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Abendliche Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Lollar

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Lollar/Gießen (pm). Heftig zur Sache ging’s am zeitigen Dienstagabend während einer Verfolgungsjagd, die sich ein flüchtender Autofahrer mit der Gießener Polizei lieferte. Am Ende konnte zwar das Fluchtauto sichergestellt werden, vom großen Unbekannten aber fehlt jede weitere Spur.

Die Polizisten bilanzierten einen Gesamtsachschaden von über 20 000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Einer Polizeistreife war – aus welchem Grund auch immer – gegen 19.25 Uhr in der Gießener Straße in Lollar im Begegnungsverkehr ein dunkler Audi A8 mit Müritzer Kennzeichen aufgefallen. Die Beamten entschlossen sich zur Kontrolle, nahmen die Verfolgung auf und sahen den Wagen dann auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes am Stadtrand wieder.

Als der Fahrer dann gesehen habe, wie die Streife auf ihn zu rollte, sei er wieder in sein Auto eingestiegen und zuügig davongefahren, heißt es im Bericht der Polizei-Pressestelle Gießen von Mittwochvormittag. Mit hoher Geschwindigkeit sei der Flüchtende schleudernd in Richtung Rothweg abgefahren, habe ein dort geparktes Fahrzeug erfasst, sei dann über die gesamte Fahrbahnbreite geschlittert und mit dem A 8 gegen die Mauer einer Firmeneinfahrt gestoßen. Anschließend habe er mit dem demolierten Wagen die Flucht in Richtung Stadtmitte fortgesetzt – fortan mit einem Polizeiauto hinter sich.

Pressesprecher Willi Schwarz: »Aufgrund seiner überhöhten Geschwindigkeit kam der Pkw dabei nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr über einen Gehweg und prallte anschließend gegen einen Zaun. Er konnte die Fahrt trotzdem fortsetzen.« Erst iIn einer starken Rechtskurve habe der Fahrer erneut die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, geradeaus auf einen sackgassenähnlichen Firmenparkplatz gefahren – und dort gegen eine Hauswand. »Um eine weitere Flucht und nicht abschätzbare Folgen für Unbeteiligte zu verhindern, versuchten die Beamten, dem erneut anfahrenden Fluchtfahrzeug den Weg zu versperren. Dabei kam es zum Zusammenstoß zwischen Audi und Streifenwagen.« Aber auch das habe dem Spuk kein Ende bereiten können.

In einem von der Justus-Kilian-Straße abzweigenden Stichweg sei das in Mecklenburg-Vorpommern gemeldete Fluchtfahrzeug dann kurze Zeit später gefunden worden – verlassen. Im Pkw fanden die Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel. Das Auto wurde sichergestellt. Die Personenfahndung verlief bislang erfolglos, hieß es gegen Mittag.

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