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Lehrreiches unterhaltsam verpackt

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Von: Volker Heller

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Weihnachtliche Basteleien zeigen die Bandbreite der Arbeitsmöglichkeiten auf. © Volker Heller

Allendorf (vh). »Klamotten gibt es gebraucht - aber an den Füßen darf man nicht sparen«, so Biologielehrerin Eva Wenderoth. Beim »Tag der offenen Tür« am Schulstandort Allendorf der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) lernten Besucher, wie es sich an einer Schule gehört, selbst zu diesem Anlass etwas fürs Leben.

Angesagt: Kochen

Im Bio-Kursraum mit einem Organmodell des menschlichen Körpers und Modellen verschiedener Fußabnormitäten (Hohlfuß, Plattfuß) erhielten Besucher solche nicht alltäglichen Einblicke. Führungen für die Eltern der Grundschüler, die nach den Sommerferien 2023 vielleicht hierher kommen, boten jedenfalls Erstaunliches.

Im Kellergeschoss von Gebäude B, dem - obgleich nun schon über zehn Jahre alt - so genannten Neubau, gibt es eine großzügig eingerichtete Küche. Apropos Kochen und Ernährung: Seit Jahren klopfen verschiedene Politiker mehr oder weniger erfolglos bei der Kultusministerkonferenz an, um daraus ein Regelfach zu etablieren. In Allendorf gibt es dieses Angebot als Wahlpflichtfach von der fünften bis zehnten Klasse. »Ernährung ist ein superwichtiges Thema«, wusste Lehrerin Stefanie Keller und sagte weiter: »Wer kochen will, kann auch selber einkaufen.« Das Fach sei regelmäßig ein Renner. Augenzwinkernd meinte sie, der eine oder andere Schüler wähle lieber Kochen denn Physik - »wer von uns würde das nicht so machen?«.

Im Werkraum, wo etwa der Buchdruck ein Thema im Unterricht ist, wurde an diesem Tag aus Styropor ein Stempel für das Bedrucken von Geschenkpapier hergestellt. Lehrerin Christine Kraus leitete diese Aktion an. Französischlehrer Jens Hausner erläuterte, es gebe in der fünften und sechsten Klasse ein spielerisches Herantasten an Französisch oder Latein, ab der siebten sodann die zweite Fremdsprache. Schüleraustausch (die Allendorfer Partnerschule ist das Collège Voltaire in Remoulins/Frankreich) liege nicht mehr so im Trend wie früher. Von der siebten bis neunten Klasse könne deshalb jeder Schüler einen Lernpartner in Frankreich (der dort Deutsch lernt) zum regelmäßigen Austausch haben.

Die Tür zum Kursraum Französisch ging auf und die drei Schüler vom Schulsanitätsdienst erkundigten sich, ob alle Besucher wohlauf seien. Dank Leonie Illek, David Mietz und Jannik Carl sind alle Gäste gut durch diesen bemerkenswerten Tag gekommen.

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