Jawort zum Wunschtermin

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Für den schönsten Tag im Leben suchen viele Brautpaare einen ganz besonderen Ort. Hungen hat da was zu bieten: das Schloss. Seit vier Jahren sind dort im Blauen Saal standesamtliche Trauungen möglich. Jetzt wird das Angebot ausgedehnt.

Für den schönsten Tag im Leben suchen viele Brautpaare einen ganz besonderen Ort. Hungen hat da was zu bieten: das Schloss. Seit vier Jahren sind dort im Blauen Saal standesamtliche Trauungen möglich. Jetzt wird das Angebot ausgedehnt.

Glänzendes Parkett, Lüster, hohe Fenster und ein Interieur im Stile des 18. Jahrhunderts: Der Blaue Saal des Schlosses macht mächtig was her. Üblicherweise wird er für Kulturveranstaltungen genutzt. 2017 haben sich hier aber auch acht Paare das Ja-Wort gegeben.

Neuer Flyer informiert

Gut möglich, dass es 2018 einige mehr sein werden, denn künftig steht dieses besondere Standesamt nicht nur einmal im Monat zur Verfügung, sondern ganz flexibel von Mai bis September zu den Wunschterminen der Brautpaare. Eine entsprechende Vereinbarung haben nun die Eigentümer des Schlosses mit Bürgermeister Rainer Wengorsch unterzeichnet. Über Details informiert ein Flyer, den die Stadt Hungen jetzt heraus gebracht hat.

Rechtlich betrachtet ist das Hungener Schloss nichts anderes als ein Mehrfamilienhaus. Es befindet sich im Besitz einer Eigentümergemeinschaft. Die Leute haben in dem denkmalgeschützten Ensemble ihre ganz privaten Wohnungen. Deshalb habe man vor vier Jahren den Blauen Saal erst einmal nur beschränkt als Standesamt zur Verfügung gestellt, berichtete Alexander Wurz, der Geschäftsführer der Schlossgruppe. Der Raum stand bislang nur Hungener Brautpaaren offen und das auch nur an einem einzigen Samstagvormittag im Monat.

Nun, nach der Probephase, haben sich die Schlossbewohner entschlossen, das Angebot auszudehnen. "Wir wollen uns nicht abschotten, sondern das Schloss offen halten," sagte Wurz. Das sei schon bei der Gründung der Gruppe vor mehr als 40 Jahren der Anspruch gewesen und daran halte man fest. Zudem sei an dem riesigen Gebäudeensemble ständig etwas zu renovieren. Wurz: "Die Trauungen sind für uns also auch eine Einnahmequelle." Künftig können sich auch Auswärtige im Hungener Schloss das Ja-Wort geben und das nicht nur samstags, sondern nach Absprache mit der Standesbeamtin zu allen gewünschten Terminen.

Im Blauen Saal finden bis zu 90 Personen Platz. Nach der Trauung besteht die Möglichkeit, im Innenhof einen Sektempfang abzuhalten. "Wir hoffen, dass das Angebot guten Zuspruch findet", sagte Bürgermeister Wengorsch bei der Vertragsunterzeichnung. Persönlich kann er das Ja-Wort in hochherrschaftlichem Ambiente übrigens sehr empfehlen. Er und seine Frau Sonja haben ebenfalls in einem Schloss geheiratet. Allerdings nicht in Hungen, sondern ganz still und heimlich während eines Winterurlaubs in Österreich im Salzburger Schloss Mirabell.

Quelle: Gießener Allgemeine

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