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Hessens strammste Waden in Villingen zu Hause

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Die »Batschboa« haben am Dienstag den »Grand Prix der strammen Waden« im Hessen-Fernsehen gewonnen. Das Männerballett aus Villingen lag bei der TED-Abstimmung mit 16,16 Prozent in der Publikumsgunst ganz vorn. »Keiner hatte mit dem Sieg gerechnet«, berichtete Trainerin Anja Kämmerer, die sich mit ihren 16 Männern erstmals bei diesem Wettbewerb beworben hatte. Umso größer war die Freude nach dem Erfolg. In der Euphorie ging sogar der Siegespokal zu Bruch. Er muss repariert werden, bevor er in Villingen einen Ehrenplatz erhalten kann.
Die »Batschboa« haben am Dienstag den »Grand Prix der strammen Waden« im Hessen-Fernsehen gewonnen. Das Männerballett aus Villingen lag bei der TED-Abstimmung mit 16,16 Prozent in der Publikumsgunst ganz vorn. »Keiner hatte mit dem Sieg gerechnet«, berichtete Trainerin Anja Kämmerer, die sich mit ihren 16 Männern erstmals bei diesem Wettbewerb beworben hatte. Umso größer war die Freude nach dem Erfolg. In der Euphorie ging sogar der Siegespokal zu Bruch. Er muss repariert werden, bevor er in Villingen einen Ehrenplatz erhalten kann. © hr

Hungen (us). Sie kamen, tanzten - und siegten: Die Villinger »Batschboa« sind am Dienstagabend zum besten hessischen Männerballett gekürt worden. Die 16 Mannen gingen beim »Grand Prix der strammen Waden« im HR-Fernsehen aus der TED-Abstimmung mit 16,16 Prozent als Sieger hervor.

Hungen (us). Sie kamen, tanzten - und siegten: Die Villinger »Batschboa« sind am Dienstagabend zum besten hessischen Männerballett gekürt worden. Die 16 Mannen gingen beim »Grand Prix der strammen Waden« im HR-Fernsehen aus der TED-Abstimmung mit 16,16 Prozent als Sieger hervor. »Damit hatte keiner von uns gerechnet«, berichtete Trainerin Anja Kämmerer. Das Nachsehen hatten die zweitplatzierten »Goldenen Reiter« aus Erzhausen (15,7 Prozent) und die Vorjahressieger, die »Funkenspritzer« aus Weiterstadt mit 12,5 Prozent.

Seit 2006 sucht das HR-Fernsehen gemeinsam mit den Zuschauern das beste Männerballett. Die 1995 gegründeten »Batschboa« hatten sich im Sommer erstmals beworben, wurden fürs Casting und danach für die Endrunde der letzten Zehn ausgewählt, die in Stadtallendorf über die Bühne ging.

Der Jubel war riesig, als Andreas Bursche, der die Sendung gemeinsam mit Fastnachts-Urgestein Margit Sponheimer moderierte, um 23.40 Uhr den Sieg der Villinger bekannt ab. Bei der TED-Abstimmung hatten 16,16 Prozent der Zuschauer ihr Votum für die Villinger abgegeben. Auch Ortsvorsteher Gerhard Rupp hat »gevoted wie verrückt«, um den Jungs zu einem Platz ganz vorn zu verhelfen.

Und die meisten im Dorf dürften es ihm gleich getan haben. »Die Villinger stehen schon zu ihren Leuten«, sagte Rupp, der gerne mit den »Batschboa« nach Stadtallendorf gefahren werde, aber wegen zeitgleicher Termine verhindert war. »Ich war bei der Abfahrt am Bus und habe ihnen Glück gewünscht.«

Ein Bus mit rund 50 Fans in orangen T-Shirts, der Farbe des Karnevalvereins »Villinger Zwiwwel«, war am Abend Richtung Stadtallendorf aufgebrochen. Die »Batschboa« selbst hatten sich, wie Kämmerer berichtete, vier Stunden zuvor auf den Weg gemacht, schließlich mussten sie sich umziehen, schminken und im Schnelldurchlauf für die Sendung proben. Die Villinger waren gleich als Zweite an der Reihe.

Nach einem kurzen Einspieler, den ein Fernsehteam mit den »Batschboa« nach Motiven des Films »Matrix« gedreht hatte, mussten die 16 Jungs auf die Bühne. Knapp zwei Stunden später - nach gespanntem Warten während der Abstimmung - wurden der kühnste Traum wahr: Platz 1! In der anschließenden Euphorie sei sogar der Siegerpokal zu Bruch gegangen, berichtete die Trainerin. Er muss erst noch repariert werden, bevor er einen Ehrenplatz in Villingen erhalten kann. So fehlte die Trophäe bei der rauschenden Siegesparty, die Tänzer und Fans noch in der Nacht zum Mittwoch im Vereinslokal »Zum kühlen Grund« steigen ließen.

Zu verdanken haben die »Batschboa« ihren Erfolg nicht nur intensivem Training, sondern auch der kräftigem Unterstützung ihrer Fans. Das Villinger Männerballett hatte in den zurückliegenden Wochen auf zahlreichen Faschingsveranstaltungen um Hilfe bei der Abstimmung gebeten, hatte Flugblätter und Handzettel verteilt. So lag die Truppe mit ihrer flotten Cheerleader- und Football-Show schließlich in der Publikumsgunst ganz vorn.

Auch die Jury, in der Tanzprofi Markus Schöffl, Fernsehkoch Achim Winter und Moderatorin Bärbel Schäfer saßen, war von der Darbietung aus Villingen angetan, auch wenn die 16 »Trampelbeine«, wie man »Batschboa« frei übersetzen könnte, nicht zu den ganz hohen Favoriten gehörte. Winter mutmaßte, »dass hier endlich mal die Frauen auf der Bühne standen, die sich so mancher Mann insgeheim wünscht« - mit einem bisschen was dran.Schöffl lobte das rasante Tempo, selbst wenn der tänzerische Schwierigkeitsgrad nicht so hoch gewesen sei. Und Bärbel Schäfer mochte die Trikots: »Wie praktisch, dass das Geburtsjahr draufsteht«, scherzte sie. »Das hilft bei der Orientierung, wenn man schon was getrunken hat.«

Heute Abend Auftritt in Krofdorf-Gleiberg

Wer die »Batschboa« live erleben möchte, hat schon heute Abend bei der »Altweiberfastnacht« in Krofdorf dazu Gelegenheit. Am Rosenmontag stehen die Villinger beim Männertanzturnier in Nieder-Weisel auf der Bühne. Mal schau’n, ob sie mit ihrer aktuellen Show, dem »Flug nach Mallorca«, erneut punkten können...

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