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Shopping wie früher

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Von: Patrick Dehnhardt

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Am Abend wird es am Hessentagsbrunnen voll wie in alten Tagen. © Patrick Dehnhardt

Lich (pad). Durch die Licher Altstadt bummeln, alte Freunde und Bekannte treffen, hier und da für ein Schwätzchen stehen bleiben, was Leckeres essen, der Musik lauschen, den Tanzdarbietungen zuschauen und vielleicht noch eine Kleinigkeit kaufen. Das, was den Historischen Markt in Lich ausmacht, klingt eigentlich recht unspektakulär. Zwei Jahre Pandemie haben jedoch gezeigt, dass genau diese kleinen Dinge keine Selbstverständlichkeit sind, einem aber umso mehr fehlen.

Dies dürfte eine Erklärung sein, warum an diesem Wochenende viele Marktbesucher in Lich mit einem Lächeln unterwegs waren. Es war eine Mischung aus Aufbruchsstimmung, Dankbarkeit und Freude wahrzunehmen. Endlich konnte man am Sonntag wieder den Klängen des Musikzugs Muschenheim lauschen, endlich wieder an zwei Tagen die Schaukämpfe auf dem Kirchenplatz bewundern, endlich wieder den Kuchen der Bettenhäuser Landfrauen genießen. Am Kinderkarussell gab es lange Schlangen.

Die Pandemiezeit hat Spuren hinterlassen. Einige, die 2019 bei der letzten Auflage über den Markt bummelten, sind nicht mehr am Leben. Auch manche Stände sind verschwunden - wobei man diese meist nicht wirklich vermisste, sondern sich eher über den zusätzlichen Platz freute. So war ein bequemes Schlendern vorbei an Schokoküssen und Süßigkeiten, den Ständen der Partnerstädte, afrikanischer Küche, Waschmaschinen und Spielwaren aus Holz möglich.

In der Braugasse hatten die Ihring-Melchior Sammelfreunde ihren Stand aufgebaut und machten Bierfreunde glücklich. Nahe des Rathauses gab es bei den Briefmarkenfreunden Nachdrucke historischer Postkarten. In der Heinrich-Neeb-Straße standen an der Wetter Trabanten und weitere Oldtimer Parade. Wenige Meter entfernt gaben die Jugendlichen in den Fahrgeschäften im Vergnügungspark an der Ringstraße alles.

Auf der Bühne am Hessentagsbrunnen zeigten am Samstag unter anderem die Hiphop-Kids und die Linedancer des TV 1860 Lich ihr Können. An einem lauschigen Frühlingsabend sorgte dann »Back 2 the 80s« für Musik. Tags drauf fand hier der Fassbieranstich statt, spielten »Mr Starlight« und die Kapelle »Herz 7«. Derweil g

Der verkaufsoffene Sonntag war ein weiterer Besuchermagnet. Wem dabei das Marktgedränge nach zwei Jahren Covid-19 zu dicht war, musste dennoch bei vielen Geschäften nicht auf Sonderangebote verzichten. Einige hatten ihre Aktionen bereits einige Tage zuvor gestartet. Alexander Christ von der Parfümerie Trute schilderte, dass dies eine gute Idee gewesen sei: »Schon am Donnerstag und Freitag war bei uns einiges los.

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Viele Besucher schlendern durch die Altstadt. © Patrick Dehnhardt
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Schwertkampfdarbietung. © Patrick Dehnhardt
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Die Qual der Wahl ... gibt es an diesem Stand zumindest nicht. © Patrick Dehnhardt
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Äxte schleifen in der Brauhausgasse. © Patrick Dehnhardt
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Der legendäre Kuchenstand der Landfrauen Bettenhausen. Abends sind die Kuchenplatten leergeputzt. © Patrick Dehnhardt
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Der moderne Stadtgardist bewacht Lich und Kinderwagen gleichzeitig. © Patrick Dehnhardt

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