 kommuniziert. Wann genau gebaut wird, das ist aber noch offen. Jedenfalls rollen die Baumaschinen erst dann an, wenn die Ortsdurchfahrt von Odenhausen wieder frei ist. Im Sinne des Gastronomiebetriebs auf der Schmelz könne allerdings der Zeitpunkt der Sanierung noch um einige Wochen verschoben werden, um die Sperrung in die Nebensaison zu verlegen, signalisiert der Landkreis auf Anfrage.

Gespräch mit den Anliegern

In Kürze wollen Kreis, Stadt Lollar und Straßenbauverwaltung die Anwohner über Arbeiten und die damit verbundene Umleitungsproblematik informieren, sagt Kreissprecherin Nadine Jung. Als Gesprächstermin ist der kommende Montag ins Auge gefasst.

Auf der Schmelz wird eine solche Info sehnlichst erwartet. Denn dass die Straße in Ordnung gebracht werden soll, das steht schon seit Längerem im Raum. Und seit der Projektfreigabe im Mai 2019 sind wieder anderthalb Jahre ins Land gegangen, ohne dass greifbar etwas passiert ist. Im Mai vergangenen Jahres hieß es, dass die Arbeiten im Herbst beginnen. Im Spätsommer 2019 wurde dann auf die erste Jahreshälfte 2020 vertagt. Jetzt heißt es Sommer 2020.

Gastronom hat Bedenken

In den vergangenen Tagen hatte Herbert Jung, Chef des beliebten Ausflugslokals Schmelz-Mühle, seine Bedenken öffentlich gemacht. Er ist in Sorge um den 175-jährigen Familienbetrieb. Denn sollte es wegen der geplanten Baustelle zu einer mehrmonatigen Sperrung der Straße zwischen Salzböden und der Schmelz kommen, dann befürchtet er Umsatzeinbußen.

Familie Jung hatte gar laut darüber nachgedacht, das Lokal dann zu schließen. Was die Gastronomen belastet, ist die Tatsache, dass sie ohne klare Zeitfenster auch keine Planungssicherheit haben.

Zudem hat man auf der Schmelz-Mühle schon kein gutes Jahr hinter sich. Aufgrund der Sperrung der Ortsdurchfahrt von Odenhausen kommen deutlich weniger Gäste, weil sie weite Umleitungen scheuen. Jungs beziffern die Umsatzeinbußen auf bis zu 40 Prozent.

Frage der Umleitung

So wird am Montag beim Abstimmungsgespräch von Schmelz--Anwohnern, Stadt und Kreis zu diskutieren sein, ob für die geplanten Sanierungsarbeiten an der Kreisstraße eine Sperrung nötig wird oder ob der Verkehr beispielsweise mit einer Ampelregelung gelenkt werden kann.

Nach ersten Aussagen von Hessen Mobil soll die Straße während der Baumaßnahme aufgrund ihrer geringen Breite komplett gesperrt werden. Das teilt der Kreis schon vorab mit.

Nur über die Waldhausstraße?

Eine Umleitung soll dann nur über die Kreisstraße in Richtung Krofdorf-Gleiberg möglich sein. Diese auch als Waldhausstraße bekannte Chaussee von zehn Kilometern ist ebenfalls überaus marode - über die Zukunft dieser Strecke ist noch nicht abschließend entschieden.

Sollte jedenfalls eine Umleitung für drei Monate über dieses Stück nötig werden, dann würde das im Extremfall bedeuten, dass man von der Schmelz nach Salzböden nicht mehr etwas mehr als zwei Kilometer fährt, sondern via Krofdorf, Wißmar und Odenhausen fast 22.

Quelle: Gießener Allgemeine

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