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Zwischenzeugnis für den Neubau

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Von: Constantin Hoppe

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Noch ist der erste Stock des Rohbaus an der Grundschule Annerod nicht zugänglich, doch am Freitag nahmen die Besucher des Richtfestes das Erdgeschoss in Augenschein. © Constantin Hoppe

Fernwald (con). Ganz korrekt ist der Zeitpunkt zwar noch nicht, aber in der Grundschule Annerod wurde am Freitag das erste Zwischenzeugnis des aktuellen Schuljahres vorgestellt. Zum Richtfest des Neubaus an der Grundschule warfen die Beteiligten einen kurzen Blick auf die Planungen und den derzeitigen Stand der Arbeiten.

Geht es nach Schuldezernent Christopher Lipp und Schulleiterin Anette Glaum, bekommt der Grundschulneubau in nahezu allen Bereichen eine Top-Note ausgestellt - mit kleineren Mängeln. »Hier entsteht ein modernes Gebäude, das in Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit alle aktuellen Standards erfüllen wird«, erklärte der Schuldezernent. Das Schulgebäude entsteht als Passivhaus-Plus, auf der Dachanlage werden in Zukunft Photovoltaikanlagen entstehen und die Fassade soll begrünt werden. Noch ist davon freilich wenig zu sehen, doch die Arbeiten sind seit dem Spatenstich im vergangenen Februar schnell vorangegangen.

In der Sozialnote verdient das neue Gebäude aus Sicht der Schulleiterin ein »sehr gut« ausgestellt. »Für dieses Gebäude gibt es keinen besseren Standort. Es steht direkt am alten Schulgelände, mitten im Ort. Die Schule ist sozusagen der verbindende Teil zwischen dem Alten Ortskern und den Neubaugebieten«, sagte Glaum. Für den Schulbetrieb bietet der Neubau viele neue Möglichkeiten: Zukünftig sollen dort bis zu 300 Schüler Platz finden. Gemeinsam mit den alten Gebäuden wird eine Art Campus entstehen, wie Bürgermeister Manuel Rosenke beschreibt. Dank einer Mensa sind auch die Weichen für die Ganztagesschule gestellt.

Ein kleiner Makel bleibt jedoch an diesem Zeugnis - sozusagen ein blauer Brief, der noch kurz vor Abgabe angekommen ist: Aufgrund von Lieferschwierigkeiten wird sich die Fertigstellung des Neubaus um ein paar Monate verzögern. »Die bestellten Fenster können nicht rechtzeitig geliefert werden. Deshalb verzögern sich sämtliche Arbeiten«, erklärte Schuldezernent Lipp. »Die für das Ende der Sommerferien 2023 geplante Fertigstellung des Neubaus lässt sich deshalb nicht mehr halten.«

Fertigstellung erst Ende 2023

Stattdessen soll der Neubau nun zum Ende des Jahres 2023 fertiggestellt sein, so Lipp. Als Unterrichtsstätte soll das Gebäude ab Januar 2024 bereitstehen. »Wir werden alle Stellschrauben nutzen, damit es bei diesem Termin bleibt«, sagte Lipp. Ein weiterer nicht gerade schöner Punkt: Aufgrund der gestiegenen Preise im Bausektor, haben sich die Kosten für den Neubau deutlich erhöht. Der Kreis geht mittlerweile von Baukosten in Höhe von 11,82 Millionen Euro aus. Abzüglich der Fördermittel in Höhe von 2,1 Millionen Euro, muss der Landkreis rund 9,7 Millionen Euro für den Neubau aufbringen.

Schulleiterin Glaum ist schon jetzt auf den Abschluss der Arbeiten gespannt: »Mal schauen, was wir hier für ein Abschlusszeugnis ausstellen können.«

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