Kommissare stehen an einem Tatort.
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Hier wurde der Polizeibeamte Frank Schneider ermordet: Die Kommissare Freddy Schenk (Dietmar Bär) mit Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Rechtsmediziner Dr. Roth (Joe Bausch) und Dienststellen-Leiter Bernd Schäfer (Götz Schubert, v.l.) am Tatort.

Ab 20.15 Uhr im Ersten

„Tatort: Kaputt“ heute in der ARD: Drehorte, Darsteller, Handlung und Kritiken zum Krimi

  • VonSebastian Schmidt
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Das Erste zeigt heute (25.07.2021, ARD) ab 20.15 Uhr eine „Tatort“-Episode aus Köln: In „Kaputt“ geht es um den Mord an einem Polizeibeamten.

Köln – Sonntagabend, Primetime in der ARD: Es ist „Tatort“-Zeit! Das Erste zeigt heute (25.07.2021) eine Wiederholung des Köln-Tatorts: „Kaputt“. Das Ermittler-Duo Freddy Schenk und Max Ballauf müssen den Mord an einem Polizisten aufklären. Dabei ermitteln sie auch in den eigenen Reihen. Wir blicken auf Handlung, Darsteller, Drehorte und Kritiken zum Sonntags-Krimi.

Die „Tatort“-Folge „Kaputt“ wurde am 10.06.2019 zum ersten Mal ausgestrahlt. Laut dem Portal Quotenmeter schalteten da 9,29 Millionen Zuschauer ein, die Episode kam auf einen Marktanteil von 29,2 Prozent.

Worum geht es heute im ARD-„Tatort“? Das ist die Handlung von „Kaputt“

Es sieht erst nach einem ganz normalen Polizeieinsatz aus. Die Beamten Melanie Sommer und Frank Schneider werden wegen einer Ruhestörung zu einem Wohnhaus gerufen, dort soll eine laute Feier im Gange sein. Kurze Zeit nachdem die Einsatzkräfte angekommen waren, wird die junge Kriminalbeamtin verletzt und traumatisiert im Garten des Hauses gefunden.

Für ihren Kollegen Schneider kommt jede Hilfe zu spät. Er ist so brutal zusammengeschlagen worden, dass er an den Folgen stirbt. Der Mord an dem Polizisten sorgt in der Folge nicht nur unter Kollegen auf dem Präsidium, sondern auch in der Presse für Aufregung.

Frank Schneiders Lebensgefährte Stefan Pohl kann den Mord indes nicht fassen, er und Schneider hatten sich im Dienst kennengelernt. Wie sich herausstellt, hat Dienststellenleiter Bernd Schäfer diese Beziehung nicht gerne gesehen und auch, dass die Mordkommission jetzt in den eigenen Reihen ermittelt, stört ihn.

„Tatort“ heute in der ARD: Das sind die Drehorte von „Kaputt“

Der Krimi „Kaputt“ wurde laut dem Online-Portal Crewunited in nur einem Monat vom 29.05.2018 bis zum 28.06.2018 in Köln abgedreht. Das Wohnhaus, das den Tatort in dieser Episode darstellt, befindet sich hingegen nicht in Köln sondern in Langenfeld, wie die Webseite Tatort-Fans verrät.

Die Stadt Langenfeld im Rheinland hat beinahe 60.000 Einwohner und liegt rund 30 Kilometer nördlich von Köln. Das Fernsehteam habe laut Tatort-Fans fünf Tage lang die Mozartstraße abgesperrt, in der sich das Villengrundstück befinden soll.

„Tatort: Kaputt“ heute in der ARD: Woher kennt man die Darsteller?

Klaus Behrendt spielt bereits seit 21 Jahren den Kommissaren Max Ballauf im Kölner Tatort. An seiner Seite: Dietmar Bär in der Rolle des Kommissars Freddy Schenk. Ganze 81 Folgen hat das beliebte Ermittler-Duo bereits zusammen Fälle gelöst. Im Jahr 2000 bekamen Behrendt und Bär für ihre Leistung den Deutschen Fernsehpreis als beste Seriendarsteller.

Neben Tatort sieht man Behrendt auch immer wieder in anderen Filmen, wie zum Beispiel „Das Alter der Erde“ oder „Isenhart – Die Jagd nach dem Seelenfänger“. Der 61-Jährige ist auch für sein vielseitiges soziales Engagement bekannt. So gründete Behrendt zusammen mit anderen aus dem Team den Verein „Tatort – Straßen der Welt“, der sich für philippinische Straßenkinder einsetzt. Mit dem Verein „Wir starten gleich“ sammelt der Schauspieler Spenden, um Kindern aus sozial schwachen Familien Schulranzen zu finanzieren.

Auch Dietmar Bär engagiert sich in zahlreichen Initiativen. Neben „Tatort – Straßen der Welt“ war er Teil einer Plakatkampagne der Deutschen Knochenmarkspenderdatei oder unterstützt die Opferschutzorganisation Weißer Ring. Der 60-Jährige spielte auch in Kino-Filmen wie „Vorstadtkrokodile 2“ mit oder verlieh Charakteren in „Pets“ und „Alles steht Kopf“ seine Stimmte als Synchronsprecher.

Die überlebende Beamtin Melanie Sommer wird von Anna Brüggemann verkörpert. Dieses Jahr (2021) war die 40-Jährige bereits in der „Tatort“-Episode „Das ist unser Haus“ zu sehen gewesen. Brüggemann spielt auch immer wieder in Filmen mit wie „Das Unwort“ oder „Blind & Hässlich“ mit. Zusammen mit Caroline Link schrieb sie das Drehbuch für „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Im Zuge der #MeToo-Kampagne initiierte Brüggemann die „Nobody‘s Doll“-Aktion und machte auf überkommene Rollenbilder auf dem roten Teppich aufmerksam.

RolleDarsteller oder Darstellerin
Max BallaufKlaus J. Behrendt
Freddy SchenkDietmar Bär
Melanie SommerAnna Brüggemann
Stefan PohlMax Simonischek
Bernd SchäferGötz Schubert
Thomas TheissenRonny Miersch
Janine MeierCaroline Hanke
Selina GreveSvenja Jung
Norbert JütteRoland Riebeling
Ben TheissenHauke Diekamp
Beate TheissenHeidi Ecks
Lukas StraussLuke Neite
Karin StraussFriederike Bellstedt
Raimund StraussMarc Fischer
Dr. PetersThomas Goritzki
Nachbar PflügerArtus Maria Matthiessen

Kritiken zu „Tatort: Kaputt“: Lohnt es sich, heute die ARD einzuschalten?

Volker Bergmeister urteilt bei Tittelbach.TV über „Kaputt“: Wer klassische Ermittlungsarbeit ohne Schnörkel und filmische Experimente möge, der komme auf seine Kosten. Die Dialoge würden jedoch klischeehaft wirken und manche Szenen seien „plakativ“. Die schauspielerische Leistung von Anna Brüggemann erwähnt der Kritiker jedoch positiv und Bergmeister lobt: „Was man dem Krimi aber nicht absprechen kann, ist durchgehende Spannung.“ Die halte der Film bis zum Showdown.

Jens Szameit vom Online-Portal Prisma stört sich daran, dass es in „Kaputt“ so viele Befragungen gibt. Er findet es „erstaunlich“, dass in der „Tatort“-Episode 90 Primetime-Minuten zum großen Teil als Abfolge von Innenraumszenen gestaltet seien. Die Besetzung der Nebenrollen mit „unverbrauchten Gesichtern“ findet er hingegen gut.

Kristina Heuer vom Portal „Goldene Kamera“ lobt „Kaputt“ auf Grund des aktuellen Themas: Gewalt gegen Polizisten. Was der Kritikerin weniger gefällt, ist, dass sich der Täter erahnen lasse und die Dialoge „schwächeln“. Sehenswert findet sie ihn trotzdem, weil die Wendungen stimmen und sich die Geschichte bis zum „harten Showdown“ steigere. (seg)

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