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  • VonStefan Schaal
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Die Bühne der Mächtigen und der Entscheidungsträger ist für die Heuchelheimerin Julia Rinn mittlerweile ein vertrauter Ort. Im Juli nahm sie als Vertreterin Deutschlands am G20-Gipfel in Hamburg teil, wo sie auch Kanadas Regierungschef Justin Trudeau begegnete. Vor wenigen Tagen hat die Heuchelheimerin nun den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann getroffen. In seinem Büro in Frankfurt plauderte die 18-jährige Abiturientin mit ihm über Wirtschaftsfragen, Umweltschutz und Globalisierung. »Eine hohe Ehre«, sagte sie.

Die Bühne der Mächtigen und der Entscheidungsträger ist für die Heuchelheimerin Julia Rinn mittlerweile ein vertrauter Ort. Im Juli nahm sie als Vertreterin Deutschlands am G20-Gipfel in Hamburg teil, wo sie auch Kanadas Regierungschef Justin Trudeau begegnete. Vor wenigen Tagen hat die Heuchelheimerin nun den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann getroffen. In seinem Büro in Frankfurt plauderte die 18-jährige Abiturientin mit ihm über Wirtschaftsfragen, Umweltschutz und Globalisierung. »Eine hohe Ehre«, sagte sie.

Rinn und zwei weitere Jugendliche unterhielten sich eine Stunde lang mit dem Bundesbankpräsidenten. Weidmann wollte unter anderem wissen, was die Jugendlichen von Elektrofahrzeugen halten. Darüber hinaus fragte er, wie sehr ihre Altersgruppe sich über Politik unterhalte. »Mein Freundeskreis ist politisch interessiert«, betonte Rinn.

Die Heuchelheimerin hatte den Wettbewerb »Global Classroom« des Bundesfinanzministeriums und der Joachim-Herz-Stiftung gewonnen und durfte daher am G20-Gipfel teilnehmen. Sie hatte sich mit einem selbst gedrehten Video erfolgreich beworben. In Hamburg traf sie mit Schülern unter anderem aus den USA, China, Russland und Argentinien zusammen und unterhielt sich mit ihnen über die Zukunft der G20. Rinn, die nach dem Abitur Biologie studieren will, brachte sich vor allem im Thema des Umweltschutzes ein.

Lebhafte Erinnerung an G20

»Eigentlich sollten wir in Hamburg auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble treffen«, erinnert sich Rinn. »Das musste aus Sicherheitsgründen aber abgesagt werden.« Auch ein Treffen mit dem Bundesbankpräsidenten war damals angekündigt. Weidmann empfing Rinn und die Jugendlichen David Tritsch und Leonard Orth, die an dem »Global Classroom«-Wettbewerb ebenfalls teilgenommen hatten, nun zwei Monate später.

Während des Treffens sprachen die Jugendlichen mit Weidmann auch über 20 Fragen, die sie auf dem Gipfel erarbeitet hatten. Die Schüler setzen sich in einem Papier u. a. für ein faires und nachhaltiges Finanzsystem ein, plädieren für stärkere Zusammenarbeit in der G20 und betonen die Bedeutung von Datenschutz in Zeiten der Digitalisierung.

Im Anschluss an das Gespräch mit Weidmann erhielten die drei Schüler eine Führung durch das Gebäude der Bundesbank und unterhielten sich beim Mittagessen mit dem Team der Bundesbank, das während des G20-Gipfels Veranstaltungen für die »Global Classroom«-Sieger organisiert hatte.

An den Gipfel in Hamburg hat Rinn noch lebhafte Erinnerungen. »Nachts haben wir Sirenen und Hubschrauber gehört«, erzählt die 18-Jährige. »Ich habe noch nie so viele Polizisten an einem Ort gesehen.« Ansonsten habe sie von den schweren Krawallen nicht viel mitbekommen In Erinnerung bleibe ihr vor allem die Begegnung mit den Schülern aus anderen Nationen. Foto: Julia Rinn (M.) diskutiert mit dem Bundesbankpräsidenten Weidmann (l.) und mit David Tritsch (2.v.l.) und Leonard Orth (r.). (srs/Foto: pm)

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