Kinder vor sexueller Gewalt schützen

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Im Jahr 2017 wurden rund 13 600 Fälle von sexuellem Missbrauch bei Kindern in Deutschland angezeigt. Die Dunkelziffer ist nach Schätzungen des Bundeskriminalamtes deutlich höher. In der Wiesengrundschule in Leihgestern wurde nun zu diesem Thema die Ausstellung "Echt klasse" eröffnet. Damit soll den Kindern der Schuljahre 1 bis 4 Mut gemacht und gezeigt werden, was sie tun können, wenn sie selber von Gewalt und sexuellem Missbrauch betroffen sind.

Im Jahr 2017 wurden rund 13 600 Fälle von sexuellem Missbrauch bei Kindern in Deutschland angezeigt. Die Dunkelziffer ist nach Schätzungen des Bundeskriminalamtes deutlich höher. In der Wiesengrundschule in Leihgestern wurde nun zu diesem Thema die Ausstellung "Echt klasse" eröffnet. Damit soll den Kindern der Schuljahre 1 bis 4 Mut gemacht und gezeigt werden, was sie tun können, wenn sie selber von Gewalt und sexuellem Missbrauch betroffen sind.

Im Musikraum der Schule sind verschiedene Lernstationen aufgestellt. An diesen können die Kinder in den nächsten Tagen Informationen und Antworten erhalten. Darunter sind Themen wie: "Mein Körper gehört mir", "Ich darf Nein sagen" und "Ich kann zwischen angenehmen und unangenehmen Berührungen unterscheiden". Damit sollen die Schüler sensibilisiert werden und lernen, dass es gut ist, sich Hilfe zu holen, sagte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl. Schulleiterin Karin Schramm sprach zudem davon, dass es speziell für die Eltern InfoAbende und für die Lehrkräfte Fortbildungen gab. Hierbei wurde vermittelt, was nötig ist, einem betroffeneren Kind zu helfen.

Gefördert und finanziert wird das Projekt von dem Verein "mehr:Menschlichkeit" und dem "Lions Club Gießen – Burg Gleiberg", unterstützt wird es von "Wildwasser Gießen". Zwar gebe es keinen absoluten Schutz, aber es sei die Aufgabe aller, die Kinder zu stärken und vor Missbrauch zu schützen, sagte "Wildwasser"-Mitarbeiterin Kathrin Fleischer.

Bei den Schülern bestand großes Interesse an der Ausstellung: Bereits vor der offiziellen Eröffnung fragten einige Kinder neugierig, ob sie sich das Ganze schon angucken dürften.

Quelle: Gießener Allgemeine

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