Pfarrer Michael Ruf

Kirchengemeinden fusionieren

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns/Butzbach(pad). Fusion in Langgöns: Die evangelischen Kirchengemeinden Oberkleen, Niederkleen und Dornholzhausen haben sich zur neuen Gemeinde Kleebachtal zusammengeschlossen. In pfarramtlicher Verbindung werden die 2400 Gläubigen nun von Pfarrer Michael Ruf betreut, der auch der Geistliche für Ebersgöns ist,

Bereits vor Jahren wurde über eine Zusammenlegung von Oberkleen, Niederkleen, Dornholzhausen und Ebersgöns mit Hochelheim und Hörnsheim diskutiert. Die Kirchengemeinde über drei Landkreise hinweg kam dann jedoch nicht zustande, da die Hüttenberger sich zurückzogen. Dass die Fusion jetzt stattfindet, hat einen pragmatischen Grund: Pfarrer Reiner Wagner, der für Niederkleen und Dornholzhausen zuständig war, ist vor rund einem halben Jahr in Ruhestand gegangen. Statt nun als Nachfolger einen Pfarrer für eine halbe Stelle zu suchen, fiel der Entschluss, sich zusammen mit Oberkleen und Ebersgöns einen zu teilen. Zudem fusionierten die drei auf Langgönser Seite beteiligten Kirchengemeinden zur neuen Kirchengemeinde Kleebachtal, um Kosten einzusparen und Synergieeffekte zu nutzen. Ebersgöns wollte in diesem Zusammenschluss nicht aufgehen, behält somit ein eigenes Presbyterium.

Die Fusion bringt den drei Orten langfristige Planungssicherheit: Solch ein Zusammenschluss würde auch bei weiteren Gebietsreformen nicht mehr aufgesprengt werden, sagt Ruf. Der 61-jährige Pfarrer mit Wurzeln in Gladbach betreut nun die 2400 Gläubigen in den vier Orten.

Bereits seit 35 Jahren ist er Pfarrer in Ebersgöns. In dieser Zeit war er als Urlaubs- und Krankheitsvertretung auch am Kleebach im Einsatz, hatte dort bereits viele Gottesdienste und Beerdigungen geleitet. "Jetzt bin ich aber nicht mehr der Ersatzpfarrer, sondern zuständig." Mit der Fusion werden auch die Kirchenvorstände zusammengelegt. "Ein Gremium, ein Haushalt, ein Siegel und eine Verantwortung für alle Gebäude in den drei Orten", verdeutlicht Ruf.

Zusammen mit Ebersgöns wird man zudem in Zukunft in pfarramtlicher Verbindung einen gemeinsamen Gemeindebrief herausbringen. Damit sollen Kosten gespart und Synergieeffekte genutzt werden, sagt Ruf.

Da sich ein Pfarrer nicht vierteilen kann, wurde die Zahl der Gottesdienste ausgedünnt: An einem Sonntag finden sie in Ebersgöns und Niederkleen, am folgenden Sonntag in Oberkleen und Dornholzhausen statt - sobald die Pandemielage dies wieder zulässt. An Festtagen sind in allen vier Kirchen Gottesdienste vorgesehen.

Auch die Konfirmanden aus den Orten werden nun gemeinsam betreut. Zudem haben sich die Kirchenvorstände darauf verständigt, dass es Geburtstagsbesuche erst ab 80 Jahre geben soll. "Sonst schafft man es nicht in vier Dörfern", sagt Ruf. Derzeit seien diese aufgrund der Pandemie sowieso nicht möglich, blieben nur ein Anruf oder ein Brief, um den Jubilaren zu gratulieren.

Das Logo der Gemeinde ist passenderweise ein vierblättriges Kleeblatt, auf dessen vier Armen die Kirchen der vier Orte dargestellt sind. FOTO: PM

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