tb_wladi_290721_4c
+
Die Grünberger haben entschieden und den Entwurf von Marisa Holtz (Mitte) zum Jubiläumslogo gekürt. Johanna Buckle (Stadtmarketing) und Bürgermeister Frank Ide gratulieren.

Noch viele Fragezeichen

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
    schließen

Grünberg (tb). Nur noch 150-mal schlafen, dann beginnt für Grünberg ein ganz besonderes Jahr: Mit einem vielfältigem Programm und Veranstaltungen im 800-Stunden-Turnus will man 2022 an die Ersterwähnung als Stadt anno 1222 erinnern.

Wie andernorts leiden jedoch auch hier die Vorbereitungen unter der Pandemie. So konnten etwa die Workshops nicht stattfinden, fällt es natürlich unter AHA-Bedingungen schwerer, Ehrenamtliche zu motivieren - was ohnedies in einer Kleinstadt schwerer fällt auf dem Dorf.

Fragezeichen, auch hinterm Festzug

Bis heute steht daher noch nicht fest, ob es einen Festzug gibt. Und wenn ja, ob die Akteure wie bei der 750-Jahr-Feier durch die Stadt ziehen oder ob Grünbergs Historie auf Plätzen und Höfen veranschaulicht wird.

Fragezeichen auch, was die Beiträge des Museums angeht, welche Konzerte und Vorträge es gibt, wie das 50-Jährige der Jumelage mit Condom und das 30-Jährige mit Mragowo ins Jubiläum integriert werden können. Sicher dagegen ist: Das neue Stadtlexikon »Grünberg von A bis Z« wird rechtzeitig als besonderes Weihnachtsgeschenk zum Verkauf stehen. Und ebenso der in einer Nürnberger Destille bestellte Jubiläumswhisky hat 2022 Trinkreife erreicht.

Dennoch bleibt noch viel zu tun in den wachen Phasen der letzten 150 Tage bis zum Start ins Jubiläumsjahr. Bürger, die sich ehrenamtlich einbringen möchten, dürfen sich gerne bei der Stadt melden, wie soeben Bürgermeister Frank Ide sowie Johanna Buckle, Fachbereichsleiterin Tourismus und Stadtmarketing, im Rathaus erklärten.

Freudiger Anlass für den Pressetermin: Das Jubiläumslogo als wichtiger Punkt auf der To-do-Liste liegt vor. Bekanntlich hatte die Stadt dazu aufgerufen, Entwürfe einzusenden. Die Resonanz überraschte: Fast 50 machten mit, brachten zu Papier, »was sie im Kopf haben, wenn sie an Grünberg denken«, wie es Buckle zusammenfasste. Kreativität und Vielfalt der Eingaben, von romantisch-verspielt bis sehr modern und streng, überraschten.

Eine Jury wählte zunächst die fünf besten Entwürfe aus. Die finale Entscheidung aber oblag den Bürgern: Aus einer Online-Abstimmung - begleitet von einem gescheiterten Manipulationsversuch - ging der Entwurf von Marisa Holtz mit 224 Stimmen als Sieger hervor, gefolgt von Albrecht Bonarius (203 Stimmen) und Marie-Luise Vogel (173).

Das Gewinnerlogo - eine stilisierte »Skyline« der Stadt sowie der Schriftzug »800 Jahre Grünberg«, wobei die Nullen als Herzen daherkommen - wird künftig alle Aktivitäten, Veröffentlichungen und Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums zieren.

Wie die Erstplatzierte bei der Vorstellung wissen ließ, ist sie erst vor zwei Jahren nach Grünberg gezogen, ist sie begeistert vom mittelalterlichen Stadtbild. Den Kreis rund um die Silhouette habe sie als Symbol für die Gemeinsamkeit gewählt. »Zusammen ist nun mal mehr zu erreichen«, meinte Holtz.

Sie durfte sich über Einkaufsgutscheine der GWG im Gesamtwert von 300 Euro freuen. Einen Sonderpreis gab’s übrigens für den Entwurf der 3a der Grundschule Grünberg. Statt einem Gutschein wünschten die Kinder Geld - nicht für sich, wollen sie es doch für einen guten Zweck spenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare