Lob für professionelle Publikationen

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Seit 25 Jahren nimmt sich der Heimatkundliche Arbeitskreis Buseck der Aufarbeitung der Geschichte des Busecker Tals (bestehend aus ehemals neun Ortschaften und den Ortsteilen der Großgemeinde) an. Nun feierten die Mitglieder dieses Jubiläum bei Live-Musik (Busecker Quartett minus 1) und Kaffee und Kuchen im Kulturzentrum.

Seit 25 Jahren nimmt sich der Heimatkundliche Arbeitskreis Buseck der Aufarbeitung der Geschichte des Busecker Tals (bestehend aus ehemals neun Ortschaften und den Ortsteilen der Großgemeinde) an. Nun feierten die Mitglieder dieses Jubiläum bei Live-Musik (Busecker Quartett minus 1) und Kaffee und Kuchen im Kulturzentrum.

Einen Einblick in die Vereinsarbeit boten Fotos und Presseberichte an Stellwänden und die Chronik, die von der Vorsitzenden Elke Noppes erstellt und vorgetragen wurde. Noppes war von Beginn an zweite Vorsitzende, bevor sie im vergangenen Jahr den Vorsitz von Dr. Heike Bräuning übernahm. Ein herzliches Willkommen galt dem Gründungsvorsitzenden Friedhelm Leblanc und seiner Gattin, die von der Nordsee angereist waren.

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen" - dieses Zitat stehe als Leitmotiv für den Arbeitskreis, sagte Landrätin Anita Schneider. Ein wichtiger Aspekt sei das Herausstellen der Identität des Busecker Tals. "Dazu gehören der Dialekt ebenso wie Persönlichkeiten, die hier prägend waren", erklärte Schneider. Der Verein erledigt Arbeiten, die eigentlich die Gemeinde tun müsste, meinte Bürgermeister Dirk Haas. Er lobte die Qualität der Publikationen ("die sind hochprofessionell") und den Aufbau der Topothek. Stets volle Säle bei den Veranstaltungen zeugten von einem hohen Bürgerinteresse.

Zur Chronik: Friedhelm Leblanc war in Gesprächen mit Marina Gust von HR4 angeregt worden, für sein ortsgeschichtliches Interesse einen Kreis von Mitstreitern zu suchen und diese vereinsmäßig zu organisieren. Dies führte zur Gründungsversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises am 4. Mai 1994 mit auf Anhieb 28 Mitgliedern. Heute ist der Verein auf 81 Mitglieder angewachsen.

Erkenntnisse über Denkmäler

Noch im Gründungsjahr wurde ein Backhausfest gefeiert. Unerwartet groß war der Besucherandrang bei einer Mühlenwanderung, beworben und begleitet vom HR. Auch in den Folgejahren fanden Wanderungen, Vorträge, Ausstellungen und Bilderschauen enormen Zuspruch. Bei Publikationen zur evangelischen Kirche, zum Thal’schen Rathaus und anderen Themen hat der Verein durch die Übernahme von Kosten für die dendrochronologischen Untersuchungen dazu beigetragen, neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Denkmäler zu gewinnen. Ein sorgfältiges Aktenstudium im Zusammenhang mit der Erstellung des Buches über das Schloss erbrachte den Nachweis, dass es sich bei Schloss und Perch um zwei verschiedene "Burgen" in Großen-Buseck handelt.

Nie verwirklicht werden konnte der Traum von einem eigenen Heimatmuseum. Solange es die Sammler- und Hobbywelt in Alten-Buseck gab, war es dem Verein möglich, dort auf einer großzügigen Fläche mehrere Dauerausstellungen zu realisieren. Eine enge Zusammenarbeit wird mit dem Heimatverein Beuern, der Heimatgeschichtlichen Vereinigung Reiskirchen und dem "Freundeskreis Busecker Schlosspark" gepflegt. Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Synagoge (Anger 10) stehen dem Arbeitskreis keine eigenen Räume zur Verfügung.

"Eine Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft sieht unsere Satzung zwar nicht vor, aber es verbietet uns ja keiner, einmal Danke zu sagen", meinte Noppes augenzwinkernd. Sie dankte Elisabethe Altnöder, Lina Boller, Karl Heinz Frank, Susanne und Martin Habermehl, Margitta Handloser, Renate und Friedhelm Leblanc, Gisela Müller, Heidrun Plomitzer, Ilse Reinholz-Hein, Hilde und Herbert Schleufe, Elfriede und Helmut Seipp, Dr. Eberhard Thomas, Gertrud Wagner, Helmut Wagner und Ute und Walter Zecher.

Quelle: Gießener Allgemeine

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