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Zum Jubiläum eine eigene Chronik

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Ehrungen mit (v. l.) Roland Berg, Wolfgang Adolph, Ulf Häbel, Klaus Rühl, Arno Hoffmann, Jens Kirschner, Ralf Ide, Lutz Nagorr, Brunhilde Axmann und Heinz Galonska. © Doris Schütte

Laubach (dis). Zu einem Festakt aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums hatten die Freien Wähler (FW) Laubach ins Dorfgemeinschaftshaus Wetterfeld eingeladen. Der 1. Vorsitzende Lutz Nagorr unterstrich vor zahlreichen Gästen, ohne die vielen Helfer und Unterstützer wäre es unmöglich gewesen, den Verein am Leben zu erhalten. Die FW Laubach können heute rund 150 Mitglieder vorweisen, davon einige in ehrenamtlichen politischen Ämtern.

Mehr denn je gelte das Motto »Bürgerwillen respektieren«.

Rückblicke und Ehrungen

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn hatte die Moderation übernommen und wies darauf hin, dass die FW seit 50 Jahren die Politik in Laubach mitgestalten. Der FW-Landesverbandsvorsitzende Roland Berg berichtete, die FW zählten zu den größten politischen Vereinigungen in Laubach. SPD-Ortsverbandsvorsitzender Hartmut Roeschen gratulierte zum Jubiläum und sprach seine Hoffnung auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit aus. Natürlich gebe es oft unterschiedliche Ansichten, doch finde man immer wieder einen gemeinsamen Konsens und treffe sich auch nach einer streitbaren Sitzung mit dem politischen Gegner zu einem gemeinsamen Bier.

Bürgermeister Matthias Meyer erinnerte in einem Grußwort daran, dass die Gründung der FW in Münster stattfand. Viele Persönlichkeiten der FW hätten die Politik in Laubach mitgeprägt und sich für die Allgemeinheit nach dem Motto »Global denken und lokal handeln« eingesetzt.

Walter Parr berichtete über die Arbeiten zur Herstellung einer Chronik für die Freien Wähler - dies habe sich langwieriger gestaltet als gedacht. Insgesamt habe er zusammen mit Ehrenmitglied Heinz Galonska drei Jahre zur Fertigstellung gebraucht. Man habe viele Bilder zusammengetragen und diese auch mit zahlreichen Texten ergänzt. Die gedruckte Ausgabe (15 Euro, Infos unter www.fw-laubach.de) wurde zur Feierstunde verteilt.

Galonska ging auf die Geschichte der FW ein. Vor nunmehr 40 Jahren und einem Monat habe er im DGH Münster zum 30. Jubiläum der »Freien Wählergemeinschaft Münster« eine Rückschau gehalten. Dabei habe er nicht daran gedacht, dass er nach weiteren 40 Jahren zu beurteilen habe, ob man stets im Interesse der Bürger und der Umwelt gehandelt hat. Es komme aber vorrangig darauf an, dass es überhaupt noch in Zukunft Frauen und Männer gebe, die als FW die Geschicke der Stadt mitlenkten und -bestimmten.

FW-Fraktionsvorsitzender Ulf Häbel hinterfragte abschließend, ob es sinnvoll sei, immer weiter ein Wachstumsstreben zu verfolgen. Man solle doch mehr die Familien, die Menschen in der Nachbarschaft und in den Ortsteilen im Auge haben und sich um die Bedürftigen kümmern, so seine Anregung. Er gab zu bedenken: »Wie furchtbar ist der größte Kreis, wenn er nur zu wachsen weiß!«

Im Anschluss nahm der Vorsitzende die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Dazu gehörten Wolfgang Adolph und Arno Hoffmann für jeweils 50 Jahre sowie Ulf Häbel, Klaus Rühl, Jens Kirschner, Ralf Ide und Brunhilde Axmann für jeweils zehn Jahre Zugehörigkeit zu den FW.

Mit einem unterhaltsamen musikalischen Repertoire umrahmt wurde das Jubiläum vom Fanfarenzug 1968 Laubach unter der Leitung des Vorsitzenden Klaus Rübsam.

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