Das Hungener Feuerwehrhaus in der Panoramaaufnahme. Der unverputzte Bereich links wird 2021 Baustelle: Die Büroräume sowie Umkleiden werden erweitert. 		FOTO: PAD
+
Das Hungener Feuerwehrhaus in der Panoramaaufnahme. Der unverputzte Bereich links wird 2021 Baustelle: Die Büroräume sowie Umkleiden werden erweitert. FOTO: PAD

Meilenstein für Hungener Feuerwehr: Sanierung und Umbau des Feuerwehrhauses

  • vonPatrick Dehnhardt
    schließen

Am Feuerwehrhaus in der Hungener Kernstadt beginnt der zweite Bauabschnitt. Das Gebäude wird saniert und erweitert.

Das Feuerwehrhaus der Hungener Kernstadt hat sich in den letzten Monaten optisch deutlich verändert. So hat das Hauptgebäude, in dem die Büros des Stadtbrandinspektors, der Schulungsraum, der Funkraum, die Jugendfeuerwehr sowie die Hungener Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes untergebracht sind, eine neue Fassade sowie ein Pultdach erhalten. Nun steht der zweite Bauabschnitt bevor.

Im ersten Bauabschnitt erfolgte die energetische Modernisierung des Gebäudekomplexes. Dabei wurde die Fassade mit einem speziellen Dämmsystem eingekleidet und danach verputzt. Die oberste Geschossdecke erhielt eine Dämmung, das Hauptgebäude selbst ein Pultdach mit Trapezblecheindeckung. Die Außenbeleuchtung wurde auf stromsparende und helle LED-Strahler umgestellt.

Neue Tore montiert

Kindergarten und Feuerwehrgebäude werden nun von einem Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Wärme beliefert, erklärt Bürgermeister Rainer Wengorsch im Gespräch mit dem »Hungener Wochenblatt«. Im Zuge des weiteren Umbaus soll auch der Strom für das Feuerwehrhaus im BHKW produziert werden. Durch das BHKW erhält die Feuerwehr zudem die notwendige Notstromversorgung.

Auch an der Fahrzeughalle wurde gearbeitet: Das Heizsystem an der Decke ist Geschichte, stattdessen ist nun eine Warmluftgebläseheizung im Einsatz. Die alten Tore wurden durch wärmegedämmte Sektionaltore mit Elektroantrieb ersetzt. »Bisher wurden 400 000 Euro für die energetische Sanierung investiert«, erklärte Wengorsch.

Aufstockung startet

Nun folgt der Bauabschnitt zwei, bei dem die Fahrzeughalle umgebaut und ein Teil des Feuerwehrgebäudes aufgestockt werden. »Diese Maßnahmen sollen zum Großteil 2021 fertiggestellt werden«, erklärte Wengorsch. Gerechnet wird mit Kosten von 800 000 Euro.

Die Reihenfolge der Arbeiten wirkt ungewöhnlich, hat aber einen Grund: »Aufgrund der zeitlichen Fördermittelvorgaben mussten die energetischen Maßnahmen zuerst erfolgen, um eine Fertigstellung im Bewilligungszeitraum zu ermöglichen«, erklärt der Bürgermeister. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes fließen rund 476 000 Euro in die Arbeiten, das Land Hessen fördert den Brandschutz mit weiteren 109 900 Euro.

Die Modernisierung des Feuerwehrhauses in der Kernstadt ist ein wichtiger Meilenstein, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu erhalten. Im Zuge der Arbeiten werden die neuesten gesetzlichen Vorgaben für Feuerwehrhäuser umgesetzt. »Die sanitären Anlagen, die Elektrik und die EDV werden dabei auch modernisiert«, erläutert Bianca Scheld, im Hungener Rathaus für den Brandschutz zuständig. Der Verwaltungsbereich bekommt mehr Platz, zudem werden zusätzliche Lagermöglichkeiten geschaffen. »Die Arbeiten haben eine hohe Bedeutung für die Brandbekämpfung und Gefahrenabwehr der Stadt Hungen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare