Rat von Prof. Stratenschulte (Allendorf) ist gefragt

Allendorf/Lumda/Berlin (lom). Prof. Dr. Eckart D. Stratenschulte, der seine Kinder- und Jugendzeit in Allendorf/Lumda (Bahnhofstraße, ehemals »Kunze-Haus«) verbrachte, feierte kürzlich in der Europäischen Akademie, deren Leiter er ist, seinen 60. Geburtstag.

Geboren ist er in Heidelberg. Zuvor wohnte die Familie Stratenschulte in Wiesloch – der Vater ein pensionierter Marineoffizier und Maschinenbauingenieur, die Mutter Hausfrau und Bruder Jochen (Oberst a. D.) ist heute Geschäftsführer des Museumsschiffes »Rickmer-Rickmersch« (Hamburg). »EDS«, wie er von seinen Mitarbeitern genannt wird, kam mit seiner Familie 1960 nach Allendorf/Lumda und besuchte ab der dritten Klasse die örtliche Volks- und Realschule. Nach dem vierten Schuljahr wechselte er an die Herder-Schule in Gießen. Dort lernte er unter anderem den heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier kennen.

Februar übrigens in der »Europäischen Akademie« eine Rede über »Die Bundesländer im europäischen Prozess« halten.

Nach dem Abitur 1970 studierte Stratenschulte in Marburg Politik, Wissenschaft, Soziologie und Germanistik (Diplom). Das Staatsexamen fürs Lehramt und seinen Doktor absolvierte er ebenfalls in Marburg. Im Alter von 26 Jahren zog es ihn nach Berlin. Dort war er Dozent an einem Weiterbildungsinstitut und dessen Leiter. 1989 wechselte er als Referatsleiter in die Senatskanzlei des Berliner Senats und war beispielsweise für die Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und Walter Momper tätig.

An seinen ersten Arbeitstag kann er sich noch gut erinnern: Es war der 2. Mai 1989, der Tag, als die Ungarn den Grenzzaun durchschnitten hatten und der Anfang der Wiedervereinigung begann: Vom Aufbegehren in der DDR bis hin zum Mauerfall: Für Stratenschulte gab es damals, wie auch heute, viel zu tun. Er war zuständig für Film, Funk und Fernsehen, was zuerst gar nicht vorgesehen war. Er führte viele journalistische Gespräche, er war für die gesamte Post für den Regierenden Bürgermeister, die dieser nicht mehr bewältigen konnte, zuständig. Für ihn eine spannende Zeit. Dazu kamen dann intensiv geführte Debatten wegen des Wechsels der Bundeshauptstadt (Bonn/Berlin) und der Wiedervereinigung.

Da mussten selbstverständlich zahlreiche Briefe geschrieben werden. Seit 1993 ist er der Leiter der Europäischen Akademie und seit 1999 Lehrbeauftragter an der Freien Universität. Als Honorarprofessor lehrt er seit 2005 in Europafragen

Sein berufliches Leben beschert ihm viele Begegnungen mit Ministern aus dem In- und Ausland, wie dieser Tage, als der deutsche Außenminister Guido Westerwelle und der tunesische Außenminister Mohamed Kefi einen Kooperationsvereinbarung »Demokratischer Wandel« unterschrieben haben und er an diesem Montag nach Tunesien reiste und für die Umsetzung sorgt. Einige Dienstreisen führten ihn unter anderem nach Georgien, Turkmenistan, Aserbaidschan, Bulgarien, Ungarn, Kroatien und Armenien sowie nach Belarus (Weißrussland).

In Planung ist in diesem Jahr eine Mexico-Reise, wo er in der Diskussionsleitung/Moderation von Dokumentationen gefragt ist. Er ist er mit seinem Witz und Charme, verbunden, mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, ein gefragter Moderator bei vielen Veranstaltungen. Für seine Leistungen hat er dieser Tage aus den Händen des bulgarischen Außenministers Nikolaj Mladenow den Orden »Goldener Lorbeerzweig« erhalten. Er ist Ehrendoktor der Universitätsstadt Kiew und Träger von Auszeichnungen Rumäniens und der Republik Litauen.

Auch als Autor geschätzt

Prof. Dr. Startenschulte kommentierte unter anderem für die Frankfurter Rundschau, und er hat in Fachzeitschriften im In- und Ausland geschrieben. Über Europa und Berlin wurden zahlreiche Bücher von ihm veröffentlicht. Zu den Gratulanten gehörten neben seiner Ehefrau Sabine geb. Pochhammer, Drehbuchautorin für Fernsehen und Kino, den Kindern Miriam und Maarit sowie Bruder Joachim mit Familie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wissenschaft, vom Europäischen Auswärtigen Dienstes der Direktor Dr. Gerhard Sabathil sowie die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Dagmar Roth-Behrendt (bis zum 16. Januar 2012) und die Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages Petra Merkel.

Die Gäste kamen auch aus Polen, Tschechien, Berlin, Hamburg, Köln. Und sie kamen auch aus Allendorf/Lumda im Landkreis Gießen.

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