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Die Ringe der Macht: Die siebte Episode „Das Auge aka The Eye“ in der Kritik

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Galadriel (Morfydd Clark) in der Episode „Das Auge“ der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“
Galadriel (Morfydd Clark) in der Episode „Das Auge“ der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ © Amazon Studios

Postapokalyptisch geht es in den Southlands vor sich, wo nach den dramatischen Ereignissen in der vorigen Folge mordsmäßige Mordor-Stimmung vorherrscht.

Die Überlebenden sortieren sich, retten, was zu retten ist, und geben uns in Episode sieben namens Das Auge einige der emotionalsten Momente der bisherigen Serie. Nachdem die letzte „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht-Episode („Udun“) mit der plötzlichen Erschaffung von Mount Doom und in Verlängerung in Mordor endete, fragt man sich, wie es in Mittelerde und vor allem in den (ehemaligen) Southlands weitergehen wird. Wer hat überlebt und was ist der nächste Schritt, wenn es überhaupt einen gibt? Das offizielle Promo-Material zur Folge deutete außerdem an, dass das Böse sich enthüllen wird. Gibt es also endlich Antworten? Taucht Sauron, zu dessen Identität es fünf Theorien gibt, schließlich auf, wie der Episodentitel „The Eye“ aka „Das Auge“ suggeriert? Oder ist etwas ganz anderes aus den Schatten gemeint?

Mordor

Die Folgen des aktivierten Mount-Doom-Mechanismus sind tatsächlich erheblich. Nicht nur, weil die Southlands fortan nur noch ein für Orks lebensfreundlicher Raum sind, sondern auch, weil die Gegend direkt nach dem Kataklysmus eine regelrechte Hölle darstellt, so dass auch dies Folge gut „Udun“ hätte heißen können. Von Glut und Asche umgeben machen sich die Überlebenden daran, verschüttete und verbrannte Mitmenschen aufzulesen, wobei Isildur (Maxim Baldry) einen seinen Kameraden verliert und scheinbar selbst von einem einstürzenden Dach in den Tod gerissen wird. Tolkien-Fans, die wissen, was er noch zu tun hat, fallen natürlich nicht darauf rein. Miriel (Cynthia Addai-Robinson) trifft auf Elendil (Lloyd Owen), der feststellen muss, dass seine Regentin ihr Augenlicht verloren hat, während sie sich gemeinsam zum numenorischen Camp aufmachen, wo die Verletzten verpflegt werden. Galadriel (Morfydd Clark) macht sich parallel mit Theo (Tyroe Muhafidin) auf den Weg, wobei sie erneut gute Ratschläge erteilt, die sie selbst nicht zu befolgen scheint - doch diesmal merkt sie, wie ihre weisen Worte auch ihr selbst guter Rat wären. „It darkens the heart to call dark deeds good. It gives place for evil to thrive inisde us.“ Später ermutigt sie den desillusionierten Jungen, sein Vertrauen in die Valar nicht zu verlieren, während kurz das Valinor-Theme aus dem Prolog anklingt. Nur fällt es ihm verständlicherweise schwer, nach der Zerstörung seiner Heimat einen göttlichen Plan zu erkennen, den selbst die elbische Kommandantin noch nicht sehen kann.

Bei der zarten Unterhaltung von Elbin und Menschenjunge erfahrt man übrigens auch, dass Galadriel doch schon verheiratet ist, wie sie es zu diesem Zeitpunkt auch in der kanonischen Tolkien-Zeitlinie wäre. Nur hat sie ihren Mann Celeborn seit dem Krieg nicht gesehen und hält ihn für einen der Gefallenen. Bisher hatte man angenommen, ihre Romanze wäre auf einen späteren Zeitpunkt in der Serie verschoben worden. Witzig, wie die Serie es manchmal schafft, vermeintliche Abweichungen von Kanon doch noch auf Linie zu bringen. Hat man ihn also auch schon im Prolog gesehen? Ist er einer der Elben, die zusammen mit ihrem Bruder Finrod (Will Fletcher) die Schwerter hoben? Interessant ist auch, dass man auf den gleichen Weihnachtsbaumlichter-Trick zurückgegriffen haben scheint, um das Funkeln in Galadriels Auge zu erreichen, wenn sie über Celeborn spricht. Weiterlesen bei Serienjunkies.de. (Mario Giglio)

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