Staffellöschfahrzeug kommt nach Leihgestern

Die Lindener Feuerwehren retteten im vergangenen Jahr bei ihren Einsätzen 13 verletzte Menschen. Drei davon mussten die Einsatzkräfte aus Zwangslagen retten. Glücklicherweise mussten keine Toten bei den Einsätze beklagt werden. Alleine an dieser Zahl sieht man, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr ist. Das berichtete Stadtbrandinspektor Sebastian Weiß am Montag zur gemeinsamen Dienstversammlung der Lindener Feuerwehren.

Die Lindener Feuerwehren retteten im vergangenen Jahr bei ihren Einsätzen 13 verletzte Menschen. Drei davon mussten die Einsatzkräfte aus Zwangslagen retten. Glücklicherweise mussten keine Toten bei den Einsätze beklagt werden. Alleine an dieser Zahl sieht man, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr ist. Das berichtete Stadtbrandinspektor Sebastian Weiß am Montag zur gemeinsamen Dienstversammlung der Lindener Feuerwehren.

Unter den besonders nennenswerten Einsätzen finden sich unter anderem die überörtliche Unterstützung bei den Unwetterlagen in Hungen und Wettenberg, der Brand eines Wohnwagens und direkt folgend eines Heuballens, ein Dachstuhlbrand in der Frankfurter Straße und ein Verkehrsunfall mit einem Massenanfall an Verletzten auf der Überfahrt von der A 45 zur A 5 am Gambacher Kreuz.

Hälfte kann Atemschutz tragen

Damit die Einsatzkräfte auf die unterschiedlichsten Szenarien vorbereitet sind, finden in beiden Stadtteilen wöchentliche Übungen statt. Zwei Einsatzkräfte absolvierten zudem die Fahrausbildung für den Lastwagenführerschein. "Erstmals in der Geschichte der Stadt Linden schickten wir auch eine Feuerwehrkameradin zur Führerscheinausbildung", berichtete der Stadtbrandinspektor.

46 Einsatzkräfte sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger – trotz gesunkener Zahl immer noch über 50 Prozent aller Kräfte. Allerdings soll sich diese Zahl wieder erhöhen. "Deshalb soll jeder der die körperlichen Anforderungen erfüllt diese Ausbildung absolvieren", sagte Weiß weiter. Einige Anschaffungen stehen in diesem Jahr noch aus: Die Fahrzeugpläne für Leihgestern haben sich leicht verändert – statt eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) wird nun ein Staffellöschfahrzeug (StLF) angeschafft. Das neue Fahrzeug wird aber erst im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Der Grund für die Änderung liegt darin begründet, dass bei nahezu gleichen Anschaffungskosten ein StLF eine höhere Förderung erhalten kann. Daneben steht eine gemeinsame Anschaffung von zwei Mannschaftstransportwagen für Großen-Linden und Lollar an. Zudem soll ein Sirenenwarnnetz installiert werden und die Detailplanung der Notstromversorgung der Feuerwehrhäuser steht ebenfalls noch aus.

Auch eine ganze Reihe Beförderungen standen zur Versammlung an: Patrick Fey, Jan Graff, Mika Kaese, Andreas Lenz und Leonard Mohr wurden als Feuerwehrmann-Anwärter in der Einsatzabteilung der Feuerwehr Großen-Linden aufgenommen. Zu Feuerwehrmännern wurden Tim Graff und Fabian Merz (beide Großen-Linden) ernannt. Lena Moos und Michael Schröder von der Einsatzabteilung Leihgestern wurden zur Hauptfeuerwehrfrau beziehungsweise zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Sascha Patrick Will (Großen-Linden) und Lorenz Wurm (Leihgestern) stiegen in den Rang eines Löschmeisters auf und Dennis Lux (Leihgestern) wurde zum Hauptlöschmeister ernannt. Mit Sebastian Weiß (Großen-Linden) steigt der Stadtbrandinspektor im Rang zum Brandmeister auf und Markus Trinklein (Großen-Linden) ist neuer Oberbrandmeister der Lindener Feuerwehr.

Staatliche Ehrungen gingen in Form des silbernen Brandschutzehrenzeichens am Bande für 25 Jahre Dienstzeit an Mark Arnold (Leihgestern). Auch Bürgermeister Jörg König lobte noch einmal das Engagement von Mark Arnold: Denn dieser ersparte der Stadt schon viel Geld, indem er immer wieder kleinere Reparaturen an den Feuerwehreinsatzfahrzeugen durchführte.

Die goldene Ehrennadel des Landes Hessen für langjährige Dienste in der Einsatzabteilung gingen an Kai Hanel aus Großen-Linden und Harald Will aus Leihgestern. Das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Bronze ging an Stefan Schmidt und Jörg Steinmüller, das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Silber wurde an Bernd Lauber und Thomas Weber verliehen und das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Gold ging an Joachim Pirr und Gerhard Trinklein (alle Großen-Linden).

Und schließlich gingen auch noch Anerkennungsprämien an verdiente Mitglieder der beiden Einsatzabteilungen: Markus Eisenhut und Ralph Pelz (Großen-Linden) sowie Dennis Lux und Tim Pfadenhauer (Leihgestern) erhielten eine Prämie für zehn Jahre Dienstzeit in Höhe von 250 Euro. Und für 30 Jahre im Feuerwehrdienst gingen Prämien in Höhe von 600 Euro an Eckhardt Hilberg, Thomas Morneweg und Martin Wolf (Leihgestern).

Quelle: Gießener Allgemeine

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