+
Baustelle Freibad: Mit der Reparatur einer Rohrleitung hofft die Stadt Laubach nun, das Leck im Becken gefunden zu haben.

Stahlbad

Laubach saniert Freibad: Neues Becken aus Edelstahl

  • schließen

Seit geraumer Zeit kann Laubachs Freibad das Wasser nicht halten. Jetzt scheint das Leck gefunden - und auch eine langfristige Lösung: Das Becken wird mit Edelstahl ausgekleidet.

Läuft alles nach Plan, so werden Grünberg und Laubach 2021 eine weitere Gemeinsamkeit haben: ein Freibad, dessen Becken komplett mit Edelstahlblech verkleidet ist. Was dafür spricht: Mit klarer Mehrheit - bei nur drei Enthaltungen von BfL, FBLL und SPD - hat der Fachausschuss des Stadtparlaments diese Variante empfohlen. Entsprechende Entscheidung des Plenums heute Abend dürfte daher sicher sein.

Der Empfehlung der Finanz- und Bauexperten vorausgegangen waren Erläuterungen der Bäderarchitektin Dr. Nicole Riedle (Balneatechnik). Gemäß dem Beschluss des Stadtparlaments hatte sie vier Varianten einer rein technischen Sanierung erarbeitet: Fliesen, Kunststofffolie, eine Kombination aus Folie (unterhalb Wasseroberfläche) und Edelstahl (nur Beckenkopf) sowie die komplette Verkleidung mit Edelstahl. Wie nach dem Runden Tisch mit Vertretern von Stadt, Vereinen und Verbänden in der Vorwoche zu erwarten, sprach sich die Mehrheit für Edelstahl aus. Auch wenn diese Variante mit rund drei Millionen Euro (inklusive Planungs- und Ingenieurleistungen) etwa 160 000 Euro teurer kommt als die "Kombi-Lösung".

Kostenpunkt: rund drei Millionen Euro

In die Waagschale warfen die Befürworter aus CDU und Freien Wähler vor allem die Nachhaltigkeit der Variante: Gegenüber der Folie (auch in Kombination mit Edelstahl) sei hier etwa eine geringere Schadensanfälligkeit gegeben, auch gebe es Bäder, die schon vor rund 50 Jahren diese Beckenauskleidung erhielten, ohne dass es größere Probleme gegeben habe (in Grünberg wurde dieserart Sanierung in den 1990ern vorgenommen). Erwähnung fand auch, dass ein Zuschuss aus dem Schwimmbadinvestitionsprogramm des Landes - Laubach hofft weiter auf die Maximalförderung von einer Million - nur unter der Prämisse "Nachhaltigkeit gewährt werde. Fliesen und nur Folie würden daher nicht gefördert.

Was die weitere Finanzierung betrifft, so werden gemäß Parlamentsbeschluss zwei Millionen Euro aus der Hessenkasse entnommen. Wie Michael Köppen, Prokurist der Bäder GmbH, sagte, müsse die Stadt bei der Edelstahlvariante mit einem Eigenanteil von 300 000 Euro rechnen. Finanziert auf 25 Jahre bedeute das beim aktuellen Zinsniveau eine Jahresrate von 13 226 Euro. Riedle: "So billig kriegen Sie eine Vollauskleidung nie wieder."

Wieder Köppen gab noch das (positive) Ergebnis einer Beratung mit dem Gesundheitsamt vom Vormittag bekannt. Danach geht die Behörde den von der Stadt vorgeschlagenen Weg mit, was die Technik angeht: Akzeptiert werde eine Sanierung und Ertüchtigung der 40 Jahre alten Filter, die nach DIN eigentlich durch größere ersetzt werden müssten. Dafür aber fehlt der Platz. Das "Drumherum", etwa Mess -und Regeltechnik, wird erneuert. Schließlich: Dank der im neuen Becken vertikalen Zuläufe wird laut Köppen auch eine bedarfsgerechte Chlorung der verschiedenen Beckenbereiche möglich sein.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare